MS Joy – Tag 5 Richard Löwenherz in Dürnstein und Kloster Melk

An Tag 4 der Reise mit der MS Joy sind wir am Vormittag in Dürnstein und wandern hoch zur Burgruine. Am Nachmittag erreichen wir Melk und besichtigen das Kloster.

Ankunft in Dürnstein: 6 Uhr
Abfahrt nach Melk: 11 Uhr
Ankunft in Melk: 14 Uhr
Abfahrt nach Passau: 20 Uhr
Sonnenaufgang: 7:49 Uhr
Sonnenuntergang: 16:16 Uhr
Wettervorhersage: -3 – 0 Grad, bewölkt mit Regen

Wir haben tatsächlich bis 7 Uhr geschlafen und die beiden Schleusen Greifenstein und Altenwörth heute Nacht überhaupt nicht mitbekommen. Gegen 6 Uhr hatten wir bereits in Dürnstein angelegt. Die Wettervorhersage war heute eigentlich mit 4 bis 5 Grad nicht so kalt, aber es waren wieder starke Windböen, was es frostig machte. Außerdem war der Himmel überwiegend bedeckt.

Wir gingen um 7:35 Uhr auf ein halbes Franzbrötchen und einen Cappuccino ins Arthur´s. Erst um 8 Uhr gab es Frühstück im Compass Rose Restaurant, wo ich noch ein Müsli mit viel Obst aß.

Gegen 8:45 Uhr verließen wir das Schiff und liefen nach Dürnstein. Die Fähre nach Rossatz fährt im Winter leider nicht.

Dafür lassen sich Fotos vom Schiff machen.

Die Maxima I und ein weiteres Schiff begegneten sich gerade auf der Donau.

Zunächst liefen wir durch die Gassen von Dürnstein.

Über den Ort suchten wir uns den Weg hoch zur Burg. Neben der Treppe zum Friedhof geht der sogenannte Eselsteig hoch zur Burg. Auf den Schildern ist schon der Hinweis „Gutes Schuhwerk nötig!“ zu lesen. Es geht steil nach oben mit vielen unebenen Treppenstufen. Das wäre nicht das Problem, aber es war teilweise zudem noch vereist. Aber auf diesem Weg bietet sich die bessere Aussicht. Die Dauer für den Aufstieg ist mit 20 Minuten angegeben. Wir haben es etwas schneller geschafft.

Oben bietet sich ein herrlicher Ausblick über Dürnstein, die Donauschlinge bis hin zum Benediktinerstift Göttweig.

Für den Rückweg wählten wir die „leichte Variante“ mit 25 Minuten. Dieser Weg ist breit, ohne Stufen und teilweise gepflastert. Aber es geht ebenfalls ziemlich steil nach oben. Allerdings gibt es hier immer wieder kleine Infotafeln, Bänke und Ausblicke, welche den Aufstieg kurzweilig machen. Dieser Weg beginnt gleich am Ortseingang vom Schiff aus gesehen. Unser kleiner Ausflug begann bei bedecktem Himmel und eiskaltem Wind und endete sogar noch mit ein paar Sonnenstrahlen.

Im Ort kaufte ich noch ein festes Shampoo im Seifenladen. Für Weinproben oder Marillenschnaps war es dann doch noch zu früh. Die Vista Lilea und Vista Milla waren gerade flussaufwärts unterwegs.

Gegen 10:15 Uhr waren wir wieder an Bord. Die MS Joy legte pünktlich um 11 Uhr ab in Richtung Melk. Beinahe hätten wir die Fotomotive verpasst.

Dirk kündigte für 11 Uhr zudem noch einen kurzen Vortrag / Talk mit Svenja an, die sich um Straßenhunde mit dem Verein Hunderettung Europa e.V. kümmert. In der Lobby war eine Spendenbox aufgestellt zur Unterstützung des Vereins. Vegan Travel verzichtet selbst auf Trinkgelder und füllt die Box dann noch zusätzlich auf. Wir haben natürlich auch gespendet.

Mittagessen gab es heute ab 12:30 Uhr sowohl im Compass Rose Restaurant als auch im Arthur´s. Da für das Compass Rose eine Überraschung im Programm angekündigt war, gingen wir dorthin. Die Überraschung war frische Jackfruit als Dessert.

Gegen 15 Uhr erreichten wir Melk, eine Stunde später als geplant, aber wegen des Niedrigwassers mussten wir langsamer fahren. Auf der Fahrt regnete es immer wieder stark und dann ging der Regen mehr und mehr in Schnee über. Bis zum Anlegen in Melk herrschte heftiger Schneesturm, der glücklicherweise nachlies, als wir das Schiff verließen.

Inzwischen hatten wir mitbekommen, dass die NickoVision, die in Komárom noch neben uns lag und etwas später losgefahren war, in der Nähe von Györ auf eine Sandbank aufgelaufen war. Die Passagiere wurden mittels der VIVA Two evakuiert, während die Gäste der VIVA Two auf die Vista Star eingeladen wurden. Eine Barge sorgte für den Abtransport des Gepäcks.

Unser Ausflug „25NY05 – Melk and it´s Abbey – An Elegant and Unique Benedictine Treasure“ (35 Euro, 2 – 2,5 Stunden) war für 14:45 Uhr geplant, begann aber dann kurz nach 15 Uhr. Wir hatten uns für diesen Ausflug entschieden, da wir beide noch nicht in Melk waren. Erst hieß es einmal eine gute Viertelstunde nach Melk und hoch zum Kloster laufen.

Sandra bot eine extrem gute Führung. Es ging durch die vier Museumsräume im Kaiserflügel, durch den Marmorsaal, die Terrasse, die große und kleine Bibliothek und endete in der Stiftskirche. Leider sind in den Innenräumen keine Fotos gestattet. Daher gibt es nur Aufnahmen von außen. Das Kloster ist immer noch aktiv und beherbergt auch ein Gymnasium.

Anschließend liefen wir noch ein bisschen durch Melk und kauften einen Marillenlikör. Außerdem gab es auch noch einen Marillenpunsch, den wir probieren mussten.

Mit unserem Einkauf ging es in völliger Dunkelheit und bei spiegelglatten Straßen zurück zum Schiff. Aber natürlich nicht, ohne Fotos vom Kloster Melk mit dem Vollmond zu machen.

Die Gangway zur MS Bolero konnte man nur noch runterrutschen. Wir lagen daneben. Gegen 17:30 Uhr waren wir wieder an Bord. Um 16 Uhr wurde wieder zur Tea Time in den Panorama Salon eingeladen, was wir aber aufgrund des Ausflugs verpassten. Also gingen wir gleich zur Cocktail Stunde über.

Das Abendessen gab es heute zwischen 19 und 21 Uhr im Compass Rose oder Arthur´s. Wir gingen wieder ins Compass Rose. Erst heute habe ich gesehen, dass Musterteller in der Mitte am Buffet stehen. Daher gibt es heute Fotos von allen Gerichten auf der Karte. Mein Mann hat einfach zwei Marillenknödel als Hauptgericht bestellt.

Um 20 Uhr verließen wir Melk in Richtung Passau. Kurz nach dem Ablegen fuhren wir in die Schleuse Melk ein. Die Schleuse Jochenstein war inzwischen repariert und hatte heute wieder geöffnet. Allerdings kam zwischenzeitlich die Info, dass wir in Lindau anlegen sollen und nicht wie geplant am Anleger 13 an der Stadt. Mal sehen, wo wir morgen liegen werden.

Nach dem Abendessen lud Dirk in die Panorama Lounge mit dem Motto „Why Vegan! Tell us your story!“ ein.

Den Mitternachtssnack um 22:15 Uhr verpassten wir. Auch die Schleuse Persenburg verschliefen wir.

Weiter geht es mit Tag 6 der Reise mit der MS Joy und einer Wallfahrt in Passau.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste an Bord der MS Joy auf Einladung von Vegan Travel

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Wir legen grossen Wert auf unabhängige und neutrale Berichterstattung. Wenn uns etwas nicht gefällt, werden wir das schreiben, und auch, wenn uns etwas gefällt - egal, ob wir auf eigene Kosten oder auf Einladung gereist sind. Das sind wir unseren Lesern schuldig. Und selbst die Reedereien haben nichts davon, wenn wir Dinge beschönigen. Denn spätestens auf dem Schiff selbst würde die Diskrepanz zwischen zu wohlwollendem Bericht und der Realität ohnehin auffallen.

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2 Kommentare zu „MS Joy – Tag 5 Richard Löwenherz in Dürnstein und Kloster Melk“

  1. Hallo Carmen, ich lese mal wieder sehr interessiert und so nebenbei ein bisschen Korrektur 🙂 Das Stift heißt Göttweig and nicht Gottwald. Das Abendessen ab es heute… – da fehlt scheinbar ein „g“. Nichts für ungut bitte. Wie war denn Eure vegane Story. Ihr seid doch glaub ich auch „Allesfresser“ und da frag ich mich wie das dann eigentlich so ist mit lauter Veganern auf einem Schiff zu sein. Aber vielleicht ist da ja auch gar nicht so das zentral Thema bei irgendwelchen Gesprächen. Ich freu mich schon auf den weiteren Bericht.

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    • Hallo Josef,
      lieben Dank! Hab es korrigiert.
      Ja, wir sind „omnivor“ ;-). Wir hatten ja im Jahr zuvor die vegane Reise auf dem Mekong und damals (den wenigen) Mitreisenden klar kommuniziert, dass wir keine Veganer sind. Aber das war damals und auch auf dieser Reise überhaupt kein Problem. Wir interessieren uns halt auch für gutes Essen und das war es durchwegs. Es sind zudem nicht alle Passagiere rein vegan. Es kann auch sein, dass beispielsweise ein Partner omnivor oder vegetarisch is(s)t und nur der andere vegan. Für uns war es durchaus eben interessant zu erfahren, warum geht man auf eine rein vegane Kreuzfahrt (weil man sich schlicht um nichts kümmern muss und nicht ständig nachfragen muss, ob etwas vegan ist – und weil Dirk alles immer perfekt organisiert). Bei der Mekong Reise waren ja auch Hotelaufenthalte mit dabei. Da haben uns unsere Mitreisenden immer helfend zur Seite gestanden, wenn wir jetzt nicht genau wussten, was vegan ist und was nicht (wir wollten natürlich „dabei“ bleiben und nicht aus der Gruppe „ausscheren“).
      Gruß
      Carmen

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