Blick auf Porto

A-Rosa Alva – Tag 1 Ein Tag in Porto

Der Tag beginnt früh – um 5 Uhr um genau zu sein. Aber erst einmal einen Schritt zurück. Von A-Rosa erreichte uns diese ausgefallene Einladung zur Taufe der neuen A-Rosa Alva, dem ersten Schiff für A-Rosa auf dem Douro in Portugal. Klassisch befindet sich die Einladung auf einer Azulejo-Kachel, für die Porto und Portugal berühmt sind –  gleich mit einem Ständer zum Aufstellen geliefert. Das eigentliche Programm auf einer dicken Karton ebenfalls im Stil einer Azulejo-Kachel. Dass Programme sich gefühlt minütlich verändern können, dazu dann später. Drei Tage vor der Reise erhielten wir die Nachricht, dass das Schiff leider nicht rechtzeitig am Montag in Porto sein wird. Daher werden wir in der ersten Nacht im Hotel Sheraton Porto Hotel & Spa übernachten. Transfer zum Schiff dann am Dienstag um 9:30 Uhr.

Aber noch sind wir am Anfang und das heißt am Flughafen München. Erst einmal bei meiner Lieblingsbäckerei frühstücken – außerhalb des Sicherheitsbereichs, wo die Preise noch normal sind – 4,20 Euro für ein Croissant und einen Cappuccino.

Frühstück am Flughafen
Frühstück am Flughafen

Dann ab zum Gate für den Flug LH 1794 von München nach Porto um 8:20 Uhr. Und hier wären wir schon bei der nächsten „Programmänderung“. Denn in Porto gibt es dann gerne mal Seenebel und dann weist der Flughafen den landenden Flugzeugen einen bestimmten Zeitslot für die Landung zu. An diesen Landeslot muss sich die Abflugzeit anpassen und so wurde es heute 9:40 Uhr für den tatsächlichen Abflug. Mit einem Pastrami-Sandwich ging es über die Schweiz und die Pyrenäen nach Porto, das wir gegen 11 Uhr Ortszeit (ja, eine Stunde Zeitverschiebung zurück) erreichten. Übrigens gibt es inzwischen beim Duty-Free Eco friendly Wasser für 1 Euro im Tetra-Pack und nicht mehr in der Plastik-Flasche.

Dort wurden wir bereits erwartet und es ging weiter zum Hotel. Neuer Plan, wir warten noch auf einen Kollegen und fahren dann mit dem Taxi um 13:30 Uhr nach Vila Nova de Gaia, wo die Flusskreuzfahrtschiffe anlegen. Die A-Rosa Alva soll doch noch gegen 16 Uhr dort eintreffen. Erst einmal einchecken, umziehen und einen Kaffee trinken. Hier statt einer Kabine ein Blick in das Zimmer 228 des Sheraton Porto Hotel & Spa mit einer Badewanne mit Aussicht:

Pünktlich ging es dann mit zwei Kollegen nach Vila Nova de Gaia. Wir sehen uns erst einmal um, machen Fotos von den Schiffen, laufen flussabwärts in Richtung Atlantik (nein, so weit sind wir nicht gekommen). Und ein Magnet wird auch noch erstanden für die heimische Sammlung.

Panorama Porto
Panorama Porto

Auf der Seite von Vila Nova de Gaia gibt es zwei Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe, die dort teilweise in Dreierpacks anlegen. Will das am Ufer liegende Schiff abfahren, legen die beiden äußeren im Doppelpack ab und anschließend wieder an. Auf der Porto-Seite lag ebenfalls ein Flusskreuzfahrtschiff. Hier die Schiffe vom heutigen Tag:

Und hier einige Eindrücke vom Fluss mit der beeindruckenden Ponte Dom Luiz I., der historischen Altstadt von Porto und den alten Portwein-Schiffen:

Hier noch ein Video-Panorama vom Douro mit Porto:

Dann erreicht uns der Anruf, das Schiff kommt nicht. Um 16 Uhr ginge es ab dem Hotel auf den Ausflug „Stadtrundfahrt Porto mit Foz do Douro und Vila Nova de Gaia“ (3,5 Stunden, Einzelpreis 42 Euro). Wir entscheiden uns dagegen und machen uns zu Fuß auf den Weg. Nein, zunächst nutzen wir die Gondelbahn Teleférico de Gaia vom Anleger der Flusskreuzfahrtschiffe hoch auf den Berg zur oberen Ebene der Ponte Dom Luiz I. Die Einzelfahrt kostet 6 Euro und einen Gutschein für eine Portwein-Probe gibt es dazu (den wir aber nicht einlösen). Leider sind die Scheiben der Gondeln getönt und alles andere als sauber, aber ein paar Fotos klappen doch noch.

Auf dem Weg zur Brücke gibt es noch einen Aussichtspunkt, der natürlich auch ein beliebter Selfie-Spot ist. Ich probiere es auch einmal – nun ja, vom Winde verweht.

Panorama vom Aussichtspunkt:

Panorama Vila Nova de Gaia - Douro - Porto
Panorama Vila Nova de Gaia – Douro – Porto

Wir laufen über die obere Ebene der Ponte Dom Luiz I. hinüber nach Porto. Die Porte Dom Luiz I. ist eine schmiedeeiserne, genietete Fachwerk-Bogenbrücke aus dem Jahr 1886 und verbindet Porto mit Vila Nova de Gaia. Unten fahren Autos, oben fährt die Metro. Fußgänger können auf beiden Ebenen den Fluss überqueren.

Weiter geht es zur Kathedrale von Porto, der Sé.

Vom Kathedralenplatz laufen wir die Gassen hinunter in die historische Altstadt bis zur ehemaligen Markthalle Mercado Ferreira Borges, die heute eine Event-Location ist.

Wir liefen wieder aufwärts in Richtung des Bahnhof Porto Sao Bento. Die Wandbilder aus Azulejos in der Vorhalle des Bahnhofs zeigen wichtige Ereignisse aus der Geschichte Portugals wie z.B. die Eroberung von Ceuta. Vor dem Bahnhof huschte noch eine der historischen Straßenbahnen vorbei.

Zum Abschluss unseres Rundgangs hier noch ein paar der Azulejos, der für Porto und Portugal so typischen Kacheln an den Fassaden der Häuser. Die Azulejos sind ein Erbe aus der maurischen Zeit Portugals und Spaniens:

Inzwischen hatten uns weitere Neuigkeiten erreicht. Zum einen wieder eine Planänderung. Wir werden auch die zweite Nacht im Hotel verbringen. Dafür gibt es morgen am Vormittag einen Ausflug nach Guimarães, Mittagessen im Hotel, Pressekonferenz und um 15 Uhr Transfer zum Schiff mit Taufe um 16 Uhr und Abendessen am Sonnendeck. Zum anderen kam die Nachricht, dass wir noch zur Portwein-Probe am Ende der Stadtrundfahrt dazustoßen könnten. Hmm, wir waren inzwischen ein Stück vom Fluss entfernt und die Portwein-Keller sind alle in Vila Nova de Gaia. Also machten wir uns auf den Weg zur Brücke – dieses Mal überquerten wir die Brücke auf der unteren Ebene.

Die Portwein-Probe fand in der Portwein-Kellerei Burmester gleich links neben der Brücke statt. Verkostet wurden zwei Portweine, ein weißer und ein roter. Dazu gab es Erläuterungen zur Herstellung des Portweins und der Tipp, den Portwein mit Tonic zu probieren. Port-Tonic sei das neue In-Getränk in Porto.

Mit dem Bus von der Stadtrundfahrt fuhr ich zurück zum Hotel. Nach mehr als 11 Kilometern zu Fuß gönnte ich mir eine Pause und musste natürlich die Badewanne ausprobieren (sorry, keine Fotos davon). Um 20 Uhr gab es ein Abendessen in Buffetform in einem der Konferenzräume des Hotels. Hier erfuhren wir, dass auch die für den 1. Mai geplante Taufreise der A-Rosa Alva vor wenigen Minuten abgesagt wurde.

Nach einem langen Tag ging es ins Bett. Weiter geht es mit Tag 2 und dem Ausflug nach Guimarães und natürlich der Taufe der A-Rosa Alva durch Yvonne Catterfeld.

Weitere Teile der Serie " Taufe der A-Rosa Alva in Porto ":

Anmerkung: Cruisediary.de reiste zur A-Rosa Alva auf Einladung von A-Rosa.