Star Clipper – Tag 3 Es gibt mehr als Oia auf Santorini

Tag 3 der Reise mit der Star Clipper bringt uns nach Santorini. Dort entdecken wir die antike Stadt Akrotiri und fahren dann weiter zum Hotspot Oia. Wir enden in Fira und warten in einer Taverne auf unser Tenderboot.

Ankunft in Santorini: 12:oo Uhr
Abfahrt nach Katakolon: 19:30 Uhr
Sonnenaufgang: 6:32 Uhr
Sonnenuntergang: 20:13 Uhr
Cocktail of the Day: Limoncello Spritz
Lunch: Chef´s Choice
Entfernung bis Katakolon: 249,8 Seemeilen

Kurz nach 6 Uhr standen wir auf für den Sonnenaufgang um 6:32 Uhr.

Anschließend ging es zum Yoga mit Svia um 7 Uhr. Tag 2 beim Yoga und wir sind noch mit dabei!

Danach machten wir uns fertig und gingen zum Frühstück. Es gibt übrigens English Breakfast Tea aus der Thermoskanne oder dann doch einen Darjeeling aus dem kleinen Teekännchen von der Teekarte.

Zurück auf der Kabine hat uns unser Kabinensteward Ipin mit diesem Handtuch-Hund überrascht.

Kurz vor 9 Uhr standen wir auf der Brücke und warteten auf das Mastklettern mit Manuel und Martyna. Vier Personen können gleichzeitig hoch ins Krähennest, das übrigens 11 m über dem Deck ist. Ich kletterte als erste nach oben. Fühlte sich gar nicht so anstrengend an. Erst später merkte ich, wie meine Oberschenkel schmerzten. Denn der eine oder andere Tritt war für mich schon etwas zu hoch bzw. weit oben. Wir hatten sehr viel Zeit oben im Krähennest und Manuel machte noch Fotos von uns.

Frédéric hielt um 10 Uhr (und nochmals um 18:15 Uhr) in der Library einen Vortrag „Theorieunterricht: Sternbeobachtung für Anfänger“ (auf Englisch). Denn es ist die Hochzeit der Perseiden mit hoher Wahrscheinlichkeit für Sternschnuppen.

Inzwischen hatten wir uns Santorini bereits genähert. Frédéric hielt seinen Port Talk bei der Brücke.

Bei der Einfahrt schwamm eine kleine Schule Delfine vor der Star Clipper durch. Es waren vielleicht fünf oder sechs Tiere, entsprechend wenig sieht man auf den Fotos.

Die Costa Deliziosa und die Odyssey of the Seas lagen bereits in der Caldera.

Blick auf Fira und die Seilbahn samt Eselsweg.

Wir gingen um 11:30 Uhr zum Mittagessen und machten uns dann fertig.

Individuell konnte man um 12 Uhr, 12:30 Uhr oder 13 Uhr mit den lokalen Tendern zum alten Hafen bei der Seilbahn tendern.

Eigentlich hatte ich gestern geschrieben, dass wir keine Ausflüge gebucht hatten. Kurzfristig konnte Frédéric aber noch einen zweiten Bus buchen und hatte noch viele Plätze für den heutigen Ausflug „Akrotiri & Oia“ (95 Euro) frei. Also fragten wir spontan, ob wir noch mitkönnten. Wenige Tage vor der Reise war der Fußweg nach Fira gesperrt nach einem kleinen Hangrutsch. Dafür hatte Santorini die 30/70 Regel, die erst im Juni eingeführt wurde, wieder aufgehoben. Der Weg war zwar wieder geöffnet, aber die 30/70 Regel wurde nicht wieder eingeführt. Danach dürfen nur 30 % der Passagiere über den Fährhafen Athinios auf Ausflüge getendert werden. 70% müssen zum alten Hafen und der Seilbahn tendern. Daher konnten für uns nun zwei Busse fahren.

Treffpunkt für den Ausflug war um 12:40 Uhr in der Tropical Bar. 75 Personen für zwei Busse. Wir tenderten zum Fährhafen Athinios und wurden auf die Busse verteilt.

Unser Bus 1 hatte Georgia als Guide. Mit dem Bus ging es die viel befahrene Serpentinenstraße vom Fährhafen Athinios hoch auf das Plateau mit Ausblicken auf die Caldera.

Es gibt zunächst zu den Ausgrabungen von Akrotiri (Eintritt ist übrigens 20 Euro). Ca. 1650 vor Christus wurde diese Siedlung bei einem Vulkanausbruch verschüttet und erst 1967 wieder entdeckt und ausgegraben. Der Bimsstein und Staub liegt bis zu 30 m hoch. Die Ausgrabungen befinden sich in einer riesigen Halle. Die Gebäude waren bis zu drei Stockwerke hoch. Die Räume waren mit sehr aufwändigen Fresken dekoriert, die sich heute aber im Archäologischen Museum in Fira bzw. in Athen befinden. Die relativ unbekannte Zivilisation der Kykladen war hochentwickelt und verfügte über ein Wassersystem mit Zuleitungen aus den Bergen sowie ein Abwassersystem mit Toiletten. Die Bewohner wurden nicht von dem Ausbruch überrascht, sondern hatten schon aufgrund der zahlreichen Erdbeben im Vorfeld die Stadt geräumt. Dies lässt sich auch an den vor den Häusern gestapelten Bettgestellen erkennen. Daher wurden hier – anders als in Pompeii – keine Toten gefunden. Etwa eine Stunde führte uns Georgia mit Whisper Kopfhörern durch die Anlage. Nach einem kurzen Erfrischungs- und Toilettenstopp ging es zurück zum Bus.

Knapp eine Stunde brauchten wir zum anderen Ende der Insel nach Oia. Dort führte uns Georgia vom Bus zum Platz der Kathedrale. Anschließend hatten wir Zeit für eigene Erkundungen. Wir liefen nach rechts in Richtung des Langos Forts. Von dort hat man den besten Blick auf die Windmühlen und die – eigentlich wenigen – blauen Kuppeln. Die ganzen Influencer Hotspots, an denen sich lange Schlangen bildeten, ließen wir außen vor. Eigentlich sind es nur fünf Gebäude, die blaue Kuppeln haben, so dass beim Blick auf den gesamten Ort eine gewisse Enttäuschung eintritt.

Wir aßen noch ein Eis aus Schafsmilch bei Blar (für 4 Euro die Kugel).

Beim Blick in die Caldera sahen wir nur noch die Costa Deliziosa und die Odyssey of the Seas. Erst später erfuhren wir, dass die Star Clipper aus der Caldera gefahren ist, weil sie dort aufgrund der Tiefe nicht ankern kann.

Um 17:10 Uhr sollten wir wieder am Bus sein. Georgia verteilte Tickets für die Seilbahn (10 Euro). Eigentlich stand in der Beschreibung, dass wir vom Fährhafen wieder zum Schiff tendern ohne Stopp in Fira. Im Bus hieß es dann, dass wir Seilbahntickets bekommen und noch Zeit für Fira hätten. Nur kamen wir kurz vor 18 Uhr in Fira an. Die Tender zurück zum Schiff waren um 17 Uhr, 17:30 Uhr, 18 Uhr, 18:30 Uhr und 19 Uhr. Wir liefen an der Seilbahn vorbei für den Ausblick über die Caldera und bis zu den drei Glocken von Fira.

Gerade als wir zur Seilbahn gingen, wo übrigens keine Schlange war, kam ein Eselstreiber mit seinen Tieren vorbei – es sind übrigens keine Esel, sondern Maultiere.

Danach ging es wieder zurück und mit der Seilbahn nach unten. Eigentlich hätten wir den Tender um 18:30 Uhr noch locker erreicht, doch dieser fuhr bereits um 18:25 Uhr, weil er voll war. Also tranken wir in der nächst gelegenen Taverna Syrtaki noch einen Frappé und warteten auf den letzten Tender um 19 Uhr.

Auf der Tenderfahrt gab es nochmals eine schöne Sicht auf die Schiffe:

Wieder an Bord ging es schnell unter die Dusche. Übrigen gab es um 19 Uhr ein Treffen der Alleinreisenden in der Piano Bar.

Um 19:30 Uhr stand eigentlich das Abendessen an. Wir zogen es allerdings vor noch die gleichzeitig stattfindende Ausfahrt mit einem Limoncello Spritz zu genießen und gingen erst nach 20 Uhr zum Abendessen. Es gab einen Fake-Sonnenuntergang, weil die Sonne bei der Ausfahrt zunächst hinter Thirasia verschwand. Als wir an der Insel vorbei waren, kam sie natürlich wieder raus und sank später ins Meer zum echten Sonnenuntergang.

Hier das Abendessen:

Es fiel uns schwer noch bis zum Beatles Abend mit Allan in der Tropical Bar wach zu bleiben.

Und eigentlich bot Frédéric um 23:15 Uhr noch ein Star Gazing an. Wir gingen aber schon früher hoch aufs Sonnendeck, fanden das Sternbild Cassiopeia und sahen unsere Sternschnuppe. Aber letztere war natürlich nicht auf ein Foto zu bekommen.

Zeit zum Schlafen!

Weiter geht es mit Tag 4 der Reise an Bord der Star Clipper mit einem vollgepackten Seetag.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste an Bord der Star Clipper auf Einladung von Star Clippers

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