Westliches Mittelmeer auf der Allure of the Seas

Westliches Mittelmeer auf der Allure of the Seas

Tag 3 – Marseille / Frankreich (9:00 – 18:00 Uhr)

Guten Morgen, Marseilles! Bonjour, Marseilles!

Sonnenaufgang: 6:06 Uhr
Sonnenuntergang: 21:06 Uhr
Wettervorhersage: 17°C, überwiegend sonnig
Dress Code: Casual Attire

Das hieß es bereits kurz vor 8 Uhr, allerdings dauerte es dann noch ein bisschen, bis wir tatsächlich am Terminal B rückwärts eingeparkt hatten.

Wir wollten eigentlich im Solarium frühstücken, doch zu unserer Überraschung stellten wir fest, dass es dort nicht wie auf der Oasis ein leichtes Frühstück mit Müsli und Obst gibt, sondern eher ein Frühstück light mit Speck, Eierspeisen und Aufschnitt.

Also zu Plan B gegriffen und wieder hinunter auf Deck 8 ins Park Café auf einen Bagel mit Lachs.

Wir sind übrigens auch einmal am Wipe Out Café vorbeigegangen, aber ohne Fotos zu machen. Die Frühstücksauswahl ist dort wie auf der Oasis of the Seas, eine Omelett-Station und die amerikanischen Frühstücksklassiker.

Empfang im Terminal von Marseilles
Empfang im Terminal von Marseilles

Anschließend machten wir uns fertig für den Landgang. Der Kreuzfahrthafen von Marseille liegt leider ziemlich weit von der Innenstadt entfernt. RCI bot einen Shuttlebus zum Vieux Port zum Mucem Museum zum sagenhaften Preis von 23 Dollar an. Fakultativ geht der Transfer auch per Shuttleboot, was ich aber heute nicht empfohlen hätte, aber dazu später. Außerdem hätte man angeben müssen, wann man in die Stadt zu fahren gedenkt.

Wir holten uns an der Information einen Stadtplan und fragten nach dem öffentlichen Bus. Die grüne Linie führt durch das Hafengelände fast bis zur Bushaltestelle der Line 35, die gut alle 10 min fährt. Es sind ca. 2 km zu laufen, die von der Dame an der Information mit 20 min angegeben wurden. Wer gut zu Fuß ist und nicht gerade schleicht, schafft es in 15 min. Ja, es gibt einen kostenlosen Hafenshuttle – aber nur Samstags und Sonntags, wie das Schild verriet. Der Bus kam auch ziemlich umgehend. Der Fahrer verkauft die Fahrkarten zum Preis von 1,90 Euro für die einfache Strecke. Die Karten müssen noch an den Automaten entwertet werden.

Nach knapp 20 min Fahrt waren wir an der Place de la Joliette angekommen und liefen über die Rue de la Répubique zum Vieux Port. Auf dem Weg machten wir noch ein paar kleine Einkäufe.

Geplant hatten wir eine Bootsfahrt (www.croisieres-marseille-calanques.com) zum Nationalpark Calanques. Wir wählten die kleine Runde mit 2 Stunden 15 Minuten für 23 Euro pro Person. Die Dame an der Kasse warnte schon, dass das Meer heute etwas rauh sei. Sagen wir mal so, die Besatzung war gut vorbereitet mit einer ausreichenden Menge an Tüten und die polnischen Kids in Trainingsanzügen sowie die deutsche Schulklasse hätte wohl besser auf den Rat der Kassiererin gehört. Wir wissen jetzt aber erneut, dass wir seefest sind. Die Fahrt zum Chateaux d´If war übrigens abgesagt. Eine sehr schöne Tour, die sich auf jeden Fall gelohnt hat. An dieser schroffen Felsenküste fand Jaques Cousteau ein berühmtes Schiffswrack und Antoine de Saint-Exupéry stürzte hier mit seinem Flugzeug ins Meer.

Am Vieux Port findet sich auch der Petit Train, der verschiedene Rundfahrten unter anderem zur Kirche Notre Dame de la Garde anbietet. Aber auch andere Hop-On Hop-Off Bus-Anbieter habe ich am Vieux Port gesehen.

In einer kleinen Bäckerei etwas abseits fanden wir kleine Köstlichkeiten wie Pizzen mit Anchovis, Pain au Chocolat und Madleines mit Birne und Schokolade, die wir auf einem kleinen Platz verzehrten. Nach ein paar weiteren Einkäufen ging es durch die Gassen und vorbei an der Kathedrale wieder zurück zur Place de la Joliette und dem Bus. Die Haltestelle für den Hafen heisst übrigens Littoral Gourret oder einfach Porte 4. Wer eine portugiesische Mitfahrerin im Bus hat, der kann gar nicht falsch fahren. Die Gute fragte praktisch jede zweite Haltestelle den langsam genervten Busfahrer.

Azamara Quest im Hafen von Marseilles
Azamara Quest im Hafen von Marseilles

Nun noch die knapp 2 km zurück zum Schiff gelaufen. Inzwischen war die Azamara Quest eingetroffen und lag auf der anderen Seite des Piers.

Crown & Anchor Gruß aus der Küche
Crown & Anchor Gruß aus der Küche

Wir brauchten erst mal eine kleine Erholungspause, die durch den „Gruß aus der Küche“ für Crown & Anchor Mitglieder versüßt wurde.

Das Fitness Studio kann ich mir heute nach der Lauferei – teilweise gegen den heftigen Mistral sparen. Ein kleines Sportprogramm gab es dennoch. Eigentlich wollten wir Klettern, doch das wäre locker mit einer Stunde Wartezeit verbunden gewesen. Also gingen wir weiter zur Zip-Line, die ich dann fuhr. Dieses Mal jedoch unter erschwerten Umständen! Mit einem Halteband durfte ich meine Brille aufbehalten. Erstmals habe ich gesehen, was ich da wirklich tue!

Die Abfahrt erfolgte pünktlich um 18 Uhr und wir gingen zum ersten Mal ins Hauptrestaurant, wo wir unsere Tischgenossen trafen. Ein letzter Blick auf Marseilles:

Es gab heute das Menü Arugula. Unsere Tochter bestellte drei Vorspeisen, wovon eine mit den Hauptgerichten geliefert wurde. Es ist alles möglich und nicht nur ein Drei-Gänge-Menü!

Nach dem Essen nutzten wir unsere Diamond-Gutscheine für einen Cosmo auf der Rising Tide Bar. Übrigens kann man dort für 39,95 Dollar für die 70er Show und Parade Plätze reservieren inklusive aller Getränke und einem Souvenir. Als wir dann am Café Promenade vorbeikamen, konnten wir den Cheesecake Lollipops nicht widerstehen:

Auf der Anthem of the Seas hatten wir einen Cocktail-Workshop mit dem flottenweiten Barchef Matthew kennengelernt, der am Tag unseres Boardens die Allure verlies. Er nannte uns den Namen eines Bartenders, welcher uns den Basilikum-Gurken-Martini aus dem 150 Central Park machen würde. Dieser Bartender sollte an der Champagne Bar arbeiten. Der Name war dort aber unbekannt. Wir sollten doch mal an der Schooner Bar nachfragen. Dort trafen wir auf Robert und seinen Kollegen. Jetzt weiß ich, warum vor allem meine amerikanischen Freunde immer von der Schooner Bar schwärmen. Dort gibt es mit Abstand die besten Bartender. Robert ist übrigens seit Anfang an an Bord der Allure. Auch er konnte mit dem Namen zunächst nichts anfangen. Dann stellte sich heraus, dass es sich wohl um Evlyn handeln musste (Matthew hatte uns Caitlin – also einen anderen Frauennamen aufgeschrieben). Langer Rede, kurzer Sinn: Robert empfahl uns einen anderen von Matthew kreierten Cocktail, den er sogar besser mache als Matthew selbst: den Lavender Daiquiri. Lavendel ist eigentlich nicht so mein Ding, aber wow, wir haben einen neuen Lieblingscocktail. Robert meinte, wir sollten doch am nächsten Abend wieder kommen, denn er habe hier keine Gurkenscheiben für den Basilikum-Gurken-Martini, der ebenfalls von Matthew stammt. Doch zwischenzeitlich hatte sein Kollege Anthony bereits Gurkenscheiben besorgt und wir bekamen auch noch den Martini. Letzterer ging übrigens aufs Haus. Gut, dass wir zu unserer Kabine nicht fahren mussten.

Abendrot
Abendrot

Leider mussten wir die beiden dann etwas spontan verlassen, denn wir hatten eigentlich Reservierungen für die Aqua Theater Show Ocean Aria um 21:30 Uhr. Also hasteten wir zum Aqua Theater, um festzustellen dass der Mistral zur Absage der Show führte. Sie sollte morgen wiederholt werden. Das Abendrot entschädigte ein Wenig.

Spiegelselfie am Karussell
Spiegelselfie am Karussell

Gut, dann machen wir halt noch den Boardwalk etwas unsicher. Trotz erhöhter Promille-Werte ging es auf das Karussell. Aber nach der Bootsfahrt war das auch kein Problem. Unsere Tochter schaffte sogar noch ein „Spiegel-Familien-Selfie“. Na gut, sie hatte auch keinen Alkohol.

Da der Tag doch etwas anstrengend war und auch morgen ein frühes Aufstehen angesagt war, gingen wir gegen 22 Uhr auf die Kabine und ins Bett.