MS Ivan Bunin in Jaroslawl

Russland mit der MS Ivan Bunin

Tag 2 St. Petersburg

Um 7:15 Uhr ging das Kabinenradio mit dem „Weckruf“ (Musik) an. Wir waren aber ohnehin schon vorher wach. Frühstück gab es ab 7:30 Uhr. Die zugewiesenen Plätze im Restaurant gelten übrigens für alle Mahlzeiten. Das Frühstücksbuffet umfasst Aufschnitt, Käse, Gurken, Tomaten, Oliven, Müsli, Obst, Obstsalat, verschiedene Brotsorten und süße Teile sowie warme Eierspeisen und russische Spezialitäten wie Blini oder Quarkkeulchen und mehr. Natürlich gibt es auch diverse Säfte, Milch, Kefir, Trinkjoghurt und Kaffee und Tee – hier einmal ein kleiner Rundgang erst links die Reihe mit Saft, Wurst und Käse und anschließend rechts beginnend mit der kleinen Brotstation und endend bei der großen Brotstation:

Am Heck gab es ein weiteres kleines Frühstücksbuffet:

Die inkludierte Stadtrundfahrt durch Sankt Petersburg begann um 9 Uhr. Die Busse stehen oben auf der Straße. In rund 3 Stunden ging es durch die gesamte Innenstadt von Sankt Petersburg mit Fotostopps am Smolny-Institut mit der Kathedrale, der Blutskirche (Auferstehungs-Kathedrale), der Newa-Brücke bei der Eremitage mit den ehemaligen Leuchttürmen – Rostra-Säulen – und abschließend der Isaaks-Kathedrale. Dort konnte, wer wollte, sich abmelden und die Stadt weiter allein erkunden. Leider waren das Smolny-Kloster und auch die Eremitage im Gegenlicht, so dass ich insbesondere bei Letzterer heute auf Fotos verzichte. Es ging natürlich auch über den Newsky-Prospekt vorbei am Singer-Haus, der Kasan-Kathedrale und der Admiralität.

Gerade rechtzeitig um 12:30 Uhr kamen wir zum Mittagessen zurück an Bord, das übrigens wie das Abendessen aus einem Salat, Suppe, Hauptgericht und Nachspeise besteht. Der Salat steht immer bereits auf dem Tisch. Mittags gab es immer Eis zum Nachtisch. Die ersten Tage gibt es nur ein festes Menü, für morgen Abend durften wir bereits auswählen.

Um 13:30 Uhr ging es schon weiter mit dem Ausflug in die Parkanlagen von Schloss Peterhof (46 Euro). Eine knappe Stunde Busfahrt stand uns bevor. Die Park- und Brunnenanlagen sind wirklich beeindruckend. Unsere Führerin Nina machte zunächst einen gut einstündigen Rundgang mit uns. Schon beeindruckend, Zar Peter der Große hat sich die Brunnen selbst ausgedacht. Diese funktionieren übrigens gänzlich ohne jegliche Pumpen – nur durch natürlichen Wasserdruck. Dass Peter der Große auch über Humor verfügte, zeigen die zahlreichen Spaßbrunnen. Mitten auf einem breiten Spazierweg gehen plötzlich seitlich Fontänen an und durchnässen die Besucher (keine Sorge, auf einem Schild stehen die Uhrzeiten). Bei einer pilzförmigen Liebeslaube schaltet sich ein undurchdringlicher Wasservorhang ein und „fängt“ so die sich darunter befindlichen Liebenden. Bei anderen Brunnen suchen die Kids nach einem Zauberstein, der die Fontänen auslöst. Wer genau hinsieht, kann den Herrn mit Basecap entdecken, der mit einem Rad das Wasser aufdreht. Anschließend blieb eine weitere Stunde Freizeit. Wir gingen zurück zu den besten Fotospots und danach noch in den oberen Teil des Parks auf der anderen Seite des Palasts, wo es deutlich ruhiger war und ohne Menschenmassen. Danach schlenderten wir noch durch die zahlreichen Souvenirstände. Übrigens hätte es im gesamten Park kostenloses WLan gegeben, was wir aber erst beim Hinausgehen entdeckten. Um 17 Uhr trafen wir uns wieder am Bus. Hier nur eine kleine Auswahl meiner Eindrücke der Parkanlagen von Schloss Peterhof:

Anschließend noch ein paar Bilder aus dem oberen Garten vor dem Schloss Peterhof:

Supermarkt gegenüber dem Hafen
Supermarkt gegenüber dem Hafen

Gegen 18 Uhr waren wir zurück am Schiff, gingen aber noch gegenüber in den Supermarkt und deckten uns mit Wasser ein (die weiße 5 auf rotem Grund mit den verklebten Fenstern ist der Supermarkt, gut erkennbar vom Oberdeck, geöffnet von 9 – 23 Uhr).

Weiter ging es um 19:30 Uhr mit dem Abendessen, das wir für zwei kurze Fotopausen für die abfahrende Sankt-Peterburg, dem ersten Schiff der Vladimir-Ilyich-Klasse, und Grand Rus unterbrachen. Außerdem hatte sich in der Nacht eine Sergej Djagilew (Rachmaninov prestige, ebenfalls ein Schiff der Orthodox Cruise Company aus der Dmitriy-Furmanov-Klasse) vor uns gelegt.

Um 20 Uhr verließ der Ausflug „Mit Metro und zu Fuß“ das Schiff (2 Stunden, Perlen von St. Petersburg, 25 Euro). Die Newa-Kanal-Fahrt (Kanalfahrt auf der Newa, 41 Euro) fuhr um 20:15 Uhr mit dem Bus in die Stadt. Bei der roten Brücke an der Mojka bestiegen wir das Boot. Da am Isaaksplatz die blaue Brücke gerade renoviert wird, gibt es keine komplette Kanalrundfahrt, sondern es wird umgedreht und teilweise dieselbe Strecke zurückgefahren. Von der Mojka ging es über den Winterkanal auf die Newa und links vom Sommergarten auf die Fontanka. Dort drehten wir nach dem Zirkus um und fuhren über einen weiteren Kanal zurück auf die Mojka. Die Fahrt dauert gut eine Stunde. Die Sehenswürdigkeiten wurden durch eine der Reiseleiterinnen erläutert. Sowohl für diesen Ausflug als auch für den Ausflug nach Peterhof wurden wir übrigens mit Kopfhörern und Empfängern ausgestattet. Wer auf eigene Faust eine Kanalfahrt machen möchte, dieser Anbieter hat auch deutschsprachige Erläuterungen. Hier einige Eindrücke von der abendlichen Bootsfahrt:

Gegen 22:30 Uhr waren wir zurück an Bord und fielen mehr oder minder gleich ins Bett, denn morgen hieß es noch etwas früher aufstehen!

Anmerkung: Cruisediary.de fuhr mit der Ivan Bunin auf Einladung von Phoenix Reisen.