An Tag 7 der Reise mit der Star Clipper erreichen wir Kotor in Montenegro, dessen Katzen genauso berühmt sind wie die von Dubrovnik.
| Ankunft in Kotor: | 14:30 Uhr |
| Abfahrt nach Dubrovnik: | 23:30 Uhr |
| Sonnenaufgang: | 5:51 Uhr |
| Sonnenuntergang: | 19:46 Uhr |
| Cocktail of the Day: | Tequila Sunrise |
| Lunch: | Deck Lunch |
| Entfernung bis Dubrovnik: | 30,6 Seemeilen |
Heute Nacht wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Wir sind wieder in der „richtigen“ Zeitzone – also Heimatzeit. Entsprechend ist nun der Sonnenaufgang natürlich schon früher, also vor 6 Uhr. Daher gibt es keine Bilder mehr vom Sonnenaufgang. Wir machten uns für das Yoga um 7 Uhr fertig und gingen hoch aufs Aft Deck.
Anschließend ging es unter die Dusche und zum Frühstück.
Um 8 Uhr bot Manuel wieder Morgengymnastik an. Martyna wartete um 9 Uhr auf Gäste für Walk-A-Mile. Aber keiner kam. So unterhielten wir uns. Sie hat den Studienpart ihres Nautikstudiums bereits absolviert und nach ihrem Aufenthalt hier, hat sie auch die nötigen 12 Monate Praxiszeit für eine Karriere als Offizierin. Nur die Bachelorarbeit fehlt dann noch. Sie möchte gerne weiter auf Großseglern arbeiten. Ihre Universität in Polen hat auch ein Ausbildungsschiff. Um 9:30 Uhr klappte es heute wieder mit dem Mastklettern. Allerdings verzichteten wir darauf.
Wir ergatterten endlich einmal zwei Liegen im Schatten und so arbeitete ich erst einmal.
Inzwischen fing die Crew an, die Tropical Bar umzubauen. Denn das Mittagessen gibt es heute nicht im Restaurant, sondern als Deck Lunch an der Tropical Bar. Grund dafür ist, dass wir heute gegen 12 Uhr in den Fjord von Kotor einfahren.
Aber zuvor gab es um 10:30 Uhr noch ein Team-Trivia in der Piano Bar, an dem wir aber nicht teilnahmen. Ich nutzte die Zeit und probierte den vorderen Pool aus – sorry, kein Foto. Aber Ipin hatte heute einen Schwan gefaltet.
Ab 12 Uhr hieß es dann auf dem Vorderdeck die Einfahrt nach Kotor genießen. Frédéric gab erst die Hafeninfos und kommentierte dann die Einfahrt.
Da noch etwas Zeit war, gingen wir schnell zum Mittagessen.
Nachdem der Lotse an Bord war, ging es in den Fjord von Kotor. Am Eingang wütetend Waldbrände. Wir hatten schon zwei Tage zuvor von einem Freund Fotos bekommen. Nur ein einsames Löschflugzeug war unterwegs.
Der Anfang des Fjords hat mich ein wenig enttäuscht. Die Bebauung bestand dann doch eher aus Hotelbettenburgen und war weniger malerisch.
Am Ufer sah man immer wieder Reste des kalten Kriegs mit U-Boot-Verstecken, einem gesunkenen Boot und Hallen.
Langsam wird es enger und auch malerischer.
Schließlich nähern wir uns den beiden Kirchen-Inseln Maria vom Felsen und St. Georg vor der mittelalterlichen Stadt Perast. Für 10 Euro kann man mit einem lokalen Boot von Perast aus zur Insel Maria vom Felsen übersetzen. Ein Bus der Blauen Linie fährt ab Kotor (nähe Markthalle) nach Perast (Richtung Risan). Das Ticket beim Fahrer kostet 1,50 bis 2 Euro.
Es geht vorbei am Klosterkomplex St. Nikolas in Prcanj.
Und schließlich gibt die Bucht den Blick auf Kotor frei. Am Pier liegt in der Ferne die Viking Sea.
Für uns geht es an der Wind Surf ein Stück vorbei zu unserem Ankerplatz.
Heute gab es aber noch eine Besonderheit, Captain Vadim verlässt heute das Schiff und wird abgelöst. Als Überraschung sollten daher alle Gäste beim Abschiedssong „I am sailing“ (Rod Steward) um 13:30 Uhr mitsingen. An Bord kam heute Captain Dominique aus Belgien. Texte wurden natürlich verteilt.
Gegen 14:30 Uhr gingen wir vor Anker. Der Kajak Ausflug ging zuerst mit den Tendern von Bord. Der Ausflug nach Perast erreichte die Mindestteilnehmerzahl nicht und wurde abgesagt. Anschließend gab es einen halbstündigen Tenderservice. Der letzte Tender fuhr um 23 Uhr zurück zur Star Clipper. Wir nahmen den ersten freien Tender um 14:35 Uhr in die Stadt. Die Tenderfahrt dauerte knapp 20 Minuten.
Wir gingen durch das Marine Gate in die Stadt und ließen uns mit einem Stadtrundgang von GPSmyCity sozusagen durch die Stadt „treiben“.
Ich hatte bereits eine Gelateria rausgesucht, Marshall´s – die probierten wir während des Stadtrundgangs aus. 2,8o Euro für eine Kugel, 4,50 Euro für zwei Kugeln.
Und dann endlich die ersten Katzen von Kotor:
Wir endeten am Südtor und entdeckten, dass man dort auf die Stadtmauer kommt, aber auch auf den dortigen südlichen Teil der Burg. Zwar gab es ein Kassenhäuschen und Schranken, aber beides war sichtlich schon längere Zeit außer Betrieb. Der Weg hoch zur Burg war eher grenzwertig – eng, nicht ausgebaut, ohne Sicherungen und eigentlich nur für festes Schuhwerk geeignet. Wer sagt, dass man das nicht mit Flip Flops schafft. Oben war ein Schild, wonach zwischen September 2024 und September 2025 Renovierungsarbeiten stattfinden sollten. Es glich aber eher einer Müllhalde. Wir hatten kurz vor der Reise noch Peter Giesels Urlaubsabzocke über Kotor und Dubrovnik gesehen. Dort meinte ein Local, er habe im Haushalt der Stadt lediglich eine Spende der US Botschaft in Höhe von 200.000,- Euro entdeckt zum Erhalt eines Turms. Tja, auf dem Schild prangte das Wappen der US Botschaft. Wo das Geld hingekommen ist… Wegen dieser Sendung hatten wir übrigens auch auf den Aufstieg zur eigentlichen Burg oder zumindest bis zur Kirche verzichtet, denn 15 Euro war uns das nicht wert. Aber die Aussicht, die hier am südlichen Fort komplett kostenlos war, war ebenfalls beeindruckend. Dann legte auch noch die Viking Sea ab.
Martyna hatte vorab noch erzählt, dass ihre Mutter kürzlich mit der Seilbahn zum Sonnenuntergang hoch auf den Berg gefahren ist, was sehr toll war. Allerdings ist die Seilbahn 4 km außerhalb der Stadt. Ich hatte vorher nicht gesehen, ob dorthin auch ein Bus fährt. Die Seilbahn selbst kosten 24 Euro.
Danach liefen wir noch durch das Südtor oder Gurdic-Bastion.
Zurück zum Stadtrundgang. Durch das Südtor ging es wieder zurück und wir liefen die Stadtmauer entlang bis zum Nordtor. Ich hatte vorher gelesen, dass auch die Stadtmauer kostenpflichtig sei. Das war sie aber nicht. Und am Ende entlang der Nordseite war bereits alles voll mit Katzen.
Beim Nordtor ist ein kleiner Park mit einem Brunnen – in Google findet sich dort eine Markierung „Katzenpark“. Dort ist ein ganzes Katzenlager aufgebaut und mehrere Personen scheinen sich um die Katzen zu kümmern. Auch ganz kleine Kätzchen waren hier. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man die Katzen nicht mit „Menschenessen“ füttern soll. Es gebe Futterautomaten mit Katzenfutter. Die haben wir zwar nicht gesehen, aber überall in der Stadt war Katzenfutter zu finden. Auch wenn die eine oder andere Katze nicht gerade gepflegt aussieht, Hunger leiden müssen sie nicht.
Wir gehen noch zum Nordtor kurz hinaus über den Fluss Scurda und die Scurda Brücke.
Noch ein paar Blicke in die Seitengassen von Kotor.
Wir endeten im Klub Invalida für ein loakeles Bierchen. Mit 3 Euro für eine Flasche ist das wohl die billigste „Kneipe“ in Kotor.
Gleich nebenan war noch eine recht neue Gelateria namens Perché. Auch die wurde noch ausprobiert und das Pistazieneis ist wirklich sehr empfehlenswert. 3,80 Euro kosteten zwei Kugeln.
Wir überlegten noch, in der Stadt zu essen. Aber irgendwie waren hier vor allem Pizza und Pasta im Angebot und das lag uns nicht. Wir liefen langsam zurück zum Hafen und fuhren um 19:10 Uhr mit dem Tender zurück zum Schiff. Duschen und für das Abendessen umziehen.
Die Sonne war schon hinter den Bergen untergangen und uns blieb nur die blaue Stunde:
Um 19:30 Uhr gab es, wie gewohnt, das Abendessen im Clipper Dining Room.
Wir gönnten uns in der Tropical Bar noch einen Absacker – einen Singapore Sling und einen Espresso Martini – letzterer steht nicht auf der Karte, ist aber kein Problem. Der Espresso Martini war übrigens sehr gut.
Anschließend wurde um 22 Uhr auf dem Aft Deck der Film „Captain Cook, The Man behind the Legend“ gezeigt. Der Film dauert 58 Minunten. Wir schauten nur kurz hoch, gingen aber noch vor Beginn ins Bett.
Weiter geht es mit Tag 8 der Reise mit der Star Clipper und den Klippenspringern von Dubrovnik.