Norwegian Prima – Tag 5 Cobh – Irischer Whiskey und die Titanic

An Tag 5 an Bord der Norwegian Prima steht im irischen Cobh der erste Landgang an – Wir besuchen die Midleton Distillery und wandeln auf den Spuren der Titanic in Cobh.

Ankunft in Cobh: 8:00 Uhr
Abfahrt nach Portland: 15:30 Uhr
Sonnenaufgang: 6:41 Uhr
Sonnenuntergang: 20:24 Uhr
Wettervorhersage: meist sonnig, 16 Grad

Wir stehen gegen 6:00 Uhr auf und der Tag empfängt uns mit einem traumhaften Sonnenaufgang bei der Einfahrt ins irische Cobh.

Um die Einfahrt zu genießen, entscheiden wir uns wieder für das Surfside Café für das Frühstück. Dort gibt es übrigens einen Starbucks Kaffeeautomaten, der aber kostenpflichtig und sehr langsam ist.

Dann geht es raus, um Fotos vom malerischen Cobh zu machen.

Am Anleger in Ringaskiddy liegt ein Costa Schiff und ich habe tatsächlich vergessen, welches, ich glaube die Costa Deliziosa oder Diadema.

Wir hatten online den Ausflug “Cork Orientation & Jameson Distillery” (71 Dollar, 4 1/2 Stunden) gebucht. Um 8:20 Uhr war Treffpunkt im Theater. Es ging zunächst von Bord und zum Bus.

Der Bus brachte uns zunächst vorbei am Belvelly Castle zur Stadt Cork, wo wir eine Rundfahrt machten. Die schlechten Bilder durch das Busfenster werden dem durchaus sehenswerten Städtchen nicht gerecht. Ein Besuch von Cork lohnt sich auf jeden Fall.

Es ging weiter nach Midleton zur Midleton Distillery oder auch Jameson Distillery. Eigentlich haben sich hier mehrere Destillerien zusammengeschlossen, so dass verschiedene Marken produziert werden. Jameson Whiskey ist aber weltweit sicher die bekannteste Marke an irischem Whiskey. Besichtigt wurden das Mill House, das Still und Wash House, das Brew House und auch die Micro Distillery, in welcher heute die Auszubildenden das Handwerk erlernen. Gin wird hier ebenfalls hergestellt. Es handelt sich allerdings um die historischen Gebäude, in denen keine Produktion mehr stattfindet. Diese wurde in die neuen, modernen Gebäude verlagert. Aber es wird immer noch der Whiskey hier gelagert. Natürlich wurde der gesamte Herstellungsprozess vom Brauen des Suds über die One Pot Dreifach-Destillation bis hin zur mehrjährigen Lagerung erklärt.

Anschließend ging es zur Verkostung – Jameson Whiskey wurde einem schottischen (Johnny Walker) und einem amerikanischen (Maker´s Mark) gegenübergestellt. Jameson hat sich gut geschlagen, aber gegen meinen Lieblings-Bourbon Maker´s Mark verliert er dann doch ganz knapp.

Mit der Eintrittskarte gibt es anschließend in der Bar noch einen Whiskey oder Whiskey-Cocktail nach Wahl. Wir entschieden uns für einen Cocktail mit Ginger Ale. Selbstverständlich blieb auch ausreichend Zeit, um den Shop zu erkunden und einzukaufen.

Nun ja, nach drei Whiskey-Proben und dem Cocktail meldete sich der Magen, es war gerade erst 11 Uhr vormittags. Also beschlossen wir am Food Truck vor dem Shop noch ein Cajun Chicken Sandwich zu essen – empfehlenswert!

Zurück in Cobh beschlossen wir gleich in die Stadt zu gehen. Natürlich wurden zunächst Fotos vom Schiff gemacht. Hier war die perfekte Gelegenheit dafür.

Cobh war der letzte Hafen der RMS Titanic vor ihrer nie vollendeten Reise über den Atlantik. Wie auch in Cherbourg legte das Schiff aber nicht im Hafen an, sondern es wurde getendert. Hier musste auch ein seit Southampton mitreisender Priester, der eigentlich bis New York mitfahren wollte, auf Geheiß seiner Vorgesetzten das Schiff verlassen. Ihm ist es zu verdanken, dass wir heute noch zahlreiche Fotos vom Schiffsinneren haben. Ein Wandgemälde erinnert an das 100. Jubiläum des Untergangs. Im ehemaligen White Star Line Gebäude ist heute das Titanic Museum. Auch ein Denkmal zum Untergang der Titanic sowie der Lusitania gibt es in Cobh. Wer möchte, geht im Pub Mauretania auf ein lokales Bier, ein Murphy´s.

Natürlich gibt es im malerischen Cobh noch mehr zu entdecken, allen voran die imposante Cobh Cathedral.

Um 15 Uhr hieß es alle an Bord und wir legten pünktlich um 15:30 Uhr ab.

Wir genossen die Abfahrt vom Vibe Beach Club aus mit nicht alkoholischen bzw. alkoholarmen Cocktails. Diese trübten dann auch nicht den Blick, auf eine hoffentlich nur einmalige Attraktion auf der Norwegian Prima – der Wasserfall vom Haven Sun Deck hinunter auf Deck 8. Jetzt wird klar, warum die Infinity Pools zwei Wasserstände haben. Das Schiff musste beim Auslaufen eine enge Kurve fahren und neigte sich entsprechend zur Seite. Der Infinity Pool vom Haven Sun Deck war allerdings noch nicht abgelassen auf den niedrigeren Wasserstand und so ergoss sich das Wasser knöcheltief über das Haven Sun Deck.

Um 17 Uhr war zur “Sustainable Happy Hour” in der Metropolitan Bar eingeladen mit Wesley Cort, Vice President of Food and Beverage Operations, sowie Luis Ortega, Corporate Director Beverage Development, die uns die neuen nachhaltigen Cocktails an Bord erklärten. Diese gibt es täglich nur an der Metropolitan Bar sowie einen als Tagescocktail an den anderen Bars. Star an der Bar ist die NCL Bartender Legende Clarence “Chocolate Cowboy”, der uns die Cocktails mixte. Verkostet wurden der Prima Donna, der Croissant Mai Tai und der Watermelon Twist – aus kleinen Shotgläsern. Beim Croissant Mai Tai kommen übrig gebliebene Mandelcroissants zum Einsatz. Die Orangenschalen-Deko stammt von den übrig gebliebenen Schalen der Orangen für den frisch gepressten Orangensaft. Aus Ananas- oder Bananenschalen wird ein Sirup produziert. Reste von Champagner werden ebenfalls zu Sirup verarbeitet und kommen den Sustainable Spritz.

Kurzfristig bekamen wir die Info, dass um 18 Uhr zwei spanische Kollegen beim Hosted Dinner im Palomar abgesagt hätten, weil es ihnen zu früh war, und wir einspringen können. Also hoch ins Palomar zum Abendessen. Wir hatten uns den “Whole Fish for two” in Salzkruste bestellt, einen Seesaibling. Beim Dessert wurden einfach alle Desserts aus der Karte bestellt und am Tisch geteilt.

Unsere Reservierung im Comedy Club fiel dem Abendessen zum Opfer. Daher gingen wir noch hoch in die Observation Lounge und ließen uns einen Lemon Drop Martini schmecken. Die Bartenderin erkundigte sich, ob er gut war, denn sie hätte nur Limejuice und keinen Lemon Flavored Vodka. Wir plauderten und meinten, wir machen ihn mit Limoncello. Sollen wir einfach das nächste Mal sagen, sie hat auch Limoncello da und macht ihn gerne damit für uns.

Weiter geht es mit Tag 6 an Bord der Norwegian Prima im britischen Portland und der Jurassic Coast.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Norwegian Prima auf Einladung von Norwegian Cruise Line. Die Anreise wurde selbst bezahlt.

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien ...

... und folgen Sie uns auch auf Facebook, Twitter und/oder Instagram!

X

Hinweise zur redaktionellen Unabhängigkeit und zu Werbung

Cruisediary.de reiste auf der Norwegian Prima auf Einladung von Norwegian Cruise Line. Die Anreise wurde selbst bezahlt. In unserer unabhängigen Berichterstattung lassen wir uns dadurch nicht beeinflussen.

Wir legen grossen Wert auf unabhängige und neutrale Berichterstattung. Wenn uns etwas nicht gefällt, werden wir das schreiben, und auch, wenn uns etwas gefällt - egal, ob wir auf eigene Kosten oder auf Einladung gereist sind. Das sind wir unseren Lesern schuldig. Und selbst die Reedereien haben nichts davon, wenn wir Dinge beschönigen. Denn spätestens auf dem Schiff selbst würde die Diskrepanz zwischen zu wohlwollendem Bericht und der Realität ohnehin auffallen.

Damit aber erst gar nicht der Verdacht der Heimlichtuerei oder Mauschelei aufkommt und damit unsere Leser erst gar nicht auf die Idee kommen, wir würden geflissentlich verschweigen, dass wir oft auf Einladung der Reedereien unterwegs sind, kennzeichnen wir unsere Beiträge entsprechend.

Schreibe einen Kommentar