Mit der Majesty of the Seas auf die Bahamas

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Den Online-Check-In hatten wir gestern schon gemacht und die Boardingpässe ausgedruckt. Bislang – so auch zuletzt bei der Navigator – war die Gepäckfreigrenze bei Flügen, die über Royal Caribbean International gebucht wurden, immer zwei mal 23 kg. Bei diesem Flug leider nicht mehr.

Pünktlich zur Abreise kündigten sich gleich mehrere „Katastrophen“ an. Die Lufthansa Piloten erklärten die Tarifverhandlungen als gescheitert und drohten mit Streik. Das betrifft uns wenigstens für den Hinflug noch nicht, denn so schnell sind die Piloten mit dem Streik dann auch nicht. Dann gibt es in Island wieder einen Vulkan, der vor dem Ausbruch steht und laut den Nachrichten am heutigen Morgen nun tatsächlich ein klein wenig ausgebrochen ist. Ein Problem, das ebenfalls unsere Heimreise betreffen könnte. Akuter ist aber eine Schlechtwetterzelle nördlich von Hispaniola, die eine 80% Wahrscheinlichkeit hat sich zu einem Tropensturm zu entwickeln und die heute auf den Bahamas wüten soll. Mal sehen, ob uns das erwischt, denn die Wettervorhersage für die nächsten 10 Tage ist nicht so optimistisch, 30 Grad aber 60 – 80% Regenwahrscheinlichkeit.

Koffer an der S-Bahn
Koffer an der S-Bahn

Um 4:45 Uhr hieß es aufstehen und es schüttet in Strömen! Wie kommen wir halbwegs trocken zur S-Bahn? Unser üblicher Parkplatz ist auch noch belegt, so dass wir keinen Tiefgaragenstellplatz für die nächsten drei Wochen haben. Nun denn, wir haben es einigermaßen trocken geschafft, nur ich habe nun einen nassen Schirm im Handgepäck. Am S-Bahnhof fiel mir noch ein Tipp ein, den ich mal auf Cruisecritic gelesen hatte: Fotos vom Gepäck machen für den Fall des Gepäckverlusts. Mit dem Foto lassen sich die Gepäckstücke leichter beschreiben. Also schnell noch die Koffer aufgereiht und fotografiert.

LH095 München - Frankfurt
LH095 München – Frankfurt

In der S-Bahn kam noch eine Mail, dass sich unser Abfluggate geändert hat. Ansonsten stand alles auf „Normal“ für unseren LH095 um 8:00 Uhr von München nach Frankfurt, der uns pünktlich nach Frankfurt brachte.

A380 New York
A380 New York

Dort ging es weiter zum Gate Z66. Auf dem Weg dorthin noch die Passkontrolle. Z66 ist fast am äußersten Ende. Auf uns wartete die A380 mit dem Namen New York.

LH462 Frankfurt - Miami
LH462 Frankfurt – Miami

Mit der LH462 ging es um 10:30 Uhr weiter in Richtung Miami. Ich muss schon sagen, deutlich angenehmer als die 747-400, mit der wir das letzte Mal geflogen sind. Viel ruhiger und natürlich mit In-Seat-Entertainment, das aber irgendwie kaum aktuelle Filme enthielt. Wir hatten Reihe 58 auf der rechten Seite (H, J, K) kurz vor dem Flügel und die vorletzte Reihe vor zwei Toiletten und der Küche.

Dal, Reis und Kartoffelcurry
Dal, Reis und Kartoffelcurry

Aufgrund früherer Erfahrung hatten wir uns vorab Sondermahlzeiten bestellt. Die kommen nämlich vor dem normalen Essen und es gibt nicht die „Entschuldigung, dass wir nicht auch noch für den letzten die Auswahl bereit halten können“. Das normale Menü war heute Gulasch mit Kartoffelbrei oder Spinat-Käse-Ravioli mit Käsesauce. Ich hatte das asiatisch-vegetarische Menü, das ich nur empfehlen kann. Sehr schmackhaft und spicy!!

Bohnen, Reis und Spinat
Bohnen, Reis und Spinat

Gut zwei Stunden vor der Landung gab es noch ein zweites warmes Essen. Während des Flugs wurden die weißen Zollformulare verteilt. Die Flugbegleiterin fragte ausdrücklich danach, ob es sich um einen Haushalt handele und ob eventuell unterschiedliche Nachnamen bestünden, denn dann müssten wir zwei Formulare ausfüllen. Hmm, mussten wir noch nie! Mussten wir auch im Nachhinein nicht. Ein Formular reichte – trotz unterschiedlicher Nachnamen.

Manhatten aus 12 km Höhe
Manhatten aus 12 km Höhe

Während des Flugs öffnete ich nach einem Blick auf die Karte kurz den Rollo und dachte mir, das sieht doch wie Long Island aus. Bei genauem Hinsehen, konnte man Manhatten aus 12 km Höhe erkennen. Auf dem Foto muss man allerdings schon sehr genau hinsehen.

Allure of the Seas in Port Everglades
Allure of the Seas in Port Everglades

Kurz vor der Landung führt die Route über Port Everglades. Der Platz auf der rechten Seite lohnte sich, denn der Blick auf die Allure oft he Seas im Hafen war prima. Pünktlich um 14:25 Uhr landeten wir am Miami Airport.

In Miami gibt es inzwischen auch Automaten. Wer seit 2008 einmal mit ESTA eingereist ist, kann die Immigration nun am Automaten machen. Nur war leider kein Beamter in der Nähe, der die Ströme teilte – der kam erst nachdem wir bereits in der normalen, aber kurzen Schlange standen und die Schilder standen so, dass man sie nur von der Schlange aus sehen konnte, nicht aber, an der Stelle, wo sich die Ströme hätten teilen müssen. Dann erwischten wir auch noch eine Plaudertasche, die für jeden locker 5 Minuten brauchte, während der Kollege nebenan gleich zwei Parteien abfertigte. Aber nett war sie… Erst als sie das Visum meines Mannes sah, glaubte sie ihm, dass er wirklich Journalist von Beruf ist.

Die Koffer waren bereits am Band. Mein Koffer war sogar schon zu Seite gestellt. Trotz allem ging die Immigration vergleichsweise schnell.

B2 Miami Downtown am Abend
B2 Miami Downtown am Abend

Mit dem Taxi (knapp 24 Dollar) ging es zu unserem Hotel in Downtown Miami, dem B2 Downtown Miami am Biscayne Boulevard gegenüber dem Bayside Marketplace (seit Oktober 2014 heisst das Hotel YVE). Um 15:45 Uhr waren wir im Zimmer, zogen uns kurz um und machten uns auf den Weg. Miami hat seit kurzem kostenlose Trolley-Busse. Da gerade einer der Brickell-Linie vorbei kam, stiegen wir ein und fuhren eine Runde. Nach der American Airlines Arena öffnet sich kurz der Blick ins Hafenbecken, wo sich die Carnival Breeze und die Carnival Conquest zum Auslaufen bereit machen.

Miami Trolleys Haltestelle
Miami Trolleys Haltestelle

Ziemlich am Ende der Strecke kommt der Trolley in Mid-Town übrigens noch an einem großen Einkaufzentrum vorbei (Marshalls, Ross Dress For Less, Sports Authority, Target und andere). Auf dem Hinweg hatten wir entlang der Route einen Publix Supermarkt entdeckt und stiegen dort auf dem Rückweg aus, um uns etwas zum Frühstück zu kaufen und natürlich Wasser – bei 34°C im Schatten unerlässlich. Erst als wir wieder am Hotel ankamen, sahen wir, dass gleich neben dem Hotel an der Ecke ein CVS Drugstore ist, der auch Sandwiches, Wasser und ein bisschen Obst hat. Weiter in Richtung Süden im nächsten Gebäude ist zudem ein SevenEleven Supermarkt.

Übrigens die Linie Coral Way der Trolleys fährt auch zum Hafen. Allerdings sind die Trolleybusse nicht dafür geeignet, Gepäck mitzunehmen.

Wir gingen zum Bayside Marketplace und sahen uns die Shops an. Zum Abendessen führte uns der Weg – wie schon des Öfteren – zur Bubba Shrimp Company. Ein leckerer Salat mit Erdbeeren, Birne, Pecannüssen, Fetakäse und Himbeer-Dressing für mich, ein Shrimp-Cocktail für unsere Tochter und ein Shrimp-Andouille Gericht mit Kartoffelbrei für meinen Mann. Lecker!

Danach noch ein kleiner Abendspaziergang im Bayfront Park am Wasser entlang. Gegen 20 Uhr waren wir wieder im Hotel und machten uns für die Nacht fertig. Ein bisschen aushalten mussten wir schon noch, um halbwegs den Jetlag zu verkraften.

Dafür sorgte erst mal das Nachbarzimmer für eine gewisse Unruhe, das wohl den Fernseher etwas überlaut laufen lies und über die Verbindungstür uns mit spanischen Telenovelas beschallte.

Das B2 Miami Downtown ist ein neues, stylisches Hotel (seit Oktober 2014 YVE). Das Zimmer verfügt über einen Flachbildfernseher, Telefon, Bügeleisen, Bügelbrett, Safe, Fön und ein sehr großes Bad mit Kosmetika. Erstaunlicherweise gibt es keine Kosmetiktücher und auch keine Kaffee-Maschine. Im Erdgeschoss ist es ein Restaurant, dass auch – kostenpflichtig – Frühstück anbietet. Fitness-Center und Business-Center sind ebenfalls vorhanden. Für das Restaurant erhält man einen Kaffeegutschein und wer Abends einen Cocktail trinkt, erhält einen kleinen, kostenlosen Snack. Wir haben allerdings nur den Kaffeegutschein ausprobiert. Einfach ins Restaurant gehen und dort den Gutschein vorzeigen. Gleich am Eingang sind Kaffee und Tee zur Selbstbedienung Unser Zimmer 415 lag in einem zurückversetzten Gebäudeteil zur angrenzenden Hochgarage und hatte ein schmales Fenster Richtung Straße. Der Verkehrslärm ging im Rauschen der Klimaanlage unter. Neben zwei Queen Size Betten gab es ein weißes Sideboard mit vier tiefen Schubladen sowie einem Schreibtischbereich, einen Sessel und einen Hocker sowie einen Einbauschrank. Das sehr große Bad verfügt über eine Badewanne und ein großes, aber flaches Waschbecken sowie ein WC. Auf dem Boden war ausreichend Platz, so dass wir dort unsere Koffer ausbreiteten. Das B2 liegt zwei Gebäude neben dem Holiday Inn Downtown, das immer unter Kreuzfahrern empfohlen wird. Von der Lage und Ausstattung ist das B2 definitiv eine gute Alternative zum Holiday Inn. Das YVE verlangt nun als „daily facilities service charge“ 9,95 Dollar für WLan, eine Tageszeitung, Telefonate (Ortsgespräche und kostenlose Nummern) sowie ganztägig Kaffee oder Tee.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf eigene Kosten - private Urlaubsreise.

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