Mein Schiff 6 – Tag 8 Nach dem Palast von Knossos geht es nach Hause

Der letzte Tag an Bord der Mein Schiff 6 hat begonnen. Nach einem Ausflug zum Palast von Knossos geht es nach Hause.

Ankunft: 5:30 Uhr

Heute Nacht war Zeitumstellung – der Winter hat uns wieder und damit die Winterzeit, sprich wir haben eine Stunde gewonnen. Daher waren wir gegen 6 Uhr wach und lagen bereits im Hafen von Heraklion. Kurz vor 7 Uhr ging die Sonne auf.

Wir gingen noch ein letztes Mal in die X Lounge für ein gemütliches Frühstück. Wir hatten noch ausreichend Zeit.

Um 7:45 Uhr konnten die Ausflügler sich ein Lunch Paket in der Abtanz Bar abholen. Wie schon für die Wanderung enthielt das Paket zwei Flaschen Wasser (still und sprudelnd), zwei Sandwiches (Käse und Schinken), ein Stück Schokokuchen, einen Riegel sowie zwei Stück Obst (heute Apfel und Pflaume). Wir packten auf der Kabine unsere Lunch Pakete um in das Handgepäck. Dann wurden die Koffer fertig gepackt.

Es blieb immer noch Zeit für einen Rundgang über das Schiff. Am Schornstein wurde gearbeitet. Hoffen wir mal, dass es hilft, und die Rußbelästigung in der Arena abgestellt werden kann. Das Schiff war schön mit Fähnchen geschmückt und auch am Heck mal endlich die maltesische Flagge. Überall wurde geputzt und repariert. Das Heck hat eine automatische Scheibenwaschanlage, die gerade ansprang, als wir dort standen.

Um 9 Uhr verließen wir unsere Kabine und gingen von Bord. Draußen wurden wir schon von den Ausflugsbussen empfangen. Wir hatten Bus 10 für den Ausflug „BLAUE REISE: Die Palastanalage von Knossos und Heraklion MUC/HAJ“ (49 Euro, 3,5 Stunden – der Ausflug war online über die App nicht buchbar, den Rabatt von 20% gab es aber auch noch an Bord). Der Ausflug endet am Flughafen. Für jeden Abflug gibt es einen eigenen Ausflug – daher die Endung „MUC/HAJ“, da unser Flug erst nach München und dann weiter nach Hannover geht.

Unser Guide Katharina fuhr zunächst mit uns nach Knossos, das etwa 20 Minuten vom Hafen entfernt liegt.

Anschließend ging es gut 1,5 Stunden mit fachkundiger Führung und vielen Informationen durch die Ruinen der minoischen Palastanlage von Knossos. Die Palastanlage – die dritte an dieser Stelle – wurde bis 1370 v.Chr. benutzt. Auch Katharina erzählte, dass sie durch einen 75 m hohen Tsunami beim Einsturz des Vulkans von Santorini, der zur Entstehung der dortigen Caldera führte, zerstört worden sei. Dieser Vulkanausbruch war aber wohl bereits deutlich früher und so führte wohl doch eher die Invasion der mykenischen Griechen auf Kreta zum Untergang der Minoer. Viele griechische Sagen haben in dieser Palastanlage ihren Ursprung – der Minotaurus und die Europa, der Faden der Ariadne oder Dädalus und Ikarus. Rund 1.300 Räume soll es in der Palastanlage gegeben haben. 800 davon sind nachweisbar. Alle Fresken sind Nachbildungen. Die Originale befinden sich im Archäologischen Museum in Heraklion. Der Rundgang begann beim Westpalast.

Weiter geht es an mehreren Häusern mit Fresken.

Ziel ist der große Mittelhof, der 23 m breit und 52 m lang ist.

Hier befindet sich der Thronsaal von König Minos mit dem ältesten erhaltenen Thron.

Zentral ist die Bastion mit dem Fresko des Minotaurus.

Auf der Ostseite wurden die Gebäude bis zu fünf Stockwerke hoch. Hier liegt das große Treppenhaus. Außerdem gibt es Vorratsräume und die Räume der Königin, die über eine wassergespülte Toilette verfügten. Ein Kanalsystem für Frischwasser und Abwasser war ebenfalls vorhanden.

Die Führung endete beim Theater, das eine religiöse Kultstätte war.

Um 11:10 Uhr war dann wieder Treffpunkt am Bus. Am Schluss hatten wir noch kurz „Freizeit“ für den Besuch der Toilette (0,50 Euro) oder den Museumsshop.

Mit dem Bus ging es nun nach Heraklion für den Stadtrundgang, wo wir am Platz beim archäologischen Museum ausstiegen. Am städtischen Gerichtsgebäude ist das Eingangsportal interessant, das ein Kirchenvertreter gestiftet hat.

Leider war ja Sonntag, so dass der Gang durch die Marktstraße und den Fischmarkt doch eher langweilig war, denn praktisch kein Geschäft hatte geöffnet. Nur eine Seitengasse mit Regenschirmen bot ein Fotomotiv.

Einen Fotostopp machten wir an den beiden Brunnen – dem venezianischen Bembo Brunnen und dem osmanischen Brunnenhaus. Die Venezianer nahmen einfach einen alten römischen Sarkophag als Becken und eine römische Statue.

Es ging weiter zur Minas Kathedrale und den beiden weiteren Kirchen am Platz. Die kleine Kirche gleich unterhalb ist die alte Kathedrale – heute die Kirche zum heiligen Minas und Pantanassas. Etwas dahinter liegt die dritte Kirche, die der heiligen Katharina geweiht ist.

Der venezianische Löwenbrunnen, der eigentlich Morozini Brunnen heißt, und auch die venezianische Loggia (heute Rathaus) lagen auf dem Weg.

Einen Stopp machten wir schließlich bei der Kirche Agios Titos. Wer nicht weiter zum Hafen laufen wollte, konnte hier warten.

Den Abschluss bildete der alte venezianische Hafen samt der Festung. Dieser ist heute Fischer- und Yachthafen. In der Ferne konnten wir noch einen Blick auf die Mein Schiff 6 erhaschen.

Im Bus darf nicht gegessen werden und auch am Flughafen ist Essen mit Maske etwas schwierig und so aßen wir unsere Sandwiches und den Kuchen während des Stadtrundgangs – mit Abstand natürlich.

Anschließend brachte uns der Bus die gut 15 Minuten zum Flughafen, den wir kurz vor 13 Uhr erreichten. Noch kurz der Hinweis, dass unser Check-in an den Schaltern 19 bis 22 stattfindet und wir waren sozusagen entlassen. Wir checkten unser Gepäck ein und machten uns durch die Sicherheitskontrolle und den Shoppingbereich auf zu unserem Gate A5.

Der TUIlfy Flug X3 4689 sollte erst um 15:30 Uhr abfliegen, die Maschine aus München kommend kam erst um 14:30 Uhr planmäßig an. Also nutzten wir die Zeit, um etwas zu arbeiten. Gestern hatten wir ja nichts gemacht, also mussten noch Fotos sortiert und Texte weitergeschrieben werden – solange der Akku hält.

Dieses Mal haben sich die 11 Euro für die Sitzplatzreservierung rechts in den hinteren Reihen gelohnt. Wir wurden kurz nach dem Start mit einem herrlichen Rundflug über die Mein Schiff 6 belohnt. Die Fotos entstanden übrigens alle mit dem Handy. Auf dem letzten Foto ist zu erkennen, dass der Flughafen von Heraklion direkt neben dem Hafen liegt.

Den kostenpflichtigen Service von TUIfly nahmen wir dieses Mal nicht in Anspruch.

Wir landeten pünktlich um 17:30 Uhr in München. Direkt unter uns wurden die Koffer ausgeladen – unsere Koffer habe ich aber nicht gesehen. Die Gäste nach Hannover durften wieder in der Maschine sitzen bleiben und warten.

Schon vor der Reise hatten wir uns für einen PCR-Test am Flughafen angemeldet. Und so ging es umgehend, nachdem die Koffer angekommen waren, zum Test. Allerdings hatte sich das dann nicht wirklich gelohnt. Denn der Freistaat Bayern hatte zwischenzeitlich den Anbieter gewechselt und wir mussten vor Ort die Anmeldung nochmals neu machen. Diese kann jetzt nur noch 24 Stunden im Voraus erfolgen. Das war aber kein Problem, wir waren die ersten, die sich testen lassen wollten. Als wir 5 Minuten später das Testzentrum verließen, hatte sich eine sehr kleine Schlange gebildet, überwiegend mit Passagieren von unserem Flug. An der Anzeige für die Gepäckbänder waren übrigens gerade einmal drei Flüge angezeigt. Das Testergebnis hatten wir am nächsten Morgen um 6:44 Uhr per E-Mail – negativ!

Es ging für uns weiter zur S-Bahn in Richtung nach Hause – nein nicht ganz, wir mussten noch unseren Kater aus seinem Urlaubsquartier abholen.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Mein Schiff 6 auf Einladung von TUI Cruises.

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2 Gedanken zu „Mein Schiff 6 – Tag 8 Nach dem Palast von Knossos geht es nach Hause“

  1. Schöner Bericht und tolle Fotos! Knossos weckt Erinnerungen an unsere Reisen in den 80er Jahren auf eigenem Bug . Wir lagen im alten Stadthafen und haben auf dem Fischmarkt (vermutlich an einem Samstag…) die restlichen Garnelen (bestimmt 2 kg) für 20 DM aufgekauft. Wäre schön, wenn TUI die Routen weiterhin anbietet, dann sind wir demnächst dabei.

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    • Danke Biggi!

      Wir waren vor gut 19 Jahren auf Kreta für zwei Wochen mit Mietwagen und einer damals 2 Jährigen.

      Kreta und die griechischen Inseln sind immer eine Reise wert. Schade, dass TUI Cruises im Moment nicht weiterfahren kann. Sie haben wirklich das Beste daraus gemacht und mit den zwei Sightseeing-Fahrten in die Caldera von Milos und Santorini auch an den Seetagen noch etwas extra geboten.

      Gruß
      Carmen

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