Costa Smeralda – Tag 3 Savona – Albenga, Wein und Oliven

In Savona erwartet uns ein kulinarischer Ausflug in das mittelalterliche Albenga mit einem Mittagessen auf dem Weingut Torre Pernice und dem Besuch der Ölmühle Baglietto & Secco.

Ankunft in Savona: 7 Uhr
Abfahrt nach Civitavecchia: 18 Uhr
Dress Code: leger

Wieder wachten wir kurz vor 6 Uhr auf und damit noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Fertig machen und erst einmal weiter Fotografieren. Inzwischen hatten wir Savona bereits erreicht und festgemacht.

Anschließend ging es in das Sagra dei Sapori zum Frühstück. Ich entschied mich für „Mix 5“ mit Schinken, Salami und Käse sowie Brot und Obst. Das Vollkornbrot ist sehr lecker, aber dem Focaccia kann ich erst recht nicht widerstehen.

Um 9 Uhr traf sich unsere Gruppe zum heutigen Ausflug nach Albenga. Ein Kleinbus stand nur uns zur Verfügung und der Ausflug ist in dieser Form auch noch nicht buchbar. Unsere Reiseleiterin Christine stammt ursprünglich aus Nürnberg, lebt aber schon seit über 30 Jahren in Ligurien. Über die Autobahn ging es nach Albenga, das in einer Ebene liegt. Der mittelalterliche Stadtkern samt Stadtmauer und den noch 45 erhaltenen Türmen strahlt einen besonderen Reiz aus. Vor der modernen Brücke verließen wir unseren Bus und gingen in die Altstadt.

Der erste Stopp war ein Café – ein technischer Stopp aber mit Kaffee, den das Tourismusbüro spendiert hat. Von diesem kam sogleich eine Abordnung von zwei Personen vorbei samt einer Lokaljournalistin.

Es ging weiter zum Steinschleuder-Museum (Fieui di Caruggi), das eine lokale Berühmtheit ist und bei dessen jährlichen Wettbewerb schon viele Prominente teilgenommen haben. Besucher verewigen sich hier an der Hauswand mit Fliesen.

Der Herr vom Tourismusbüro brachte uns zur La Bottega del 44 – einer Microbrewery, wo wir eines der Biere – ein Pilsener – und diverse lokale Köstlichkeiten verkosten durften.  Die Lokaljournalistin stellte Fragen und machte Fotos und schließlich kam sogar noch der Bürgermeister vorbei. Eigentlich waren noch weitere Biere für die Verkostung geplant, aber Christine war ohnehin schon über dem Zeitplan.

Wir setzten unseren Stadtrundgang fort. Das Baptisterium und die Kathedrale sahen wir von außen.

Aber den höchsten noch erhaltenen Turm der Stadt erklommen wir, um die Aussicht über die Stadt bis hin zur „Schildkröteninsel“ zu genießen. 100 Stufen geht es nach oben, allerdings habe ich nicht nachgezählt.

Wir setzten den Stadtrundgang fort durch enge Gassen, vorbei an der Loggia Communale zurück zur Kathedrale.

Am Ende des Stadtrundgangs bestiegen wir den Bus und fuhren weiter zum Weingut Agriturismo Torre Pernice – dem größten Weingut in der Ebene von Albenga. Hier liegen die Weinberge in der Ebene und gruppieren sich rund um das Anwesen und den Turm, der bereits 1150 erwähnt wurde. Dieser Turm ist aber nicht mehr vorhanden, sondern der aus dem 16. Jahrhundert, der allerdings nach dem Erdbeben von 1887 wieder neu aufgebaut wurde. Teilweise diente der Turm auch als Mühle. Die Hausherrin Bianca führte uns zunächst über die Weinberge und erklärte uns die Besonderheiten ihres Weinguts.

Anschließend ging es beim Torre Pernice in das kleine offene Restaurant für ein opulentes Mittagessen mit ligurischen Spezialitäten. Dabei probierten wir fünf verschiedene Weine des Weinguts bis hin zum süßen Dessertwein. Während des Essens erläuterte der Hausherr Roberto die Geschichte des Torre Pernice sowie seines Weinguts, das allerdings erst in zweiter Generation seit ca. 1950 existiert. Die Region um Albenga ist bekannt durch den Anbau von Kräutern, Gemüse und auch Blühpflanzen aller Art. Die Grundstücke für das Weingut wurden nach und nach dazugekauft – meist handelte es sich um aufgegebene Gärtnereibetriebe. Als Abschiedsgeschenk gab es für jeden eine kleine Flasche Vermentino.

An der Küste entlang ging es zunächst aus Albenga heraus mit Blick auf die „Schildkröteninsel“. Eigentlich heißt die Insel „Gallinara“, sie sieht aber aus wie eine Schildkröte. Mit Blick auf die Bucht von Alassio ging es weiter ins Hinterland.

Ziel war die Ölmühle Baglietto & Secco. Das sind übrigens die Nachnamen der Ehefrauen der beiden Betreiber. Dort wurde uns zunächst das Pressen des Olivenöls erklärt.

Anschließend gab es natürlich eine Kostprobe des Öls und ein Gläschen Rosé Sekt sowie eine Verkostung der weiteren Produkte, einer Olivenpaste, Pesto und eingelegtem Gemüse. Die Ölmühle hat auch einen kleinen Laden, in dem wir anschließend noch etwas einkauften. Auch hier bekamen wir alle ein kleines Fläschchen Olivenöl und ein Glas der Olivenpaste als Geschenk.

Anschließend ging es zurück nach Savona und zum Schiff, das wir pünktlich um 17 Uhr erreichten. Und da alle bereits wieder an Bord waren, verließen wir Savona etwas vor der Zeit. Kurz nach der Ausfahrt sah ich einige Delfine neben dem Schiff, aber natürlich gibt es davon keine vernünftigen Fotos.

Wir gönnten uns noch einen Bellini und einen Prosecco zur Abfahrt an der Superba Bar und einen Campari Soda und eine Margarita im Anschluss. Allerdings muss ich sagen, dass eine Margarita aus so einem Becher nicht wirklich schmeckt. Außerdem ging es für ein paar Minuten in eine der Schaukeln, bevor wir uns schon für das Abendessen fertig machen mussten.

Wir trafen uns an der Campari Bar für einen Apéro. Draußen zeigte sich so etwas wie ein Sonnenuntergang aber mehr mit Wolken.

Anschließend ging es um 21 Uhr in das Teppanyaki Restaurant, wo wir einen der Tische für uns hatten. Wir hatten alle das Teppanyaki des Chefkochs für 38 Euro. Leider war der Abend etwas enttäuschend. Die Show war o.k., aber das Essen eher mau. Während die Fischgerichte sehr gut waren, war der Reis eher fad gewürzt mit zu wenig Sojasauce und das Fleisch tot gebraten. Ich konnte meine Ente nicht essen, weil sie einfach zu zäh war. Das Lamm war kaum besser. Schade! Es blieb aber essenstechnisch der einzige Ausrutscher auf dieser Reise.

Da auch dieses Abendessen wieder länger dauerte und wir noch zu einem Absacker in die Campari Bar gingen, wurde es erneut sehr spät – sprich nach 23 Uhr – und so fielen wir erneut ins Bett.

Weiter geht es mit Tag 4 an Bord der Costa Smeralda und einem Tag in Rom.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Costa Smeralda auf Einladung von Costa Kreuzfahrten

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2 Gedanken zu „Costa Smeralda – Tag 3 Savona – Albenga, Wein und Oliven“

  1. Vielen Dank für den tollen Bericht! Ich finde es klasse, wie detailreich Du gerade Fotos bereitstellst. Ich hoffe, ihr hattet eine tolle Reise!

    Vielleicht ein kleiner Wunsch: Bei Costa habe zumindest ich keinen Plan welche der vielen Restaurants gerade inklusive, nur für Clubmitglieder oder gegen Aufpreis nutzbar sind.

    Macht es da Sinn das vielleicht jeweils dazu zu schreiben?

    Antworten
    • Hallo Sebastian,

      zunächst herzlichen Dank!

      Die Infos zu den Restaurants findest Du im entsprechenden Beitrag:

      https://www.cruisediary.de/costa-smeralda-restaurants/

      Es gibt das Bellavista als Clubrestaurant sowie das Panorama für Suitengäste.

      Bei allen anderen Restaurants, die zuzahlungspflichtig sind, habe ich die Speisekarten in den Fotos beigefügt. Lediglich für das LAB, das derzeit als Steakhouse ad hoc genutzt wird, habe ich leider keine Preise. Aber normalerweise sind das eben kostenpflichtige Kochkurse mit anschließendem Essen und auch das Steakhouse ist kostenpflichtig.

      Da ich auf dieser Seite nur Berichte über konkrete Reisen schreibe, kann ich leider keinen Beitrag über alle Restaurants flottenweit von Costa machen. Das passt hier nicht ins Konzept.

      Gruß

      Carmen

      Antworten

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