Mit der Majesty of the Seas auf die Bahamas

Tag 2 Nassau, Bahamas – 8:00 – 23:59 Uhr

Majesty of the Seas in Nassau
Majesty of the Seas in Nassau

Um 5 Uhr war irgendwie für mich die Nacht vorbei, obwohl das Schaukeln aus meiner Sicht recht angenehm war. Also beschloss ich, um 6:15 Uhr schon das Fitness Center heimzusuchen. Es gibt Schrankfächer und einen Wasserspender, aber sehr zu meinem Bedauern keine Cross Trainer!! Nur Laufbänder und Räder. Also eines der Räder genutzt. Eigentlich wäre ich auch noch zum kostenlosen Stretching um 7 Uhr geblieben. Aber der Personal Trainer meinte wohl, es kämen um 7 Uhr eh nie Leute und er fange um 7:15 Uhr an (obwohl um 7:30 Uhr bereits die nächste kostenlose Trainingsstunde angesagt war). 7:15 Uhr war mir zu spät, zumal Nassau bereits am Horizont auftauchte. Also zurück in die Kabine, duschen und anziehen.

Der Sonnenaufgang war beeindruckend, der Seegang ebenfalls. Das Hineinmanövrieren des Schiffs in den Hafen von Nassau bei der engen Einfahrt ist sicher kein einfaches Unterfangen. Vor uns war bereits die Carnival Sensation in den Hafen eingefahren. Nach uns folgte die Vision of the Seas. Pünktlich um 8 Uhr legten wir an.

Hafen von Nassau
Hafen von Nassau

Wir gingen erst einmal ins Windjammer zum Frühstück. Erneut saß im vorderen Bereich praktisch niemand und das Buffet dort war fast unberührt. Dort gibt es übrigens ein frisches Bircher Müsli und kleingeschnittenes Obst, am Buffet beim Eingang hingegen Bisquits und Gravy und auch mal Bagels und Lachs, was es im hinteren Bereich nicht gibt.

Ein kleiner virtueller Rundgang durch den vorderen Bereich des Windjammer zum Frühstück:

Traumjob an der Bay Street
Traumjob an der Bay Street

Gegen halb 10 Uhr machten wir uns auf in die Bay Street und klapperten einen Laden nach dem anderen ab, der einen kostenlosen Anhänger versprach. Beim ersten Diamonds International gab es das Armband, außerdem hätte man einen Sanddollar-Anhänger für 5 Dollar kaufen können. Weiter ging es mit Tanzanite International, wo es eine Krabbe gab.

Schmuck aus Nassau von Milano und Effy
Schmuck aus Nassau von Milano und Effy

Bei Effy gab es eine Kette mit einem bunten Stein als Anhänger. Für 10 Dollar hätte man die passenden Ohrringe erwerben können. Bei Milano gab es ein weiteres Armband mit einem Herz. Beim zweiten Diamonds International schließlich gab es einen Conch-Muschel-Anhänger. Ähm, gekauft haben wir natürlich nichts. Nur bei Del Sol einen Nagellack, den meine Tochter unbedingt wollte.

Neuer Straw Market, Bay Street Eingang
Neuer Straw Market, Bay Street Eingang

Wir waren bereits zwei Mal in Nassau. Beim ersten Mal machten wir eine Walking Tour, die auf der Website von Frommer´s beschrieben ist (Karte). Beim zweiten Mal nahmen wir das Wassertaxi nach Paradise Island und sahen uns den kostenlosen Teil des Atlantis Komplexes an. Wassertaxi und Land-Taxi kosten übrigens 4 Dollar – einfache Strecke. Das Hafengebäude ist derzeit im Umbau, aber alles ist recht gut ausgeschildert.

Weiter ging zum eigentlichen Ziel für den heutigen Aufenthalt, der John Watling´s Distillery. Dort gibt es eine kurze, kostenlose Tour durch das historische Buena Vista Estate vom 1789. In diesem Gebäude wurden einzelne Szenen von Casino Royale mit Daniel Craig und Thunderball mit Sean Connery gedreht. Für 5 Dollar kann man einen Souvenir-Casino-Chip erwerben und später in einen Bahama Mama Cocktail eintauschen (auch virgin – ohne Alkohol). Wir kauften drei Chips, behielten einen und nahmen einen Bahama Mama und einen Fruchtpunsch für unsere Tochter, den der Mitarbeiter großzügig nachschenkte, weil sie – wie er erkannte – ganz offensichtlich sehr durstig war. Der Cocktail war übrigens lecker! Weiter ging es mit der self-guided Tour vorbei am Brunnen und Wasserrad in die Abfüllhalle. Dort stehen drehbare Infotafeln über die Herstellung des Rums. Außerdem gibt es drei Rumfässer, deren Spundloch offen ist, so dass man die verschiedenen Rumsorten riechen kann. Es gibt einen 2 jährigen weißen Rum, einen 3 jährigen Amber-Rum und einen 5 jährigen dunklen Rum. Weiter geht es zurück in das Hauptgebäude mit Giftshop, wo es noch einen kleinen, kostenlosen Sampler – bei uns eine Pina Colada – gab, und Restaurant. Dort können die drei Rumsorten für 6 Euro verkostet werden. Dazu gibt es einen Becher Wasser. Ein Sampler reicht locker für zwei Personen, wenn man den Weg zurück zum Schiff noch finden will. Sagen wir mal so, wir probieren es nun aus, wie man gekauften Alkohol an Bord bringt und das bei zwei Schiffen. Den Wasserbecher aus dünnem Kunststoff und Logo der Destillery durfte ich behalten.

Auf dem Rückweg liefen wir nicht über die Bay Street, sondern bogen beim Colonial Hilton vor bei an Senor Frog´s zum Wasser hin ab. Dort verkaufen die Fischer Conch Muscheln, Seesterne und Kugelfische. Der Einheitspreis liegt bei 5 Dollar. Aber Achtung: Alle dieser Meerestiere stehen in Europa und Artenschutz und dürfen nicht eingeführt werden!! Außerdem ist es nicht erlaubt, sie an Bord mitzunehmen. Also belassen wir es bei schönen Fotos:

Nach einer frischen Kokosnuss für 5 Dollar machten wir eine Runde durch den neu gebauten Straw-Market. Die Kokosnuss wird erst geöffnet. Nach dem Trinken des Safts wird das Fruchtfleisch herausgelöst.

Welcome to the Bahamas!
Welcome to the Bahamas!

Danach gingen wir zurück an Bord, nicht aber ohne dieses obligatorische Foto zu machen!

Hier sind noch einige Aufnahmen, die ich von Bord aus gemacht habe. Der nächste Strand vom Hafen aus gesehen, ist der beim Colonial Hilton, wo aber ein Tagespass gekauft werden muss. Etwas weiter hinten ist der öffentliche Strand:

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In der Straße am Ufer entlang (Woodes Rodgers Walk) fahren die Fähren / Wassertaxis nach Paradise Island zum Atlantis Hotel und Ressort ab. Auf Paradise Island gibt es ebenfalls öffentliche Strände:

Zum Mittagessen ging es heute ins Compass Deli, das die meisten Passagiere übersehen und in dem überwiegend Offiziere zu Mittagessen. Hier gibt es Suppen, eine Salatbar sowie Sandwiches, Quesadillas und süße Crèpes. Ein kleiner Spinatsalat sowie ein Chocolate Ice Cream Crèpe musste es für mich sein. Mein Mann entschied sich nach dem Salat für einen Chocolate Mousse Crèpe. Sollte man definitiv nicht versäumen!

Schokoerdbeeren
Schokoerdbeeren

Draußen war es inzwischen glühend heiß, so dass wir es vorzogen, in der Viking Crown Lounge etwas zu entspannen (und zu schreiben). Das Vergnügen war allerdings zunächst kurz, denn erst kam unsere Tochter und wollte meine Kamera. Der Crown & Anchor „Gruß aus der Küche“ – sechs Schokoerdbeeren – war auf die Kabine geliefert worden und sie wollte ihre beiden unbedingt essen. Doch dann tauchten plötzlich zwei Schiffe am Horizont auf, die heute eigentlich nicht für Nassau gemeldet waren. Das erste war ein weiteres Schiff von Royal Caribbean, das zweite ein Norwegian Schiff, wie wir unschwer am blauen Schornstein erkennen konnten. Es handelte sich um zwei weitere Opfer von Cristobal, der laut der Ansage des Kapitäns heute Morgen zu einem Hurricane der Kategorie 1 angewachsen war. Die Enchantment of the Seas und die Norwegian Gem konnten beide heute die nebeneinander liegenden Privatinseln CocoCay (Little Stirrup Cay) und Great Stirrup Cay nicht anlaufen, da ein Tendern aufgrund des Seegangs nicht möglich war. So fuhren die Schiffe weiter nach Nassau. Nach einer wieder Schweiß treibenden Foto-Session ging es zurück in die kühle Viking Crown Lounge. Und unsere Tochter bekam endlich ihre Schokoerdbeeren.

Die Schiffe des heutigen Tages in der Übersicht:

Um 17:45 Uhr waren wir heute zum VIP-Event der Crown & Anchor Society in die Viking Crown Lounge eingeladen. Da dieser bis zum Abendessen dauern sollte, hieß es vorher noch Duschen und Umziehen, denn es war Formal Night. Kurzfristig wurde der VIP-Event noch ins Boleros verlegt, vermutlich weil bereits seit Tagen die hinteren Aufzüge nicht funktionierten. Captain Aris Medina aus Venezuela und andere Offiziere begrüßten die Gäste. Auch eine kurze Ansprache auf Deutsch machte Captain Aris, nachdem ich ihn bei der Begrüßung fragte, wo er denn in Deutschland wohne. Übrigens in der Nähe von Stuttgart, der Heimat seiner Frau. Es gab warme und kalte Hors d`Oeuvres sowie Sekt, Wein und Cocktails nach Wahl.

Weiter ging es zum Abendessen. Für die Formal Night gab es das Menü Saffron.

Captain´s Welcome Aboard Reception
Captain´s Welcome Aboard Reception

Um 20 Uhr begann in der Spektrum Lounge zunächst das Meet & Greet mit Captain Aris. Dort wurden natürlich auch Fotos gemacht. Anschließend bis 21 Uhr war die Captain´s Welcome Aboard Reception. Es sind 2.652 Gäste an Bord, darunter 102 Deutsche. Insgesamt gibt es ca. 70 Nationen unter den Gästen. Die Deutschen belegen Platz 5. Natürlich sind die Amerikaner mit knapp 1.200 die größte Gruppe. Brasilianer, Kanadier und Portugiesen folgen auf den weiteren Plätzen mit 119 bis knapp 200 Personen. Auch hier gab es Sekt und Rumpunsch sowie eine Ansprache des Kapitäns und eine Vorstellung der Offiziere.

Production Show: Signed, Sealed and Delivered
Production Show: Signed, Sealed and Delivered

Danach ging es um 21:15 Uhr mit der Production Show „Signed, Sealed and Delivered“ des Bordensembles bestehend aus einer 7 köpfigen Band, je zwei Sängerinnen und Sängern sowie insgesamt acht Tänzerinnen und Tänzern ins A Chorus Line Theater. Nette R ´n B, Jazz und Blues Show!

Anschließend gingen wir noch bei Ruth, der Crown & Anchor Loyality Ambassadorin und gleichzeitig Future Cruise Sales vorbei. Ruth kommt aus den Philippinen. Wir hatten sie beim VIP-Event angesprochen, wie wir das am Besten machen könnten, weil wir nach der Reise von Emerald auf Diamond Status wechseln, aber bereits drei Tage später auf der Oasis einchecken. Kein Problem, sie schreibt dem Kollegen auf der Oasis einfach eine Mail! Außerdem überreichte sie uns gleich unsere Diamond Pins.

Handtuch-Tier
Handtuch-Tier

Danach ging es für uns ins Bett. All Aboard bei diesem Aufenthalt bis Mitternacht war übrigens 23:30 Uhr. Warten wir ab, was Cristobal uns morgen bieten wird. Die Anlaufchancen von CocoCay liegen gerüchteweise bei 50%. Da wir 2010 ja bereits mit der Majesty in CocoCay waren, wären nun eigentlich die anderen 50% dran.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf eigene Kosten - private Urlaubsreise.

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