Italien pur mit der Costa Smeralda

Eigentlich hätten wir die Costa Smeralda bereits im April 2021 kennenlernen sollen, doch dies war eine der Reisen, die dem ersten Lockdown zum Opfer fielen. Auch später im Jahr 2020 nach dem ersten Neustart klappte es zeitlich nicht mehr. Aber nun nach dem zweiten Neustart von Costa Kreuzfahrten musste es klappen und die Einladung zu dieser Pressereise kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Costa Smeralda fährt im Moment noch rein italienische Reisen, die auch als 3 oder 4 Nächte Reisen ab Civitavecchia gebucht werden können oder als 7 Nächte Kombi mit einem Tag Aufenthalt mit Civitavecchia. Unsere Reise begann in Civitavecchia und ging zunächst nach La Spezia und Savona sowie zuück nach Civitavecchia und anschließend über Neapel, Messina und Cagliari nach Civitavecchia. Ab Juli 2021 wird die normale Mittelmeerroute wieder aufgenommen mit Savona, Civitavecchia, Neapel, Palma de Mallorca, Barcelona und Marseille.

Schiff: Costa Smeralda
Reederei: Costa Kreuzfahrten
Datum: 10.6.2021 – 17.6.2021
Dauer: 7 Nächte
Kabine: Balkonkabine 12018, Kategorie BP Balcony Premium, Deck 12
Route: Italien: Civitavecchia – La Spezia – Savona – Civitavecchia – Neapel – Messina – Cagliari – Civitavecchia

Die Costa Smeralda wurde unter der Neubaunummer NB 1394 von der Meyer Turku Werft in Finnland für Costa Crociere gebaut. Sie ist das erste Schiff der sogenannte Excellence-Klasse (XL / Excel / Helios). Im März 2015 schloss die Carnival Corp. mit der Werft einen Vertrag über vier Schiffe mit Ablieferung zwischen 2019 und 2022, darunter auch die Costa Smeralda. Alle vier Schiffe wurden im Juni 2015 fest bestellt. Am 13. September 2017 wurde anlässlich des ersten Stahlschnitts der Name bekanntgegeben – ein Küstenstreifen auf Sardinien. Die Maschinensektion (FERU – floating engine room unit) mit dem LNG Antrieb wurde von der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde gebaut, zwischen dem 19. und 24. Juni 2018 nach Turku überführt und am 26. Juni 2018 dort eingedockt. Die offizielle Kiellegung der Costa Smeralda fand am 4. Juli 2018 statt, das Aufschwimmen am 15. März 2019. Nach Verzögerungen beim Bau wurde die Costa Smeralda gut zwei Monate verspätet am 5. Dezember 2019 an Costa Crociere übergeben. Die erste Fahrt mit Passagieren startete am 21. Dezember 2021. Erst am 22. Februar 2020 wurde das Schiff von der Schauspielerin Penélope Cruz in Genua getauft. Das Schwesternschiff Costa Toscana befindet sich derzeit in Turku in Bau und soll im Dezember 2021 abgeliefert werden.

Die Costa Smeralda basiert auf demselben Grundmodell wie die in Papenburg gebaute AIDAnova (und ihre künftige Schwester AIDAcosma) sowie die Iona von P&O Cruises (und deren Schwester Ariva) und die ebenfalls in Turku gebaute Mardi Gras für Carnival Cruise Line (und deren Schwester Carnival Celebration sowie ein drittes, noch namenloses Schiff). Das Schiff hat eine Länge von 337 m und eine Breite von 42 m bei einer Bruttoraumzahl von 185.010. In den 2.612 Kabinen (davon 1.628 mit Balkon) finden bei doppelter Belegung 5.224 Passagiere (maximal 6.518) Platz, die von 1.682 Crewmitgliedern umsorgt werden. Das Schiff hat 18 Decks, wovon 16 den Passagieren zugänglich sind. Die Costa Smeralda fährt unter italienischer Flagge mit Heimathafen in Genua.

Auf der Costa Smeralda wird das Motto „Italy´s Finest“ gelebt. Italienisches Design steht im Vordergrund, nicht nur im CoDe Museum sondern auf dem gesamten Schiff. So finden sich beispielsweise die Louis Ghost Stühle von Kartell (Design by Philippe Starck, Preis ca. 250 Euro) auf dem gesamten Schiff bis hin zur Miniaturversion im Kinderclub. Die Tischleuchte in der Kabine ist eine Flos Ktribe für um die 600 Euro (ebenfalls Philippe Starck). In den Hauptrestaurants steht die italienische Küche im Vordergrund mit den Destinationen Menüs von Sternekoch Bruno Barbieri und Desserts von Riccardo Bellaera, der zur Riege der Top 20 der Konditoren zählt. Beispiel für das italienische Design ist die Piazza Trastevere. Hier lässt sich auch erkennen, warum die Stühle Ghost heißen, denn sie lassen sich erst auf den zweiten Blick erkennen.

Trastevere
Trastevere

Mehr zum Schiff gibt es auch bei Cruisetricks.de und in der dortigen Bildergalerie sowie dem Podcast zur Costa Smeralda.

Auf Deck 3 befinden sich das Schiffshospital (beim mittleren Treppenhaus) und Ausgänge (vorne und mittig).

Deck 4 (Palermo) enthält nur Kabinen. Auch Deck 5 (Taormina) beginnt mit Kabinen. Am Heck liegt das Hauptrestaurant Ristorante La Colombina. Auf Deck 6 (Matera) beginnen die öffentlichen Räume. Am Bug befindet sich das Theater Teatro Sanremo, das auch als Mito Disco dient. Covid-19 bedingt, fand allerdings keine Disco statt. Plätze mit Sichtbehinderung auf die Bühne haben zusätzlich an der Decke Monitore. Mittig gegenüber der Bühne befindet sich eine Bar für den Disco-Betrieb, die aber während unserer Reise nicht genutzt wurde. Aktuell werden alle Shows aus dem Theater auch ins Colosseo oder auf den Kabinen-TV übertragen.

Es folgt mittig die Grand Bar Mastroianni. Nach dem zweiten Treppenhaus schließt sich das Colosseo an. Neben der geteilten und beweglichen Bühne sind hier vor allem die LED-Panele an der Decke, den Säulen und den Brüstungen zu nennen, die unterschiedlich bespielt werden können.

Mittig liegt die Illy Bar (inzwischen umgebaut in Caffé Vergnano 1882). Rechts liegt das Tour Office. Darauf folgt der My Moments Photo Shop.

Links geht es in das Hauptrestaurant Ristorante Arlecchino. Über den Photo Shop geht es rechts weiter in den Jazz Club Quelli della notte. Hier geht es weiter zum Hauptrestaurant Ristorante Il Meneghino am Heck.

Ebenfalls nur öffentlichen Räume enthält Deck 7 (Positano). Es beginnt im Bug mit der oberen Ebene des Teatro Sanremo. Rechts und links vom ersten Treppenhaus befinden sich Läden (Shopping Area).

Nach dem ersten Treppenhaus folgen links die Bar Il Mattino sowie rechts die Rezeption (Hospitality Area). Diese ist allerdings nur auf Anruf besetzt. Rechts liegt zudem der Future Cruise Sale sowie der Costa Club.

Am nach oben offenen Colosseo liegt rechts zunächst das Sushi Bistro Sushino at Costa. Es folgt die Campari Bar. Zum Abend hin öffnen sich seitlich Türen für Studiophotos.

Nach dem Colosseo folgen rechts weitere Läden.

Links ist die Laguna Bar. Daran schließt sich das Casino Laguna an.

Links geht es weiter mit der Piano Bar Il cielo in una stanza. Rechts liegt das CoDe Museum, die Costa Design Collection – ein Ausstellungsraum, der auf 400 qm italienisches Design von Mode bis Transport zeigt. Zum Heck in liegt die inkludierte Trattoria Ristorante Il Rugantino.

Am Heck liegt die fotogene Terrazza e Bar Superba mit ihren sechs runden Alkoven, die abends in den italienischen Nationalfarben beleuchtet werden. Seitlich befinden sich je zwei Schaukeln. Auf der rechten Seite darf geraucht werden.

Auch Deck 8 (Capri) enthält öffentliche Räume. Es beginnt vorne mit zwei Restaurants, links dem Ristorante Panorama-Élite und rechts dem Costa Club Restaurant Ristorante Bellavista. Mittig geht es weiter mit der Piazza Trastevere. Links liegt die venezianische Bar Il Bacaro für den Apéro mit ausgewählten Weinen, rechts liegt die Sportsbar Maranello. Mittig liegt die Gelateria Amarillo.

Es schließen sich beidseitig die Shops Il Mercantino an.

Links liegt die Kochschule Laboratorio del Gusto und rechts das Spezialitätenrestaurant Teppanyaki. Es geht über in die Pizzeria Pummid´Oro, die sich über die gesamte Breite des Schiffs erstreckt.

Es folgt die dritte Ebene des Colosseo.

Mittig liegt die Bar Spazio Bollicine mit Weinen vom Weingut Ferrari. Es geht weiter nach dem Treppenhaus mit dem Buffetrestaurant La Sagra dei sapori. Zum Heck hin folgen nach dem hinteren Treppenhaus Kabinen.

Auf Deck 8 gibt es eine offene, umlaufende Promenade, den Lungomare Riviera, der am Heck zur Terrazza Superba hinunterführt. Hier gibt es an verschiedenen Stellen Raucherbereiche. Hier gibt es diverse Sitzmöglichkeiten, Loungebereiche und Sonnenliegen.

Weiter geht es mit den Decks 9 bis 19 der Costa Smeralda.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Costa Smeralda auf Einladung von Costa Kreuzfahrten

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Wir legen grossen Wert auf unabhängige und neutrale Berichterstattung. Wenn uns etwas nicht gefällt, werden wir das schreiben, und auch, wenn uns etwas gefällt - egal, ob wir auf eigene Kosten oder auf Einladung gereist sind. Das sind wir unseren Lesern schuldig. Und selbst die Reedereien haben nichts davon, wenn wir Dinge beschönigen. Denn spätestens auf dem Schiff selbst würde die Diskrepanz zwischen zu wohlwollendem Bericht und der Realität ohnehin auffallen.

Damit aber erst gar nicht der Verdacht der Heimlichtuerei oder Mauschelei aufkommt und damit unsere Leser erst gar nicht auf die Idee kommen, wir würden geflissentlich verschweigen, dass wir oft auf Einladung der Reedereien unterwegs sind, kennzeichnen wir unsere Beiträge entsprechend.

2 Gedanken zu „Italien pur mit der Costa Smeralda“

  1. Vielen Dank für diesen (wie schon so oft) hervorragenden und ausführlichen Bericht.

    Welch ein großes Glück für Costa, dass viele Menschen negative Dinge relativ schnell ausblenden können.
    So wurde scheinbar auch schnell vergessen, welchen unmöglichen Menschen und großen Feigling diese Reederei als Kapitän der „Costa Concordia“ anvertraute.

    Für mich persönlich spielt dies allerdings keine Rolle, weil ich italienische Schiffe generell nicht mag und daher auch nicht buche (wie auch Schiffe mit mehr als 3.000 Passagieren)

    Aber zum Glück gibt es ja für jeden Geschmack das passende Schiff.

    Liebe Grüße aus Österreich

    Antworten
    • Lieber Manfred,
      glücklicherweise hat sich bei Costa dann doch Vieles seit der Costa Concordia verändert.
      Aber ich sage ja immer, es gibt für jeden das richtige Schiff und nicht jedes Schiff ist für jeden das Richtige!
      Mit Grüßen aus München
      Carmen

      Antworten

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