Ganz unerwartet klappt am heutigen Anreisetag und Tag 1 der Reise mit der Explora I von Explora Journeys ein Ausflug nach Venedig samt einem schnellen Gelato-Test.
| Abfahrt von Fusina / Venedig: | 23:00 Uhr |
| Wettervorhersage: | 29 bis 31 Grad, sonnig |
Wir standen – für uns ganz normal – um 6 Uhr auf und machten uns fertig. Da unsere Tochter heute nicht da war, fuhren wir mit dem Auto zur S-Bahn, das unsere Tochter dann am Abend wieder abholte. Mit der S-Bahn um 7:54 Uhr ging es in Richtung Flughafen. Die App zeigte gestern schon, dass es losgeht.
Wegen der Sommerferien war ziemlich viel los. Unser Weg führte uns erst einmal in die Lounge auf einen Kaffee.
Unser Gate war G01, also am Nordende des Flughafens. Dort angekommen warteten wir noch kurz auf das Boarding unseres Air Dolomiti Flugs EN8234 nach Venedig. Air Dolomiti steht eigentlich immer am Vorfeld im Süden und von diesem Gate war die Fahrt besonders lang. Praktischerweise hatte der Bus keine Klimaanlage. Das war umso netter, als wir dann 25 Minuten vor dem Flieger warten mussten, bis endlich die vier Rollstuhlfahrer eingeladen waren.
Statt um 10:10 Uhr ging es dann auch erst 15 Minuten später los. Der Service beschränkte sich auf den Keks und das Wasser, aber das kannten wir ja schon von der letzten Reise. Und beim Abflug gab es einen schönen Blick auf München.
Wir kamen dennoch nach nur 35 Minuten Flugzeit pünktlich um kurz nach 11 Uhr in Venedig an. Das Gepäck ließ allerdings auf sich warten. Offenbar bestehen hier dieselben Verträge wie in München. Es kamen zwei Koffer, darunter der meines Mannes, und dann 20 Minuten nichts mehr. Irgendwann war dann mein Koffer auch da. Bei der Landung gab es nicht nur einen ersten Blick auf die Explora I sondern auch auf Venedig und den verlassenen Hafen.
Da von Explora Journeys kein Transport nach Fusina angeboten wurde, nahmen wir ein Taxi. 25 Minuten und 73,60 Euro später standen wir vor dem neuen Terminal in Fusina. Die Koffer wurden uns sofort abgenommen und mit Gepäckanhängern versehen. Die ausgedruckten Kofferanhänger wurden nicht benutzt. Wir konnten weiter ins Gebäude. Dort war kaum etwas los und wir kamen sofort an einen Tisch. Das Einchecken wird auch hier mit einem Tablet erledigt. Der Pass wurde nochmals eingelesen, obwohl alle Daten beim Check-in angegeben wurde. Dasselbe mit dem Foto, das wir mühsam hochgeladen hatten. Auch das wurde nochmals gemacht. Nur die Kreditkartendaten waren bereits vorhanden.
Weiter geht es an Bord. Dort erfahren wir, dass die Kabinen erst um 14 Uhr bezugsfertig sind. Es war aber erst kurz nach 12 Uhr. Vorab hieß es übrigens, der Check-in sei erst ab 13 Uhr möglich. Wir waren nicht die ersten Passagiere, die bereits am Terminal waren. Übrigens, gleich nach Betreten des Schiffs gab es eine Verwahrstelle für Handgepäck, das dann auf die Kabine geliefert wird. Da wir in unseren Rucksäcken unsere empfindliche Elektronik haben, nahmen wir sie doch lieber mit, auch wenn sie schwer sind.
Also erst einmal hoch zum Emporium Marketplace zum Mittagessen. Davor waren wir noch im Marble & Co. und machten eine Reservierung für das Abendessen heute Abend im Med Yacht Club sowie für den Seetag im Sakura. Online konnten wir vorab nur das Marble & Co. reservieren. Die Online-Reservierung vorab ist sehr mühselig. Es wird bei jeder einzelnen Abfrage geprüft, ob noch Kapazitäten frei sind. Das Sakura war beispielsweise gar nicht buchbar. Da sollte Explora Journeys noch etwas optimieren.
Danach ging es mit der Fotorunde los, die dieses Mal nur mich betraf, denn mein Mann war ja bereits zur Taufe an Bord. Der Pool war komplett leer, also Fotos machen. Weiter zum Kinderclub und runter ins Spa. Inzwischen waren die Kabinen freigegeben, also den schweren Rucksack endlich ablegen. Bei Temperaturen von 30 Grad kann ich schon nicht mehr sagen, wie viele Liter Schweiß heute bereits geronnen sind. Ich machte die Kabinenfotos. O.k., nicht alles war bereits fertig. Die Tasche und ein Kugelschreiber tauchten erst später auf. Aber der Champagner und die Geschenke waren bereits da. Ebenso mein Koffer, den ich gleich auspackte und mich umzog. Mein Mann hatte allerdings seinen Koffer noch nicht – ausgleichende Gerechtigkeit zum Flughafen. Das Begrüßungsschreiben hatten wir natürlich mal wieder nicht genau gelesen und damit übersehen, dass die deutschsprachigen Gäste übermorgen zu einem Treffen um 18:15 Uhr in der Explora Lounge eingeladen waren. Wir uns ein anderes Paar später erzählte, waren sie die Einzigen von insgesamt 15 deutschsprachigen Gästen, die gekommen waren.
Mein Mann hatte inzwischen an der Rezeption rausgefunden, dass doch ein Shuttle nach Venedig fuhr. Im Tagesprogramm für neue Passagiere stand das nicht. Gefahren wurde mit zwei Vans. Es war gerade – es war gegen 15 Uhr – keiner außer uns da, so dass wir sozusagen einen privaten Transfer hatten.
Der Van fuhr zur Piazzale Roma, wo eine Mitarbeiterin wartete. Wir hatten als Zeil eigentlich nur zwei Gelaterie, die wir uns vorab aus unserem Gambero Rosso Gelaterie d´Italia rausgesucht hatten. Wir ließen uns also durch die Gassen in Richtung Rialto Brücke „treiben“.
Irgendwann erreichten wir die Gelateria Gallonetto. Die Schlange war lang, aber es hat sich gelohnt! Die Gelateria hätte eigentlich aus unserer Sicht durchaus zwei Coni verdient, hat aber nur ein Cono. 3,50 Euro für zwei Sorten war preislich auch völlig in Ordnung. Ich hatte Kaktusfeige und Crema Venezia.
Es ging weiter zur Gelateria La Mela Verde. Obwohl etwas abseits des Touristenstroms, kosteten hier zwei Sorten schon 4 Euro. Gut, aber eher doch nur ein Cono.
Ein paar Sights of Venice:
Weiter ging es in Richtung Markusplatz:
Wir kämpften uns via Accademia Brücke zurück in Richtung Piazzale Roma.
Inzwischen schmerzten langsam die Füße. An einem Brunnen füllten wir unsere Wasserflasche noch auf. Leider war der Shuttle gerade weggefahren. Wir sollten doch in ca. 30 Minuten wieder kommen. Gut, wir finden eine kleine Bar Da Mattia und nutzen das Happy Hour Angebot mit einem Apérol Spritz und zwei Cichetti für 8 Euro. Pünktlich nach einer halben Stunde – also um 18:10 Uhr waren wir wieder an der Piazzale Roma. Die Dame, die uns fortgeschickt hatte, meinte nun, also die beiden Vans seien schon voll. Nein, wir können nicht nochmals 40 Minuten warten, denn wir haben eine Reservierung für 19 Uhr für das Abendessen. Das hatten wir schon beim ersten Mal gesagt. Am Ende muss ein anderes Paar warten. Aber uns erst wegschicken und dann sagen, dass wir noch länger warten sollen, geht gar nicht. Das war übrigens das einzige negative Erlebnis auf dieser Reise!
Auf der Fahrt sahen wir noch die in der Fincantieri Werft in Monfalcone in Bau befindliche Norwegian Luna.
Um 18:48 Uhr sind wir wieder an Bord. Schnell kurz unter die Dusche und umziehen. Ein paar Minuten nach 19 Uhr schaffen wir es zum Abendessen in den Med Yacht Club. Sehr lecker, aber das Eis war vermutlich doch etwas zu viel. Ich konnte irgendwann einfach nicht mehr.
Wir laufen hoch auf Deck 14 zur Sky Bar on 14 und trinken noch einen Champagner Cocktail bzw. einen Tiramisu Martini für mich. Zwar gibt es hier nur Kunststoffgläser, aber die sind sehr hochwertig und stilvoll von Koziol. Hinter der Lagune von Venedig geht ein großer Blutmond auf.
Um 21:45 Uhr gehen wir in die Journeys Lounge. Dort ist der Opening Act: Funk & Soul mit der fünfköpfigen Band bevor um 22:15 Uhr die Show „Motorcity“ mit der Band sowie den sechs Sängerinnen und Sängern beginnt. 45 Minuten Unterhalten mit alten Motwon Songs. Davor stellte Cruise Director Adam aus UK noch seine „Mannschaft“ vor.
Die Abfahrt war eigentlich für 23 Uhr angekündigt. Gesehen hätte man ohnehin nichts, aber schon während der Show spürten wir die Motoren und es ging bereits los. Danach fallen wir allerdings doch ins Bett. Jetzt lag auch die Tasche auf dem Bett, die zur Kabinenausstattung gehört.
Weiter geht es mit Tag 2 an Bord der Explora I von Explora Journeys und den Mosaiken von Ravenna.