Europa 2 in Hamburg Altona

Skandinavischer Charme mit der Europa 2

Tag 4 Göteborg / Schweden (9 bis 20 Uhr)

Weiter geht es nach Schweden, genauer gesagt nach Göteborg, der zweitgrößten Stadt Schwedens nach Stockholm.

Sonnenaufgang: 5:25 Uhr
Sonnenuntergang: 21:05 Uhr
Wettervorhersage: bewölkt, Regenschauer, bis 14°C
Distanz bis Kopenhagen: 138 Seemeilen

Kapitän van Zwamen hatte den Lotsen für 7:30 Uhr angekündigt für die Ankunft in Göteborg um 9 Uhr. Ein paar Eindrücke von der morgendlichen Einfahrt nach Göteborg:

Der Anlegeplatz Arendal liegt im Industriehafen, der ca. 15 km vom Stadtzentrum entfernt ist. Ab 10 Uhr fuhr stündlich ein kostenloser Shuttlebus ins Zentrum zum Stora Teatern und von dort aus jeweils zur halben Stunde wieder zurück. Der letzte Shuttle in die Stadt war für 18 Uhr angegeben, der letzte Shuttle von der Stadt sollte um 18:30 Uhr fahren. Im Hafengebäude gibt es kostenloses WLan sowie einen Souvenirshop, der jedoch erst um 14 Uhr öffnete (und vermutlich auch dann erst das WLan einschaltete, denn am Morgen war nichts verfügbar). Auch die Innenstadt von Göteborg bietet kostenloses WLan an. Gegenüber am Anleger Arendal befindet sich gleich das Volvo-Museum. Broschüren und Stadtpläne wurde im Hafengebäude verteilt.

Wir gingen in den Yacht Club zum Frühstück, von wo aus wir die Einfahrt nach Göteborg gut beobachten konnten. Für Kreuzfahrer stellt die Stadt übrigens einen kostenlosen Cruise Guide zur Verfügung, der hier als pdf Datei heruntergeladen werden kann.

Aus einer mir nicht mehr nachvollziehbaren Laune heraus hatten wir am ersten Tag für heute eine Fahrradtour gebucht: „Soft Vital Tour: Sightseeing per Bike in der schwedischen Metropole“ für 59 Euro. Treffpunkt für die Tour war um 11 Uhr im Jazzclub. Rückkehr zum Schiff war für 16 Uhr geplant. Übersehen hatte ich wohl die „35 km“ dazwischen. Der Himmel war bedeckt, der Wind blies kräftig, aber die Temperatur war halbwegs angenehm. Angekündigt waren bis zu 14°C und Regenschauer.

Nun gut, 35 km sind es dann doch nicht geworden, aber 28,5 km. Es hätten noch deutlich mehr werden können… aber der letzte Teil der Wettervorhersage bewahrheitete sich. Zurück zum Anfang. Um 11 Uhr trafen wir uns mit Tom, unserem Bike Guide, sowie einem weiteren wagemutigen Paar im Jazzclub. Tom versorgte uns mit einer Flasche Wasser und einem Protein-Riegel. Außerdem bekamen wir einen Rucksack sowie ein Regencape (die Plastikfolien-Teile). Die Räder standen schon vor dem Schiff bereit und waren auch schon auf unsere Größe eingestellt. Ein paar Runden drehen, sich an die Scheibenbremsen und die Gangschaltung gewöhnen und dann ging es los. Der erste Part war natürlich nicht so malerisch – durch die Industrieanlagen ging es bis zur Älvbron-Brücke. Durch kleine Nebenstraßen erreichten wird den Botanischen Garten Slottsskogen, der auch verschiedene Tiergehege beherbergt. Bei den Humbolt-Pinguinen und den Robben legten wir einen Stopp ein. Dann begann es leider zu regnen. Bei einer Straßenbahnhaltestelle am Ende des Parks konnten wir uns während des heftigsten Schauers unterstellen. Wir packten die Regencapes aus und zogen die Regenhauben über die Rucksäcke. Als der Regen etwas nachlies, ging es weiter in Richtung des historischen Viertels Haga. Dort flüchteten wir erst einmal in ein kleines, uriges Café, das Café Kringlan, und wärmten uns bei einem Cappuccino und einer Zimtschnecke (Kanelbulle) auf. Der Regen lies etwas nach und weiter ging es. Gegenüber dem Stora Teatern, wo auch die Haltestelle des Shuttlebusses war, ging es in den Trädgardsföreningen Park. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Schlenker zur Fischmarkthalle, der Feskekôrka. Anschließend ging es noch zur Domkyrken, der Kathedrale, und dem Kronhuset, dem ältesten Gebäude der Stadt, über das Denkmal des Stadtgründers zurück zum Stora Teatern. Tom hatte sich vorab glücklicherweise schon erkundigt, ob wir notfalls die Räder im Gepäckfach des Shuttlebusses zurück zum Schiff bringen könnten. Gut, der Notfall war inzwischen eingetreten, denn wir waren alle trotz Regenkleidung mehr als nur nass. Und so ging es per Bus wieder zurück zum Schiff.

Übrigens organisierte das Schiff kurzerhand noch einen zweiten Shuttlebus, so dass dieser halbstündlich fuhr. Am Schiff angekommen, halfen wir Tom noch mit den Rädern und waren doch froh, die nassen Klamotten endlich ausziehen zu können. Inzwischen war es fast 15 Uhr und die heiße Dusche weckte die Lebensgeister wieder auf. Fazit: Auch Göteborg ist eine sehr sehenswerte Stadt, wenn es nicht gerade regnet. Tom hatte die Tour ganz hervorragend vorbereitet – via GPS und speziellen Fahrradkarten, denn auch er war die Tour vorher noch nicht gefahren und am Vormittag war die Zeit zu kurz, um die komplette Runde abzufahren. Die Räder für die Touren sind übrigens ultraleicht mit einem bequemen Gelsattel. Die Gangschaltung lässt sich gut bedienen. Da die Kette kein Schutzblech hat, empfiehlt sich eine enge Hose.

Wieder trocken gelegt, gingen wir nochmals kurz ins Hafengebäude und erkundeten den Souvenirladen nach einem Magneten für unsere Tochter. Jetzt funktionierte auch das kostenlose WLan.

Käpt´n Knopf Ballons
Käpt´n Knopf Ballons

Da wir heute den ganzen Tag bis 20 Uhr in Göteborg liegen werden, war das Tagesprogramm entsprechend „locker“. Heute gab es um 8 Uhr die Early Bird Gymnastik im Fitness Center – nicht am Pool – sowie um 18:30 Uhr ein Treffen der internationalen Clubs mit der Guest Relation Managerin Sabine Hinz (Rotary, Inner Wheel, Lions, Kiwanis, Zonta, Soroptimisten und andere Service Clubs). Um 18 Uhr stand im Fitness Center noch Body Circuit als Abendgymnastik auf dem Programm. Es fand sich noch eine weitere Dame und so machten wir 45 Minuten Zirkeltraining an neun Stationen wieder mit Personal Trainer Patrick. Am Nachmittag muss noch eine Aktivität für die Kids am Pool stattgefunden haben.

Bei strömendem Regen und Sturmböen stellte sich gegen 18:30 Uhr eine Marching Band auf, um uns zu verabschieden. Die Mädels konnten einem wirklich Leid tun. Kapitän van Zwamen bat in seiner Durchsage um einen kräftigen Applaus.

Zum Abendessen hatten wir heute eine Reservierung im italienischen Spezialitätenrestaurant Serenissima für 19 Uhr. Ebenfalls sehr lecker. Gehobene italienische Küche, die keinen Wunsch offen lässt. Man ist versucht, die komplette Speisekarte zu bestellen.

Die Abendunterhaltung war wie üblich, die Pianistin in der Pianobar, DJ Kentho in der Sansibar und Dayami & Company an der Poolbar und im Jazzclub. Für 22 Uhr stand im Theater die Show „CUBE“ des Produktionspartners „battle Royale“ auf dem Programm. CUBE ist eine artistische Show mit Boden- und Luftakrobatik sowie Jonglage. Hervorragende Artisten, die Musik war mir etwas zu „sphärisch“, was aber das Thema ausmachte. Nett sind die Interaktionen der acht Artisten mit dem elektronischen Bühnenbild, das alte Computerspiele wie Tetris oder Pong wieder aufleben lies.

Nach der doch anstrengenden Radtour zog es uns nach der Show ins Bett.

Heute gab es bereits die Ausschiffungsinformationen samt den Kofferanhängern. Da wir individuell abreisen, stehen unsere Koffer ab 8:30 Uhr im Terminal bereit. Die Suiten müssen um 9 Uhr geräumt sein. Die Koffer müssen am Abreisetag bis spätestens 4 Uhr vor der Tür stehen.

Anmerkung: Cruisediary.de fuhr mit der Europa 2 auf Einladung von Hapag Lloyd Kreuzfahrten.