Aussicht vom Torre Guinigi

Seven Seas Splendor – Tag 2 Livorno – Ein Ausflug nach Lucca

Den Tag in Livorno nutzen wir für einen Ausflug nach Lucca, das sozusagen im Schatten des bekannteren Pisa steht.

Ankunft: 6 Uhr
Abfahrt: 22 Uhr
Sonnenaufgang: 7:32 Uhr
Sonnenuntergang: 17:33 Uhr
Dress Code: Elegant Casusal
Wettervorhersage: teilweise bewölkt, 9 – 16° C
Distanz seit Civitavecchia: 145 Seemeilen

Für unseren heutigen Ausflug nach Lucca sollten wir um 8:15 Uhr im Connections Theater sein. Also standen wir um 6:30 Uhr auf und gingen zum Frühstück ins La Veranda. Hier wurde angesichts des Corona-Virus alles serviert ohne Selbstbedienung. Und nein, es war zwar Tuesday Mary und eine Bloody Mary Bar war im La Veranda aufgebaut, aber wir hatten keine Bloody Mary zum Frühstück.

Kurz nach 8 Uhr gingen wir ins Theater für den Ausflug „Hills of Lucca & Wine Tasting“ mit einer Dauer von ca. 5,5 Stunden. Der Ausflug ist bei Regent Seven Seas Cruises im Preis inkludiert. Im Theater erhielten wir ein Kärtchen für den Bus Nummer 1 und nach etwa 10 Minuten Wartezeit ging es von Bord zum Bus.

Unser Guide Nicoletta erläuterte auf der ca. 45 minütigen Fahrt nach Lucca die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten von Lucca. Wir erhielten alle einen Stadtplan samt einer Karte mit ihrer Telefonnummer. In Lucca hatten wir gut 1,5 Stunden Zeit, um den Ort selbst zu erkunden. Unser erstes Ziel ist die Kirche San Michele. Nicoletta empfahl, diese Kirche zu besichtigen, denn diese Kirche verlangt keinen Eintritt. Lucca ist die Stadt der Kirchen.

Einen kleinen Abstecher machen wir noch zur Statue von Giacomo Puccini und dessen Geburtshaus.

Weiter ging es vorbei an der Basilika San Frediano zur Piazza Anfiteatro, die auf den Überresten eines römischen Amphitheaters gebaut wurde. Dort fanden wir auch einen schönen Magenten für unsere Sammlung.

Ein kurzer Abstecher führte zur Via del Fosso mit dem alten Wassergraben.

Anschließend suchten wir uns den Weg zum Torre Guinigi – dem Geschlechterturm mit den Bäumen. Die Geschlechtertürme durften nur eine bestimmte Höhe haben. Die Familie Guinigi wollte aber einen höheren Turm und pflanzte kurzerhand einfach Bäume auf dem ihren. Damit war das Höhengebot eingehalten und der Turm trotzdem höher als die anderen.

Für 5 Euro erklommen wir die 230 Stufen und 44 Meter und wurden mit einer herrlichen Aussicht über die Stadt belohnt. Glücklicherweise hatte sich der morgendliche Nebel endlich verzogen.

Hier noch ein Panorama vom Torre Guinigi:

Panorama vom Torre Guinigi
Panorama vom Torre Guinigi

Es war wieder Zeit zum Treffpunkt zurück zu gehen. An der alten Stadtmauer, die mit ihren gut 4 km übrigens begangen oder mit dem Fahrrad abgefahren werden kann, stiegen wir wieder in den Bus.

Anschließend ging es in Richtung des kleinen Bergdorfs Montecarlo zur Tenuta del Buonamico. Dort besichtigten wir zunächst die Kellerei einschließlich des alten Weinkellers, in dem Weine seit der Gründung im Jahr 1964 lagern.

Danach durften wir drei Weine verkosten. Dazu wurden lokale Spezialitäten – Salami, Schinken, Olivenöl, Oliven und Käse – gereicht.

Gegen 14 Uhr trafen wir wieder am Hafen ein, wo übrigens heute wieder die AIDAsol mit uns zusammen lag. Aber vor dem Einsteigen noch schnell ein paar Fotos vom Schiff machen. Schnell war allerdings relativ, denn der Wind war sehr stark geworden. Es wehte mir sogar den Haarreif vom Kopf.

Wieder an Bord ging es erst einmal weiter mit unserer Fotorunde. Noch gab es ein bisschen Arbeit zu erledigen. Ach ja, die Creamery müssen wir auch noch ausprobieren. Und so gönnen wir uns nach dem Fotografieren noch schnell ein Eis.

Mein Mann sollte um 16:30 Uhr an einem Kochkurs in der Culinary Arts Kitchen teilnehmen. Um 16:15 Uhr sollte er dort sein. Als um 16:28 Uhr noch viele Plätze frei waren, durfte auch ich noch teilnehmen. Also kochen wir mal selbst unser Essen. Chef Kellie Evans erklärte ausführlich die Gerichte und deren Besonderheiten. Mehrere Kameras und Bildschirme sorgen für den Durchblick bei allen Teilnehmern. 18 Kochstationen waren liebevoll vorbereitet mit kleinen Schälchen gefüllt mit den vorbereiteten Zutaten. Zur Einstimmung gab es erst einmal einen Aperitivo Rossini Marche und dazu Olive All´Ascolana. Dann wurde der Fischgang zubereitet – Pesce All´Aqua Pazza (Fish in Crazy Water). Ein sehr einfaches Gericht, auch wenn unsere Arbeit bei diesem Gang lediglich im Schneiden der Cocktailtomaten sowie im Drapieren der Zutaten in der Pfanne bestand – alles andere war bereits vorbereitet. Anschließend machten wir ein Pain Perdu with Rum-Spiced Caramel Syrup. Hier war etwas mehr Kochtätigkeit gefragt. Inzwischen ging hinter uns die Sonne unter – nur leider durch die Fensterscheibe nicht so wirklich fotogen.

Zum Abschluss gab es noch alle Rezepte schön gedruckt in einem Heft. Wir hatten nur einen auf eine knappe Stunde verkürzten Kurs. Normalerweise dauern die Kurse mehr als zwei Stunden. Dabei werden nicht nur mehr Gerichte gekocht, es sind auch weniger Sachen vorbereitet. Die Kochkurse – insgesamt 16 Stück – orientieren sich an der jeweiligen Region, in welcher sich das Schiff befindet. Heute standen natürlich italienische Gerichte im Vordergrund.

Die letzten Reste vom Sonnenuntergang werden noch schnell fotografiert und dann heißt es schnell umziehen für den Abend.

Um 18 Uhr lud Kapitänin Serena Melani zur Captain´s Welcome Reception ins Constellation Theater – natürlich mit Getränken und Hors d´Ouevres. Ein Foto mit der Kapitänin mit dem eigenen Handy ist ebenfalls kein Problem. Anschließend stellte Kapitänin Melani ihre Offiziere vor. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Preview mit dem Splendor Production Cast aus der Queen Tribute Show. Für Kapitänin Melani war dies übrigens heute ein Heimspiel – sie stammt aus Livorno.

Der Wind hatte sich nicht gelegt und auf meine Frage, sagte Frau Melani, dass wir etwa 50 Knoten Wind hätten. Das Auslaufen verzögerte sich daher bis nach Mitternacht und gelang nur mit Hilfe von Schleppern.

Nach der Captain´s Welcome Reception gingen wir noch auf einen Pre Dinner Cocktail in die Meridian Lounge.

Zum Abendessen waren wir heute um 19:30 Uhr im Compass Rose mit Samantha Deadman von UK Sales & Marketing Team als Gastgeberin an unserem Tisch. Sam verließ uns aber etwas vorzeitig, warum, das lest ihr später.

Leider dauerte das Essen bis fast 22:30 Uhr und so sahen wir nur noch die letzten Minuten der Show unseres Suiten-Nachbarn, den Comedian George Casey aus Irland.

Anschließend ging es rasch in die Meridian Lounge. Um 23 Uhr sollten uns hier Sam, Kelly und Georgina vom UK Sales & Marketing Team unterhalten. Und ich kann nur sagen, wow!! Alle drei könnten sofort das Fach wechseln und ins Entertainment gehen. Zu Hello von Adele begann ein Video mit Untertiteln und einem neuen Text auf der Leinwand und dann folgte Gänsehaut pur. Schnell war klar, dass Sam hier sang. Dass dies aber live war, bemerkten wir erst, als Sam von hinten kommend durch den Raum zur Tanzfläche kam.

Und dazu natürlich noch einen Absacker.

Doch etwas nach Mitternacht ging es endlich ins Bett.

Weiter geht es mit Tag 3 auf der Seven Seas Splendor – ein Seetag.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Seven Seas Splendor auf Einladung von Regent Seven Seas Cruises. Die Anreise wurde selbst bezahlt.