Europa 2 – Tag 4 La Gomera – Insel der Regenbögen

Den letzten ganzen Tag an Bord der Europa 2 verbringen wir auf La Gomera. Doch statt der geplanten Wanderung wird der Ausflug zur wunderschönen Sightseeing Tour mit vielen Regenbögen.

Ankunft in San Sebastián de la Gomera: 8:00 Uhr
Abfahrt nach Las Palmas de Gran Canaria: 18:00 Uhr
Sonnenaufgang: 7:52 Uhr
Sonnenuntergang: 18:15 Uhr
Wettervorhersage: überwiegend sonnig, 21 Grad
Distanz bis Las Palmas de Gran Canaria: 110 Seemeilen

Um 6:30 Uhr waren wir wach und dieses Mal versprach es, einen schönen Sonnenaufgang zu geben.

Wir machten uns fertig und gingen um 7 Uhr in den Yacht Club zum Frühstück. Wir hatten San Sebastián de la Gomera bereits erreicht und legten gerade an.

Kurz vor 8 Uhr sollten wir im Spa sein. Das war die beste Möglichkeit dieses zu fotografieren. Denn meist kommen schon zur Öffnung um 8 Uhr die ersten Gäste. Jetzt sind wir tatsächlich durch mit den Schiffsfotos. Kinderbereich und Club 2 sind leider nicht zugänglich. Der Club 2 wird für die Crew genutzt. Aber von der Terrasse des Spa aus konnten wir den Sonnenaufgang genießen samt einem herrlichen Blick auf Teneriffa und den Teide.

Um 8:15 Uhr durften wir im Hospital vorstellig werden. Da wir morgen das Schiff verlassen und – wegen der Flugverbindungen – noch eine Nacht auf Gran Canaria verbringen werden, benötigen wir noch einen Antigen Schnelltest für das Hotel. Für mich war dieser Premiere – mit Rachen- und Nasenabstrich. Bislang hatte ich nur PCR-Tests sowie einen Antikörpertest. Das Testergebnis bekamen wir mündlich noch vor Verlassen des Schiffs, schriftlich dann beim Abendessen.

Vor dem Test kamen wir ohnehin bei der Temperatur-Messung im Atrium vorbei, so dass auch diese bereits für heute erledigt ist.

Danach hatten wir tatsächlich noch etwas Zeit bis zum Treffen für den Ausflug. Ich konnte endlich auch die letzten Tage schriftlich – also im Laptop – festhalten. Übrigens darf auch der Hafen von La Gomera nicht zu Fuß verlassen werden. Ein kostenloser Shuttlebus stand für die Gäste bereit, die in die Stadt San Sebastián de la Gomera fahren wollten.

Um 9:30 Uhr stand eine Wanderung von Arure bis El Cercado im Parque Nacional de Garajonay und seinen Lorbeer-Wäldern auf unserem Programm. Das Mittagessen war als Tapas Lunch geplant. Die Strecke ist ca. 9 km lang. Festes Schuhwerk ist Pflicht. Wind- und Regenschutz sind empfehlenswert. Guide Melanie, die seit über 20 Jahren auf La Gomera lebt, empfing uns am Bus. Der Ausflug startete zunächst wie geplant. Es ging hoch in die Berge mit einer herrlichen Aussicht über San Sebastián de la Gomera und wunderschönen Regenbögen. Ein erster Fotostopp wurde am Mirador de La Lomada del Camello eingelegt.

Doch wo Regenbögen sind, gibt es auch Regen. Und als wir endlich an unserem Startpunkt der Wanderung im Nationalpark ankamen, war sozusagen Land unter. An eine Wanderung war nicht zu denken. So gingen wir nur ein paar Meter in den Lorbeerwald hinein, wo uns Melanie die Flora erklärte. Nach einer guten halben Stunde waren Schuhe und Klamotten ausreichend durchnässt und es ging zurück zum Bus. Aber auch bei Regen hat diese Landschaft ihren Reiz und es fühlt sich etwas an wie bei Harry Potter.

Melanie schaffte spotan ein tolles Alternativprogramm. Kaum hatten wir den Nationalpark verlassen, hatten wir auch die Wolkengrenze unterschritten und es schien wieder die Sonne. Der nächste Stopp war der Aussichtspunkt Mirador de El Santo mit Blick über das Tal von Taguluche. Und auch hier faszinierte ein wunderschöner Regenbogen die ganze Gruppe.

Es ging vorbei an dem Mirador César Manrique zum Mirador de la Curva del Queso mit Blick auf das Valle Gran Rey.

Anschließend fuhren wir weiter über das Töpferdorf El Cecado. Im einzig geöffneten Laden erstand ich zwei Magneten. In der Bar Maria probierten wir einen Barraquito – die örtliche Kaffeespezialität mit gesüßter Kondensmilch, Likör 43, Zimt und Zitronenzeste. Es gibt sicher bessere Barraquitos, aber die Bar ist sehenswert. Der Preis für diesen Kaffee liegt übrigens bei 2 Euro.

Weiter ging es zum Restaurant Sonia in Chipude, wo das Mittagessen arrangiert war. Lokale Spezialitäten kamen auf den Tisch zusammen mit einem einfachen, nicht ausgebauten Landwein von der Insel. Das bekannte geröstete Getreidemehl Gofio konnten wir auch noch „probieren“ – sprich riechen und schmecken.

Es blieb noch Zeit für ein paar Fotos von der kleinen Kirche in Chipude sowie einen Blick auf die Fortaleza de Chipude – den 1241 m hohen Tafelberg. Der Legende nach sollen sich die Ureinwohner wie Lemminge von dem Berg gestürzt haben aus Angst vor den spanischen Eroberern.

Noch einen besseren Blick konnten wir auf die Fortaleza di Chipude vom Mirador de Igualero werfen. Neben einer kleinen Kirche steht hier auch ein Denkmal zu Ehren der Pfeifsprache El Silbo.

Zurück ging es wieder durch den Nationalpark und in den Regen. Dann aber reißt es auf und Los Roques – der Vulkanschlot – zeigte sich nun in voller Pracht. Also noch einen Fotostopp am Mirador de Los Roques eingelegt. Der Blick ging bis hinüber nach Teneriffa zum Teide.

Und hier noch das ganze Panorama:

Mirador de Los Roques
Mirador de Los Roques

Auf dem Weg zurück nach San Sebastián de la Gomera machten wir auf allseitigen Wunsch noch einen Fotostopp direkt gegenüber von der Europa 2, die gerade in herrlichem Licht lag. Obwohl die Wanderung ausfiel, war es ein gelungener Ausflug, den Melanie ganz hervorragend spontan umplante.

Pünktlich um 16:30 Uhr waren wir wieder an Bord. Schnell umziehen für Yoga mit Aniko auf Deck 9 vor dem Belvedere. Leider war unser Showslot heute wieder 17:30 Uhr – „Der Meister der Mentalmagie – Duo Sonambul“ mit Mentalmagier Roman von Thurau und Partnerin Vivian – das passte zeitlich erneut nicht.

Um 18 Uhr verließen wir pünktlich La Gomera zum Sonnenuntergang. Wir machten Fotos von der Aussichtsterrasse beim Belevedere aus. Anschließend trafen wir uns zum Sundowner an der Sansibar.

Das Abendessen war eigentlich für 19 Uhr im Serenissima geplant. Doch spontan ging es ins Elements. Dort gibt es eine neue Speisekarte von Corporate Chef Michael Hoffmann, der auch an Bord war. Er stellte uns das neue Konzept vor und stand nach dem Essen noch für Fragen bereit. Die Karte wechselt übrigens alle drei bis vier Tage. Tja, und was war da noch mit dem Europa 2 Burger… Als erster Gruß aus der Küche kam ein Mini-Burger mit den Worten „der Burger geht auch warm“ – der gestrige Burger vom Room Service kam nämlich mehr oder minder kalt bei uns und einem Kollegen an, was letzterer in seiner Story anmerkte.

Auch dieses Abendessen endete deutlich nach 22 Uhr, so dass es direkt ins Bett ging. Unser letzter ganzer Tag an Bord geht zu Ende und die Koffer sind noch nicht gepackt.

Weiter geht es mit Tag 5 an Bord der Europa 2 und der Ankunft in Gran Canaria.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Europa 2 auf Einladung von Hapag-Lloyd Cruises.

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