An Tag 4 der Reise mit der Explora I von Explora Journeys liegen wir am Pier der italienischen Stadt Brindisi. Von dort aus nehmen wir den Zug ins barocke Lecce.
| Ankunft in Brindisi: | 9:00 Uhr |
| Abfahrt nach Nydri auf Lefkada: | 19:00 Uhr |
| Wettervorhersage: | 29 bis 30 Grad, sonnig (es waren 35 Grad in Lecce und 34 Grad in Brindisi) |
Ich war um 6 Uhr wach und gerade ging die Sonne auf. Ich hatte gar nicht erwartet, den Sonnenaufgang heute vom Balkon aus zu sehen.
Wir machten uns langsam fertig. In der App stand dummerweise, dass der Emporium Marketplace bereits um 7 Uhr zum Frühstück öffnet. Richtig war dann doch 7:30 Uhr. Ich nahm mir am Automaten schon einmal einen Cappuccino. Als das Buffet bereit war, gab uns der Maitre Bescheid. Heute nahm ich den Avocado Toast mit einem poschierten Ei und ansonsten nur Beeren und Obst.
Wir waren schon kurz vor dem Hafen von Brindisi und gingen hoch an Deck. Die Hafeneinfahrt ist sehr eng und daher durchaus spannend. Wir drehten vor der Altstadt und legten am Terminal di Levante an. Auch das Drehen war spannend, da wir geradeaus auf die Stadt zufuhren.
Wir wollten heute mit dem Zug nach Lecce fahren. Der erste Zug ging um 9:16 Uhr. Eigentlich sollten wir erst um 9 Uhr anlegen, aber wir waren doch ein paar Minuten früher dran. So verließen wir als Erste das Schiff. Dummerweise sagte uns nach dem Hafengebäude niemand, in welche Richtung es weitergeht. Wir liefen nach links und der Zaun endete einfach nicht. Irgendwann war die Hafenausfahrt erreicht und wir liefen in einem großen Bogen zum Bahnhof. Am Schalter kaufte ich die Fahrkarten für die knapp eine halbe Stunde dauernde Fahrt nach Lecce. 3,40 Euro kostet die einfache Fahrt im Regionalexpress. Die Fahrkarten müssen am Bahnsteig entwertet werden. Übrigens ganz neue Züge mit Toilette, Ladestation für E-Bikes, Steckdosen und UBS-A Anschlüssen. Wenn der Zug eine Verspätung von mehr als 15 Minuten hat, wird automatisch der Fahrpreis auf die Kreditkarte zurückgebucht. Er hatte aber keine Verspätung. Meine Italienisch-Übungen mit Duolingo waren offenbar erfolgreich. Ich kaufte die Fahrkarte, fragte nach dem Entwerten und auf welchem Gleis der Zug abfährt. Die Dame am Schalter lächelte und antwortete und hätte sicher auch Englisch verstanden.
Erneut verließen wir uns auf einen Rundgang mit der App GPSmyCity. Google Maps brachte uns zum Beginn der Route, der Porta Napoli, die etwa einen Kilometer entfernt war.
Gegenüber von der Porta Napoli ist der Obelisk Terra d´Otranto und daneben die Kirche Santa Maria della Porta o di San Luigi Gonzaga.
Auf der Route war die erste Gelateria, die wir uns herausgesucht hatten, aber leider machte Baldo Gelato erst um 12 Uhr auf. Der Palazzo dei Celestini, der noch als Sehenswürdigkeit genannt wurde, war leider in Renovierung und nur ein Foto vom Innenhof war möglich.
Bei der Basilika Santa Croce erstanden wir für 21 Euro ein Eintrittsticket, das insgesamt neun Kirchen und Museum inklusive des Campanile des Doms umfasst. Nur der Campanile kostet 12 Euro.
Daneben liegt noch das Hebräische Museum, das wir aber nicht besuchten.
Wir liefen die Route weiter zur Piazza Sant´Oronzo. Dort ist die zweite Gelateria, eigentlich eine Pasticceria, die Pasticceria Natale, die auch für das Pudding gefüllte Gebäck Santa Pasticciotto bekannt ist. Also nahmen wir ein solches Teilchen für 2,20 Euro mit. Das Eis kostete 4 Euro für zwei Sorten. Mein Mann nahm das neue Saffraneis und Mustazzolo. Ich probierte die andere Spezialität Maria D´Enghien und Stracciatella Thai. Zwei Coni im Gamero Rosso sind gerechtfertigt für das Eis. Ein Stück von dem Puddinggebäck wurde auch noch erstanden und später beim Mittagessen verzehrt.
Danach ging es zum römischen Amphitheater am Platz.
Weiter ging es zur Kirche San Matteo, für die auch unser Ticket galt.
Auf dem Weg zur Kathedrale liegt in einer Seitengasse noch das römische Theater. Hier ist nur ein Blick durch den Bauzaun möglich.
Bei der Kathedrale Maria Santissima Assunta angekommen, besichtigten wir diesen erst einmal von innen. Sehr beeindruckend ist auch die Krypta mit der großen Säulenhalle.
Dann ging es weiter zum Campanile. Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich nun bei 34 Grad Treppen nach oben laufen muss, aber es gibt einen Aufzug und die Aussicht ist phänomenal.
Wir beschlossen nochmals zu Baldo Gelato zu gehen, denn inzwischen war es 12 Uhr. Und ich kann nur sagen, gut, dass wir das gemacht haben. Zwei Schwestern betreiben die Gelateria. Die eine macht das Eis, die andere verkauft. Es gibt ganz besondere Sorten wie z.B. Olive oder eine lokale Gurke. Wir durften mehrere Sorten probieren, um sicher zu gehen, ob wir sie wirklich wollen. Der mittlere Becher kostet 4,50 Euro und man kann entweder zwei oder drei Sorten bekommen. Ich entscheide mich für Tesoro di Papa und Meloncella di Salente con Cupeta Leccese (die lokale Gurkenart). Hier wären eindeutig drei Coni und nicht nur zwei angemessen!
Auf dem Weg zum Bahnhof kamen wir noch an der Kirche Santa Chiara vorbei, für die das Ticket ebenfalls galt. Also noch einen Abstecher in diese Kirche.
Am Bahnhof angekommen hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Zug um 13:16 Uhr. Wir holten uns in der Bar in Bahnhof ein Arranccino mit Schinken und eine Foccaccia mit Schinken, Salami und Käse. Außerdem noch zwei Flaschen Wasser, denn unser Vorrat war aufgebraucht. Außerdem aßen wir unser Pasticciotto. Letzteres war inzwischen leider etwas zerbrochen. Dann ging es zurück nach Brindisi.
Wir probierten es nun rechts vom Schiff (aus gesehen). Tja, dort an der Piazza Vittorio Emmanuele II war der eigentliche Ausgang bzw. Eingang. Von dort aus wäre der Weg zum Bahnhof auch kürzer gewesen. Aber dennoch muss man an beiden Gebäuden vorbei bis zu der Stelle, wo wir uns am Morgen für die falsche Richtung entschieden hatten.
Zurück an Bord ging es unter die Dusche. Um 15 Uhr mussten wir für die Brückenführung und die Führung in den Maschinenkontrollraum fertig sein. 15 Leute hatten sich angemeldet. Die Erklärungen waren an beiden Orten sehr ausführlich und auch wir haben wieder etwas Neues gelernt. Nur durften leider keine Fotos gemacht werden. Die Führung dauerte etwa eine Stunde.
Wir überlegten, ob wir noch eine Runde durch Brindisi drehen sollten. Ich hatte online einen ausdruckbaren Plan (pdf) mit einem Rundgang gefunden. Die Entscheidung wurde uns abgenommen. Mein Mann öffnete die Balkontür… nein, viel zu heiß. Da gehen wir lieber hoch in die Explora Lounge und genießen den Afternoon Tea.
Ich holte später noch mein Laptop, um weiter zu schreiben. Die Fotos hatte ich gestern noch alle geschafft. Noch hoch in die Sky on 14 Bar für ein Gläschen Champagner. Dort ist der DJ tätig.
Wir schauten im Emporium Marketplace vorbei, aber heute gab es keine King Crab Legs. Also versuchten wir einfach unser Glück beim Sakura. Ja, wenn wir draußen sitzen wollen, dann geht es. Also ein schönes Plätzchen außen gesucht. Hatte auch den Vorteil, dass wir das Ablegen und die Abfahrt um 19 Uhr beobachten konnten.
Auch für den Sonnenuntergang hat es noch gereicht.
Nach dem Abendessen gingen wir noch auf einen Lemon Drop Martini und einen Golden View in die Explora Lounge. Dort gibt es auch immer Musik.
Heute gab es wieder zwei Shows mit dem Pianisten Martin Kaye, der auch schon den Jerry Lee Lewis in der Show „Million Dollar Quartett“ gespielt hat. Auf Deutsch hieß die Show „Das Klavier-Kraftpaket“ im Original „The Piano Power Package“. Wir schafften die erste Show um 21 Uhr. Und was für eine sensationelle Show! Unglaublich, was der Mann am Klavier macht. Gesangstechnisch ist er ebenfalls sehr gut. Er wird in zwei Tagen noch eine Elton John Show machen. Wir fragten uns, wie viele Klavierstühle verschleißt er so pro Jahr?
Danach ging es für uns ins Bett. Heute Nacht wurden die Uhren auf griechische Zeit um eine Stunde vorgestellt. Eine entsprechende Karte lag auf der Kabine. Der Mond stand hoch am Himmel.
Die Silent Disco um 22:00 Uhr in der Astern Lounge verpassten wir.
Weiter geht es mit Tag 5 der Reise mit der Explora I von Explora Journeys und einem Besuch des antiken Nikópolis von Nydri auf Lefkada aus.