Splendour of the Seas in Kusadasi

Ein Wiedersehen mit der Splendour of the Seas

Tag 1 Venedig (Abfahrt 16:40 Uhr)

Anflug auf Venedig
Anflug auf Venedig

O.k., ich sollte vielleicht doch die Anleitung unseres WLAN-Radioweckers lesen. Aber warum ich? Mein Mann hat das auch nicht gemacht und er hat das Teil gekauft und installiert! Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich bei einer einmaligen Weckzeit auch das Datum einstellen muss. Ich hatte den Wecker auf 3:57 Uhr gestellt. Das Radio ging an, die Nachrichten liefen… und dann sagt der Typ im Radio „Das waren die Nachrichten um 0 Uhr.“ Was, wie Mitternacht? 4 Uhr sollte das Ding losgehen… Nun gut, die restlichen vier Stunden habe ich auch nicht mehr richtig geschlafen. Wir waren flott fertig und erreichten noch die S-Bahn um 4:55 Uhr. Pünktliche Ankunft am Flughafen um 5:15 Uhr. Beim Business Class Schalter war die Hälfte als Sonder-Check-In für die Sondermaschinen den FC Bayern für das heutige Champions Lage Finale in Wembley vorgesehen. Lange Schlangen von Menschen in Lederhosn und Rot-Weiß. Selbst einzelne Bierflaschen wurden um die Uhrzeit schon oder noch (?) gesichtet. Wir plauderten mit dem Herrn am Check-In, als dieser auf den Knopf für das Gepäckband drückte. Halt, stopp, die letzten beiden Koffer haben noch keine Banderole (war ja nur meiner). Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Koffer ohne Banderole das Schiff erreicht hätte (oder auch nur Venedig), dürfte wohl bei Null liegen. Aber noch konnte gestoppt werden. Banderole dran, alles gut. Beim Bäcker noch ein Frühstück besorgt, Kaffee gibt es am Gate. Flug ging pünktlich, der Service bei Air Dolomiti ist auch ganz nett, besser als bei der LH. Immerhin gibt es auf der kurzen Strecke ein Cornetto mit Kirschfüllung.

Kiosk am Terminal 117 für Fahrkarten
Kiosk am Terminal 117 für Fahrkarten

Wir hatten wieder Plätze auf der rechten Seite und konnten beim Landeanflug schon die Stadt und die Schiffe im Hafen bewundern. Das Gepäck ließ noch ein bisschen auf sich Warten. Ich kaufte inzwischen am Automaten die Fahrkarten für den Airport Shuttle der ATVO (6 Euro einfach, 11 Euro Hin und Zurück). Ähm, 33 Euro und nur ein Münzeinwurf? Keine Kartenzahlung? Ach da unter der silberfarbenen Klappe ist der Schlitz für die Geldscheine. Manchmal hilft es halt doch, Anleitungen zu lesen (s.o. Radio!). Wir erreichten Bus um 8:50 Uhr und waren gegen 9:15 Uhr an der Piazzale Roma. Die Gepäckaufbewahrung neben dem People Mover kostet jetzt schon 7 Euro das Stück. Beim People Mover gleich noch die Fahrkarten auch für die Rückfahrt gekauft, damit wir dann nicht in einer Schlange stehen müssen (es gibt die Tickets auch am Kiosk am Kopfende von Terminal 107, Preis 2013: 1 Euro, Preis 2014: 1,30 Euro). Ein Shuttle zum Terminal 117 war natürlich nicht zu sehen, nur abreisende Passagiere in dem üblichen Chaos. Also liefen wir mal wieder zum Terminal 117, immerhin regnete es nicht wie im Vorjahr. Die Koffer konnten wir direkt abgeben und die Bastelarbeit mit den Gepäckanhängern hätten wir uns sparen können. Selbstverstänlich gab es auch welche vor Ort. Der Check-In begann erst ab 10:45 Uhr. Die Splendour of the Seas lag auf 123, auf 117 direkt lag die Ruby Princess. Auf 107 lag die Norwegian Jade, auf 108 die Celebrity Equinox und auf Isonzo 1 die MSC Divina. Freunde von uns waren auf der Equinox, also SMS losgeschickt und wir gingen zum Terminal 107. Noch eine Rückfrage, Cappu und Kakao? Und kurze Zeit später wurden wir Frühaufsteher mit einem leckeren Cappuccino aus dem Café al Bacio der Celebrity Equinox versorgt. Wir ratschten noch bis gegen 11 Uhr und machten uns dann zurück auf dem Weg zum Terminal. Nichts los am Priority Check-In. Formalitäten erledigt, ein Glas Wasser getrunken, auf einen Cookie verzichtet. Ach, an der Tafel steht ja schon Nummer 8 und wir hatten Boardingnummer 3 bekommen, also ging es nach einer Passkontrolle und Durchleuchten des Handgepäcks gleich an Bord.

Oben im Windjammer wartete bereits das Mittagessen. Noch eine SMS an meine Freundin, die schon seit letzter Woche an Bord war, die dann zu uns stieß. Die Kabinen waren um 13 Uhr fertigt. Danach zum Spa-Rundgang und Fotos im Kids Club machen. Unsere Freunde hatten von ihrem Reisebüro diverse Weinflaschen sowie Schokoerdbeeren plus die Deko zum Hochzeitstag auf die Kabine bekommen. So genossen wir dort erst einmal die Erdbeeren und ein Glas Barolo. Inzwischen waren die Koffer auf der Kabine eingetroffen. Nach einem Gespräch mit unserer Kabinenstewardess wurden noch einige Mängel beseitigt. Sorry, das war wirklich das erste Mal, dass wir uns über die Sauberkeit der Kabine beschwerten, inklusive einem vergessenen Putzlappen im Bad. Die Stewardess entschuldigte sich damit, dass sie die Sektion erst am Nachmittag übernommen hätte, nun denn, wir geben ihr eine Chance. Bademäntel kommen morgen, Tages Programm auf Englisch bitte, Teens Programm. Welcome Back Geschenk (kandierte Früchte und Key Lime Cookies, sowie zwei Flaschen Wasser) standen bereit, ebenso wie die Coupon Books, die aber demnächst abgeschafft werden sollen. Die bisherigen Coupons werden dann direkt der SeaPass Karte gutgeschrieben.

Entgegen der mitgeteilten Änderung der Abfahrt von 17 Uhr auf 16:40 Uhr fuhren wir doch erst um 17 Uhr von Venedig ab. Um 16:30 Uhr ging es zur Rettungsübung, ohne Rettungsweste aber am Rettungsboot. O.k., das war wohl meine bislang kürzeste Übung. Karten eingescannt, aufgereiht, Anziehen der Weste demonstriert und nach 10 min war alles vorbei. Alles nur auf Englisch. Keine Hinweise auf den Umweltschutz oder die Raucher Policy oder gar die Informationen in anderen Sprachen auf die Videos im Kabinenfernseher, die jedoch bei Ankunft auf der Kabine entsprechend eingestellt waren.

Markusplatz
Markusplatz

Um 17 Uhr noch schnell – ohne Gewinn – beim Spa Raffle vorbeigeschaut. Dann fuhren wir auch schon los, also zurück auf die Kabine und die Ausfahrt genossen. Da bis zum Abendessen (My Time Dining, reserviert auf 19:30 Uhr) noch Zeit war, gingen wir ins Fitness Center zum Sport. Übrigens, es gibt dort in den Umkleideräumen auch Saunen, die kostenlos sind (Schlüssel für die Spinde gibt es an der Spa Rezeption gegen Hinterlegung der Bordkarte – offensichtlich nutzen das einige Gäste auch, um ihr Handgepäck unterzustellen), allerdings nach Geschlechtern getrennt und bitte in Badekleidung. Im Fitness Center gibt es zwar Handtücher, aber keinen Wasserspender, nur einen kostenpflichtigen Flaschen-Automaten. Ich hab auch zu spät mitbekommen, dass das Park Café und damit die dortige Getränkestation gleich außerhalb des Fitness Centers um 18 Uhr schloss. So stand ich etwas verdurstend nach dem Sport da. Morgen nehm ich meinen Thermomug mit und füll mir an der Station Eiswasser rein. Die Celebrity Equinox hatte bereits gegen 14:30 Uhr Venedig verlassen, war aber bereits gestern angekommen. Die MSC Divina fuhr unmittelbar vor uns raus. Die Norwegian Jade und die Ruby Princess folgten uns nach.

So sieht das ganze übrigens im Zeitraffervideo aus:

Ausfahrt aus Venedig mit der Splendour of the Seas

Wir trafen uns mit unseren Freunden auf Deck 5 beim My Time Dining. Wir hatten zwar dieselbe Uhrzeit reserviert, konnten aber unsere Buchungen nicht verknüpfen. Für heute ging es daher leider nicht, dass wir gemeinsam einen Tisch bekamen. Aber die nette Dame an der Reservierung machte schon mal die restlichen Abende für uns klar. Außerdem nahm sie unsere Reservierungen für den Chops Grille und das Izumi entgegen. Wir hatten alle Vier das Dining Package gebucht, online kann man lediglich den Tag für den Chef´s Table festlegen, nicht aber die beiden anderen Restaurants, das geht nur an Bord. Das Dining Package kostet übrigens 115 Dollar pro Person für den Chef´s Table, den Chops Grille und das Izumi.

neue Speisekarten
neue Speisekarten

Unsere Freundin überraschte uns mit der Neuigkeit, dass ab heute die neuen Menüs eingeführt werden. Die Karte ist leider etwas unübersichtlich, weil viel zu großformatig. Es finden sich durchaus noch zahlreiche der altbekannten Gerichte wieder aber eben auch eine Reihe neuer Gerichte. Man wird aber immer mehr gedrängt (rein optisch), ein Drei-Gänge-Menu zu wählen, auch wenn nun wieder Starters, Suppen und Salate unter eigener Überschrift laufen. Dennoch nahm ich den Shrimpcocktail (für Statistiker mit 6 Shrimps) und den Spinatsalat. Neu waren die Seafood-Spaghetti als Hauptgang, eine ziemlich große Portion. Auf den Nachtisch – alte Bekannte – verzichtete ich. Den Shrimpcocktail und die Escargots gibt es übrigens jeden Abend.

Der Rest des Abends lief unter dem Motto: Stell Dir vor es ist Champions League Finale und keiner weiß wo! Am Nachmittag war die Info Viking Crown Lounge, laut Durchsage auf der Videoleinwand am Pool (aber Regen), dann Theater (dort lief noch die Welcome Show)… schließlich fand sich eine Gruppe entsprechend gekleideter Bayern Fans (sorry, Dortmunder waren wohl nicht an Bord) in der Schooner Bar… nur da begann gerade lautstark ein Trivia und alles war rappelvoll. Also gingen wir in die Kabine, ja es lief auch dort… in mäßiger Bildqualität und ohne Ton… macht auch nichts mehr, denn der Sender war TV1 und ob der Kommentar auf Französisch nun viel weiter geholfen hätte… Nun denn, es ging ja gut für die Bayern aus (sorry, Dortmund, aber auch Robben schießen wieder Tore).