Abendstimmung

S.Y. Rhea – Tag 7 Seetag nach Syrakus

Irgendwie muss ich das ja noch einmal mit einem Sonnenaufgang schaffen. Also bin ich kurz nach 6 Uhr aufgestanden, habe mir mein Strandkleid übergeworfen und bin hoch an Deck. Es hat sich gelohnt.

Danach noch einmal zurück ins Bett und sanft schaukeln lassen. Die Straße von Messina hatten wir schon passiert. Frühstück gab es um 9 Uhr, also erst einmal Kaffee trinken. Das Vormittagsprogramm beschränkte sich auf Sonnenbaden oder in der Sonne dösen.

Zum Mittagessen zauberte Christian nochmals einen Salat und Vanilleeis mit Kiwi als Dessert. Auf Nachfrage brachte er einige seiner Rezepte mit von seinen Kuchen und Desserts, die er als laminierte Karten hat. Ein Koch braucht natürlich nur die Basics – sprich Mengen und Zutaten sowie die Backzeit. Den Rest der Zubereitung weiß er dann schon selbst.

Um 13:30 Uhr hielt Steffen einen kurzen Vortrag zu den Plätzen der Odysse und speziell natürlich zu den von uns besuchten Orten.

Anschließend hatte Sky den Bordshop geöffnet – T-Shirts und Basecaps.

Am Nachmittag legten wir einen ersten Badestopp ein. Zeit für einen letzten Sprung von Bord und eine Runde ums Schiff.

Der Nachmittagskaffee kam heute ohne Kuchen aus. Dafür gab es jedoch Kekse. Dafür gab es noch einen Vortrag von Steffen über die griechische Götterwelt – in aller Kürze, denn im Wesentlichen sollte es nur darum gehen, die Namen der Schiffe von Sailing Classics einordnen zu können – Chronos, Chairos und Rhea.

Danach gab es eine zweite Schwimmrunde in der Bucht vor Syrakus.

In der Ferne konnten wir schon einen Schornstein und die drei Masten der Le Ponant ausmachen. Die Seabourn Odyssey lag noch im Hafen. Beide Schiffe verließen Syrakus nach 22 Uhr.

Einfahrt nach Syrakus:

Wir legten wie geplant gegen 17 Uhr in Syrakus an. Da an einem Seetag auf einer Segelyacht die Bewegung etwas zu kurz kommt, gingen wir erst einmal von  Bord und suchten uns einen Geldautomaten. Anschließend schlenderten wir durch die Altstadt auf der Insel Ortigia, aßen noch eine Granita und sahen am Domplatz zwei Hochzeitspaaren zu.

Statt eines Sundowners beschlossen wir in die Bar gegenüber unseres Liegeplatzes zu gehen. Die einzige Bar an der Promenade, die halbwegs gute Musik spielte und nicht nur Krawall. In dem Café, in dem wir die Granita erstanden hatten, machte der Barkeeper gerade vier Aperol Spritz und einen Negroni. Der Negroni wurde 1919 in Florenz im Caffè Casoni (heute Caffè Giacosa) erfunden und nach dem Grafen Camillo Negroni benannt. Klassisch besteht er zu gleichen Teilen aus Gin, rotem Vermouth und Campari über Eis garniert mit einer Orangenscheibe oder Zeste. Er ist ein klassischer Pre-Dinner Cocktail oder Aperitif. Darauf hatte ich jetzt Lust. In der umfangreichen Karte war zudem eine Piatto Aperitivo aufgeführt – Schinken und Käse für 7 Euro (ach ja, der Negroni kostet ebenfalls 7 Euro). Hmm, das klang gut, und da ein Negroni doch üppig Alkohol enthält, könnte das eine gute Grundlage bieten. Als die Platte dann serviert wurde, war ich mir nicht ganz sicher, ob es das war, was ich bestellen wollte. Das war eine Platte im Pizzaformat mit Oliven, Artischocken, Salami, Schinken, Käse und verschiedenen belegten Brotscheiben. Das hätte uns schon zum Abendessen gereicht. Als die Rechnung kam, kam die Überraschung – mein Italienisch war doch nicht so schlecht – 21 Euro tutto completto.

Wir gingen wieder an Bord und machten uns fertig für das Captain´s Dinner. Auch das gibt es bei Sailing Classics. Und die neue Deckhand den Koffer unseres Kapitäns Richard vom Flughafen in Catania mitbrachte, konnte auch er sich endlich in Schale werfen. Schuhe sind bei diesem Captain´s Dinner übrigens nicht obligatorisch.

Nach einem Glas Prosecco zum Toast gab es Shrimps mit Avocado als Appetizer, Vitello Tonnato als Vorspeise, Entenbrust mit Kartoffeln und Gemüse als Hauptgericht und zum Abschluss ein Vanille- und ein Mohnparfait mit Zitronen-Zabaglione.

Im Anschluss gab es noch einen kleinen Foto-Wettbewerb, zu dem Steffen aufgerufen hatte. Wer wollte, konnte drei Fotos einreichen. Die Flasche Sekt für den Sieger wurde vom Schiff noch durch eine zweite ergänzt und so bekam jeder zum Abschluss des Abends noch ein Gläschchen Sekt.

Morgen, an Tag 8, müssen wir leider die S.Y. Rhea verlassen und wieder nach Hause reisen.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der S.Y. Rhea auf Einladung von Sailing-Classics.