Ah, Du fliegst nach Miami – ja aber nur für drei Nächte! Ein gewisses Unverständnis im Freundes- und Bekanntenkreis schlug einem da schon entgegen. Aber es geht nur für drei Nächte in die USA – eine Nacht in Fort Lauderdale im Hotel und anschließend zwei Nächte an Bord der neuen Celebrity Xcel für ihre Taufreise.
Gemütliches Aufstehen war angesagt. Die Tochter fuhr uns zur S-Bahn um 8:54 Uhr und gegen 9:15 Uhr waren wir am Flughafen München. Das Gepäck war angesichts der nur drei Nächte eher Handgepäck, wenn denn das Gewicht und der Inhalt (Flüssigkeiten) passen würde. Am Flughafen hatte am Vorabend der Weihnachtsmarkt eröffnet. Aber um die Uhrzeit waren die Standlbesitzer gerade am Vorbereiten für den heutigen Tag.
Ein letztes Mal nutzen wir den Check-in für Senatoren und gehen in die Lounge. Leider wird mein Mann diesen Status nächstes Jahr nicht mehr haben. Ein Kaffee und ein Avionic sowie später noch ein kleiner Vor-Mittags-Snack.
Für die LH 460 nach Miami ging es zum Gate H1/H2. Eigentlich sollte der Abflug um 11:50 Uhr sein mit Ankunft um 16:55 Uhr in Miami. Aber am Gate stand dann schon Abflug 12:20 Uhr. Den Grund erfuhren wir erst später.
Irgendwann begann das Boarding. Wir hatten mit Meilen auf Premium Economy upgegraded. Und inzwischen fliegt ab München eine neue A350 mit der neuen Lufthansa Allegris-Ausstattung. Der Sitzabstand sind nun ein Meter. Die Rückenlehne schwenkt – wie in der alten Business – innerhalb einer Schale nach unten und man hat nicht mehr die Rückenlehne des Vordermanns am Bauch. Die Fußstütze fährt aus. Der Sitz verfügt über einen 3-Punkt-Gurt, eine eingebaute Leselampe, eine drahtlose Lademöglichkeit in der Mittelkonsole, Noise-Cancelling-Kopfhörer (warum zusätzlich noch Einmal-Kopfhörer hingelegt wurden, erschloss sich uns nicht). Das Amenity Kit enthält Socken, Ohrstöpsel, Augenmaske, Zahnbürste und Reinigungstuch.
Der Service begann mit einem alkoholfreien Avionic vor dem Start. Auch die Speisekarte wurde bereits ausgeteilt. Übrigens gibt es nun bei Allegris auch ein anderes Essen als in der normalen Economy. Früher gab es in beiden Klassen dasselbe Hauptessen.
Inzwischen kam die Erklärung vom Piloten, warum wir “Verspätung” haben. Es gibt extrem starken Rückenwind in Richtung Westen – normalerweise wird auf dem Rückflug der Rückenwind des Jet Streams genutzt. Wären wir pünktlich abgeflogen, wären wir zwei Stunden zu früh in Miami und man hätte dort noch keinen Platz für uns. In the Air ging es erst einmal weiter mit Knabberzeugs und Getränk gefolgt vom ersten warmen Essen, dem Roten Thai-Curry mit Garnelen. Tja, dieses Gericht war so beliebt, dass mein Mann nur noch die Ricotta-Tortellini bekam. Wir saßen in der letzten Premium Economy Reihe.
Nach dem zweiten Film war der Service endlich beendet und ich versuchte, etwas Schlaf zu bekommen. Das zweite Essen war eine Pesto-Pasta mit Gemüse. Leider befindet sich die Premium Economy direkt über den Flügeln, so dass das Fotografieren eher schlecht war. Ein paar Schiffe konnten wir beim Anflug auf Miami aber noch im Hafen entdecken. Beim Vorbeiflug an Fort Lauderdale sahen wir die neue Sky Princess schon auf See.
Kurz von 16 Uhr landeten wir in Miami. Aber leider zu früh gefreut. Erst hieß es, dass unser Flugsteig um 16:15 Uhr frei sei. Dann verzögerte es sich doch weiter und weiter und wir durften auf dem Vorfeld warten. Erst gegen 16:45 Uhr waren wir endlich am Gate. Die frühe Ankunft hatte also keine Zeitvorteile.
Noch im Flugzeug machten wir die Fotos für die vereinfachte Einreise mit der MPC App, doch leider war der Schalter nicht geöffnet und wir durften uns in die lange Schlange an der Immigration anstellen. Nach ca. 45 Minuten waren wir endlich am Schalter, hatten ein nettes Pläuschchen mit der Beamtin, die eigentlich nur Crew abfertigt. Ja, wir haben in dem Jahr geheiratet, in dem sie geboren wurde. Dann ging es die Koffer abholen. Eine Bekannte aus Italien hatte vorab mit uns gechattet. Sie wartete auf uns, um mit uns nach Fort Lauderdale zu fahren. Mein Mann orderte ein Uber – Celebrity Cruises hatte uns für die Transfers einen Uber-Voucher zukommen lassen. Unser Fahrer war aus Südamerika, lebt aber schon seit mehr als 30 Jahren in den USA und sprach sehr gut Englisch. Das brachte uns quasi auf der Fahrt eine kleine Stadtführung ein.
Als wir in Fort Lauderdale am Hilton Fort Lauderdale Marina ankamen, war es bereits dunkel geworden. Das Hotel kannten wir schon von früheren Reisen. Es ist wohl unser vierter Aufenthalt dort. Wir waren im Westflügel mit Blick auf den Yachthafen. Beim Check-in gab es noch je eine Wasserflasche pro Person.
Achtung, kostenloses WLan bekommt man hier nur, wenn man Hilton Honors Mitglied ist. Ich hatte vor der Reise bereits eine eSIM von Keepgo für 6 Dollar (1 GB) erstanden (North America Cyngus). Diese war zwar etwas teurer als 1 GB über meinen Anbieter, hat aber den Vorteil, dass das Datenvolumen nicht verfällt und auch noch später genutzt werden kann. Bei Tchibo-Mobil hätte ich 4,99 Euro für 1 GB gezahlt, das aber nach einer Woche verfallen wäre. Diese Keepgo eSIM gilt übrigens für die USA, Kanada und Mexiko. Es gibt aber auch andere Pakete. Sollte jemand über diesen Link eine Karte kaufen, erhalte ich nochmals 1 GB (Werbung, den Werbe-Link bekommt aber jeder, der eine eSIM dort kauft).
Wir zogen uns schnell um, denn hier waren es knapp unter 30 Grad und auch wenn es bereits dunkel war, war es immer noch angenehm warm. Unserer Freunde (dieselbe “Truppe” wie auf der Icon of the Seas) waren bereits früher mit der Maschine aus Frankfurt angekommen und befanden sich beim Abendessen. Wir gingen zu Waxy´s Irish Pub, in dem wir erstmals bei der Reise mit der Oasis of the Seas 2010 waren, bestellten eine Kleinigkeit zum Abendessen und für mich einen Espresso Martini – nur zum Wachbleiben 😉 – und einen Eistee gegen den Durst. Unsere Freunde kamen später auf ein Bierchen dazu.
Auf dem Rückweg liegt Ross Dress For Less – diese Kette kenne ich seit der Transatlantik-Reise mit der Oasis of the Seas 2014, wo mir eine Mitreisende davon erzählte. Das ist eine Kette, die es oft auch in Innenstädten und Einkaufszentren gibt, aber mit Outlet-Preisen. Ich wurde fündig – ein Calvin Klein Kleid für 25 Dollar und der Karl Lagerfeld Tasche mit Karl und Choupette für 55 Dollar konnte ich ebenfalls nicht widerstehen.
Anschließend ging es zurück ins Hotel und ins Bett. Inzwischen war es kurz nach 22 Uhr – Ortszeit versteht sich.
Weiter geht es mit Tag 2 der Reise mit der Celebrity Excel und der Taufe in Fort Lauderdale.