auch die Crew fotografiert

Tag 5 Sir Bani Yas Island / Vereinigte Arabische Emirate

Nach der ursprünglichen Route wären wir heute in Manama / Bahrain von 7:00 bis 16 Uhr. Jetzt versuchen wir zum zweiten Mal, Sir Bani Yas Island (Karte) anzulaufen.

Ankunft: 9:00 Uhr
Abfahrt: 18:00 Uhr
Sonnenaufgang: 6:53 Uhr
Sonnenuntergang: 17:50 Uhr
Wettervorhersage: 19° – 22°C, sonnig
Entfernung bis Dubai: 172 Seemeilen
Dress Code: Gala

Die Ankunft bei Sir Bani Yas Island war für 9 Uhr angekündigt. Treffpunkt für die von uns gebuchte Jeep Safari (SBY05, Gruppe A, Dauer 1,5 Stunden, 62,90 Euro pro Person / online 52 Euro pro Person) war um 8:45 Uhr in der Sports Bar.

Der Wecker war also auf 7 Uhr gestellt. Ich hatte ausnahmsweise heute eher schlecht und unruhig geschlafen und ging schon vor 7 Uhr ins Bad. Immerhin, der Blick aus dem Fenster lies hoffen, es war kein nennenswerter Nebel zu sehen. Erst mal rauf an Deck, denn vor dem Schiff ging die Sonne auf. Nur dummerweise gibt es außer im Yacht Club keine Möglichkeit, nach vorne raus zu fotografieren. Mir fiel noch das Fitness Studio ein, aber die Tür auf das Außendeck war verschlossen. Also runter auf Deck 5 ins Hauptrestaurant zum Frühstück.

Danach fertig machen, Badesachen einpacken (eine Rückfahrt zum Schiff hätte sich zeitlich nicht gelohnt, Handtücher muss man von Bord mitnehmen) und ab in die Sports Bar. Klar es war erst 8:45 Uhr und wir waren noch gar nicht da. Die Crystal Esprit folgte uns übrigens von Doha nach Sir Bani Yas und war hinter uns. Aber wir kamen der Insel immer näher. Nun gut, bis die Tender endlich bereit waren, war bereits über eine Stunde vergangen. Vier Touren und zwei Tender-Tickets waren für 8:45 Uhr gemeldet… der Rest dürfte sich „leicht“ verschoben haben. Tatsächlich waren wir erst gegen 10 Uhr an Land.

An Land angekommen wurden die Touren aufgeteilt. Weit über 10 Jeeps fuhren in zwei Gruppen die Tour. Unter „Jeep“ hatte ich mir eher ein offenes Allrad-Fahrzeug mit vier Sitzen vorgestellt. Nein, es waren geschlossene Fahrzeuge mit acht Sitzplätzen. Nach einigem etwas unfreundlichen Hin- und Her hatten alle Plätze gefunden und die Fahrt ging los. Der Anfang ist eher langweilig, aber immerhin wir sahen schon die ersten Giraffen in der Ferne. Leider ließen sich die fünf Geparden nicht blicken. Sie befinden sich in einem abgezäunten Bereich, an dem wir vorbeifuhren. Der Rest war dafür – gut es war „Essenszeit“ sehr zeigefreudig, Antilopen, Gazellen, Strauße, Emus, Schafe und Pfauen ließen sich ebenso fotografieren wie Giraffen. Insgesamt auch ohne Geparden ein sehr schöner Ausflug.

Anschließend erkundeten wir den Sir Bani Yas Cruise Beach, bei dem es sich um einen aufgeschütteten Sandstreifen handelt, der mit der eigentlichen, natürlichen Insel über eine Art Brücke verbunden ist. Zentral beim Tenderbereich gibt es einen großen Picknick-Bereich, wo es später auch das Mittagessen gab. Der Strand steht voll mit Liegen und Sonnenschirmen – beidseits. Dazwischen befinden sich Toilettenanlagen, Duschen am Strand und Bars. In einem Bereich gibt es mietbare Cabanas und weiter hinten wird auch Massage am Strand angeboten. Bargeld benötigt man nur, wenn man Shisha rauchen möchte. Alles andere geht mit der Bordkarte. Die Getränkepakete gelten auch hier. Ganz hinten ist zudem ein Bereich für Yacht Club Gäste, die mit einem Golf Cart transportiert werden. Mittig beim Tenderanleger ist zudem die Station für die Ausflüge mit dem Stand-Up Paddelboard, den Kayaks oder den Fahrrädern. Auch Schnorchelausrüstung kann man ausleihen, es gibt aber nicht wirklich etwas zu sehen. Am Strand sind übrigens zahlreiche Life-Guards, die streng darauf achten, dass niemand über die Absperrung schwimmt. Im Bereich zwischen Insel und Strand entdeckten wir zudem Flamingos. Für den Nachwuchs gibt es einen umzäunten Spielplatz an Land und natürlich eine aufblasbare Rutschen- und Kletterlandschaft im Wasser (ohne Zusatzkosten).

Das Mittagessen waren eher Burger, Hot Dogs und Salate. Ich hatte eine Art Burrito mit Rindfleisch. Dazu gab es Cookies und zweierlei Melone. Wasser stand kostenlos zur Verfügung.

Mit meiner Erkältung zog ich es vor, nicht ins Wasser zu gehen. Aber unsere Tochter schwamm ausgiebig. Es war doch etwas windig, aber nicht kühl.

Gegen 15 Uhr beschlossen wir, wieder an Bord zurückzukehren. Wir hatten Glück, denn nach uns bildete sich doch eine beachtliche Schlange. Übrigens wurde hier auch ein Rollstuhlfahrer in den Tender gehievt, obwohl es ziemlich heftig schaukelte.

Zurück an Bord hieß es erst einmal, den Sand wieder los zu werden. Außerdem war heute der zweite Gala-Abend, so dass wir uns entsprechend umziehen mussten. Anschließend genossen wir den Sonnenuntergang und sahen der Crystal Esprit bei der Abfahrt zu.

Also erst einmal um 18:30 Uhr zum Gala Abendessen – erneut kreiert von Starkoch Carlo Cracco. Das Abendessen endete mit einer Baked Alaska Parade – allerdings mit elektrischen Teelichtern. Da es heute ausschließlich etwas mit Eis gab, verzichtete ich zugunsten meiner Halsschmerzen gänzlich auf einen Nachtisch.

Um 20:45 Uhr waren wir zur Welcome Back Party des MSC Voyager Club mit dem Kapitän in die Liquid Disko eingeladen. Leider ein denkbar schlechter Ort für eine solche Veranstaltung, Nur ein kleiner Teil der Disko hat direkten Blickbezug zur Tanzfläche, wo die Reden stattfanden. Entsprechend hatten – einschließlich uns – locker drei Viertel der Anwesenden gar keine Sicht. Nach einer kurzen Rede von Kapitän Maresca und Cruise Direktor Jimmy war das Ganze auch wieder vorbei. Immerhin gab es jetzt nochmal – ohne lange Schlangen – die Möglichkeit, ein Foto mit dem Kapitän zu machen. Da wir als Black Member ohnehin ein Foto (im Wert von 11 Euro) frei haben und das in den Preisrahmen passt, haben wir uns mal fotografieren lassen. Übrigens bei anderen Fotos zahlt man dann die Differenz. Die Getränkeauswahl bestand aus Sekt und einer undefinierbaren roten – nicht alkoholischen – Flüssigkeit, wozu unsere Tochter meinte, dass der Apfelsaft von gestern im Vergleich dazu noch gut gewesen wäre. Die Snacks waren Kartoffelchips und Oliven.

Im Theater gab es heute um 21:30 Uhr die Show Starwalker – eine Michael Jackson Tribute Show. Erneut tolle Akrobatik, Tänzer ganz o.k. aber mit Schwächen, gesanglich aber ist die Männerstimme eine glatte Fehlbesetzung, da der Herr leider die englischsprachigen Lieder nicht ohne extremen Akzent singen kann. Am Anfang fand noch eine Verlosung statt und da morgen Abend in Dubai keine Show ist, war dies auch die Abschiedsshow mit Aufmarsch der Offiziere und Departments.

Motto der nächtlichen Unterhaltung ab 23:15 Uhr war Rock´n Roll Night. Wie immer zu spät für uns. Der morgige Tag wird anstrengend mit gleich zwei Ausflügen und einem späten Abendessen.

Tja, und da kam bereits die Überraschung des Abends. Der Ausflug zum Burj Khalifa sollte erst um 20:15 Uhr mit dem Treffen in der L´Insolito Lounge beginnen. In der Ausflugsbeschreibung auf der deutschen Website stand etwas von „Voraussichtliche Ankunftszeit: ca. 19:30 Uhr“ – der Begriff Ankunftszeit war allerdings interpretierbar – ob die Rückkehr zum Schiff gemeint war (meine erste Interpretation) oder die Ankunftszeit am Burj blieb offen. Der Ausflug soll immerhin vier Stunden dauern (im Programm auf der Website 3,5 Stunden). Da sind wir ja erst nach Mitternacht zurück. Einen anderen Ausflug gibt es aber nicht und jetzt noch selbst Tickets buchen ist aussichtslos. Eine Stornierung wurde uns übrigens nicht gestattet, obwohl die Ausflugsbeschreibung in einem ganz wesentlichen Element abweicht. Wir hatten ja auch das Abendessen extra für Morgen beim Mexikaner gebucht. Das mussten wir nun noch auf die Schnell zeitlich verlegen.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der MSC Fantasia auf Einladung von MSC.