Parlamentsgebäude

Tag 2 Nassau

Nassau wird nie langweilig!

Ankunft: 8:00 Uhr
Abfahrt: 15:00 Uhr
Sonnenaufgang: 6:57 Uhr
Sonnenuntergang: 17:30 Uhr
Wettervorhersage: 23° – 27°C, sonnig
Entfernung bis Charlotte Amalie: 845 Seemeilen
Dress Code: Smart Casual

Wieder waren wir um 6 Uhr wach. Fertig machen und den Sonnenaufgang genießen! Erneut vom Yacht Club aus genossen wir die Einfahrt nach Nassau. Die anderen Schiffe des Tages, die Enchantement of the Seas, die Norwegian Sky, die Carnival Glory und die Carnival Ecstasy waren schon da.

Da wir schon im Yacht Club waren, gab es heute hier Bircher Müsli, frisches Obst und einen Cappuccino sowie frisch gepressten Orangensaft.

Um 9 Uhr hatten wir unsere gestern gebuchte Bali-Massage, von der es natürlich keine Fotos gibt.

Gegen 9:40 Uhr ging es von Bord, erst einmal Schiffe fotografieren.

Eigentlich wollte ich schon lange eine Food Tour mit Tru Bahamian Food Tours machen, aber dazu war die Liegezeit zu knapp bemessen. Auf für eine Fahrt mit den heimischen Minibussen (jitney) zum Fish Fry in Arawak Cay reichte die Zeit nicht. Außerdem wollten wir auf jeden Fall zur John Watling´s Distillery und Rum kaufen. Warum viele in Nassau schon gar nicht mehr von Bord gehen, kann ich persönlich nicht verstehen. Es gibt viel zu entdecken, auch wenn Nassau selbst nicht gerade der sicherste Ort in der Karibik ist. Die touristischen Bereiche haben allerdings eine hohe Polizeipräsenz. Abseits der Bay Street und des Woodes Rodgers Walk, wo sich die Haupttouristen-Fallen befinden, gibt es Kleinode zu entdecken.  Hier ein paar Eindrücke:

Wir hatten den Tipp bekommen, doch einen Gottesdienst in einer der Kirchen zu besuchen. Wir landeten in der Christ Church Cathedral – dem anglikanischen Dom. Alle Touristen wurden hier sehr freundlich empfangen und man gab bereitwillig Auskunft. Der anglikanische Gottesdienst ist dem katholischen in der Liturgie sehr ähnlich. Aber hier ging es noch deutlich festlicher zu. Und Weihrauch können die… Rauchwarnmelder wären hier jedenfalls fehl am Platze. Vor der Kirche erklärte uns ein Priester noch ausführlich die Geschichte der anglikanischen Kirche und die Unterschiede zur katholischen. Die sahen wir später übrigens auch noch, die Kirche.

Vom Government House machten wir uns auf den Weg zur John Watling´s Distillery, wo wir eigentlich nur eine Flasche Rum kaufen wollten. 2014 waren wir das erste Mal dort und hatten eine Flasche Rum gekauft. Diese war gerade leer geworden und der Rum kann nur hier gekauft werden. Doch auf dem gesamten Gelände fand das Tru Tru Bahmamian Festival statt und so blieben wir und zahlten die 5 Dollar Eintritt für das Festival. Zur Distillery wäre es auch ohne Eintritt gegangen, die Tour dort ist kostenlos. Es geht durch das historische Haupthaus, in dem Szenen aus dem James Bond Film Casino Royale gedreht wurden, in den Hinterhof vorbei am Brunnen und in die Produktionshalle. Dort ist alles Handarbeit – auch die Abfüllung der Flaschen. In den aufgestellten Fässern ist Rum zum Riechen. Über den Laden, wo wir unsere Flasche Buena Vista Rum kaufen, geht es weiter in die Bar. Dort gönnten uns einen Daiquiri (einen für beide). Dann ging es auf das Festival – Frische Conch Fritters als Vorspeise. Eigentlich wollten wir auch einen Conch Salad essen, aber es gab Schwierigkeiten. Die Conchs müssen an andere Stelle aus der Schale befreit werden und waren mittags noch nicht angeliefert. Und so beschlossen wir nach gut einer Stunde Wartens („er kommt in 15 Minuten“), doch wieder Richtung Hafen zu gehen.

Zurück am Hafen gingen wir auf Empfehlung in das Restaurant Lukka Kairi direkt neben dem Straw Market am Woodes Rodgers Walk. Neben der tollen Aussicht auf den Hafen vom Balkon aus gibt es hier eine Spezialität der Bahamas – Kale Caesar Salad (10,50 Dollar) aus Grünkohl, der hier angebaut wird! Nein, entgegen der bei uns gängigen Meinung braucht Grünkohl keinen Frost und kann auch roh gegessen werden. Außerdem gönnten wir uns noch einen Conch Salad mit Fried Plantains (8,50 Dollar) samt einem Eistee bzw. einem Sands Bier.

Anschließend ging es zurück an Bord – ach ja, die Fähre nach Atlantis kostet 4 Dollar bzw. 8 Dollar hin-/zurück. Und ja, ich war natürlich bei Diamonds International und Effy – langsam solltet ihr mich kennen.

Brav stellten wir uns an der Schlange an, als wir von einem der Yacht Club Mitarbeiter erkannt und rausgezogen wurden. Dabei hatten wir mit diesem Mitarbeiter vorher noch gar keinen persönlichen Kontakt gehabt. Sehr aufmerksam! Vorbei ging es an der Schlange direkt an Bord. Übrigens, die Flasche Rum konnten wir mit auf die Kabine nehmen. Zurück auf der Kabine war zunächst ein bisschen Ausruhen angesagt und auch der Reisebericht muss geschrieben werden. Hier nochmals die sehr enge Hafeneinfahrt von Nassau von unserem Balkon aus:

Anschließend gingen wir noch ins Fitness Center zum Kalorienabbau. Nagelneue Technogym Geräte, die aber etwas gewöhnungsbedürftig sind. Wir werden uns noch eine Einweisung geben lassen. Es muss übrigens eine Haftungsfreistellungserklärung unterschrieben werden und auch Handtücher gibt es nur gegen Unterschrift. Die Cardio-Geräte sind so programmiert, dass das Training automatisch nach 25 Minuten beendet wird.

Duschen, Haare waschen und fertig machen für den Abend. Wir gingen erst einmal in den Yacht Club auf einen Cocktail zum Sonnenuntergang.

Ab 18 Uhr wurde in der Sports Bar, auf dem Großbildschirm am Miami Beach Pool und im Casino der Super Bowl übertragen. Wir entschlossen uns, doch noch im Yacht Club eine Vorspeise und ein Hauptgericht zu essen. Alessandra meinte, wir sollten unbedingt das Garbanzo Hummus und die Eggplant Baba Ghanoush probieren. Und da ich nicht so auf Auberginen stehe, kam nur ein Teller mit Hummus.

Anschließend zogen dann hoch zum Yacht Club Pool Deck, wo ebenfalls ein Bildschirm aufgestellt wurde. Der Yacht Club Grill hatte extra geöffnet und bot Hot Dogs, Chicken Wings, Obst und mehr als Snacks zum Spiel. Leider war dann der Wind doch etwas unangenehm und zur Halbzeitpause gingen wir auf die Kabine und sahen uns von dort aus den Rest des Spiels an. Übrigens nette Gespräche mit den amerikanischen Gästen und nicht nur über Football sondern über das legendäre WM-Halbfinale Brasilien gegen Deutschland 2014.

Das lenkte offensichtlich so ab, dass wir erst am nächsten Morgen den Prosecco, die Schokoerbeeren und die beiden Schoko-Schiffe – alles Annehmlichkeiten für Black Voyager Mitglieder – entdeckten.

Die Hauptshow im Theater wäre übrigens heute „The Wizard“ gewesen. Um 22:30 Uhr gab es zudem noch die Show „´O sole mio“ sowie um 23:15 Uhr die BeerProv Comedy Show. Party-Motto war Country & Western.

Heute Nacht wurden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Tageslaufleistung: 16.000 Schritte.

Weiter geht es mit Tag 3 , dem ersten Seetag.

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Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der MSC Seaside auf Einladung von MSC. Einen Teil der Anreisekosten haben wir selbst bezahlt.