Aussicht von Shirley Heights

Tag 5 St. John´s / Antigua

Der letzte Hafenstopp führt uns nach St. John´s auf Antigua.

Ankunft: 8:00 Uhr
Abfahrt: 18:00 Uhr
Sonnenaufgang: 6:48 Uhr
Sonnenuntergang: 18:16 Uhr
Wettervorhersage: 23° – 27°C, Sonnig
Entfernung bis Miami: 1166 Seemeilen
Dress Code: Smart Casual / Italienische Nacht

Um 00:30 Uhr klingelte der Handy-Wecker – tja, das war die falsche Richtung bei der Zeitverschiebung, geplant war 6:30 Uhr. Gut, da klingelte er dann nach richtigem Einstellen nochmals. Antigua war schon in Sicht. Wir legten als erstes Schiff an. Uns folgten die Marella Discovery (ex Splendour of the Seas) und die Norwegian Gem. Danach trafen noch die Zenith und die SeaDream I ein.

Fertig machen und ab in den Yacht Club zum Frühstück.

Zunächst noch ein paar Bilder von Land aus:

Wir hatten für heute die Inselrundfahrt mit Lawrence of Antigua gebucht (40 Dollar, 50 Dollar, wenn man noch an den Strand möchte – flexible Rückfahrt – plus 5 Dollar Eintritt pro Person für den Nationalpark). Um 8:45 Uhr war Treffen am Pier. Zu Fuß ging es zum Kleinbus. Lawrence erzählt ausführlich alle Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. Jeder erhält eine Inselkarte zur Orientierung. Erster Lacher, eine Herde Kühe überquerte seelenruhig die Straße mitten im Berufsverkehr.

Der erste Stopp wurde im Nationalpark am Aussichtspunkt The Blockhouse eingelegt. Dort lassen sich auf der einen Seite der windige Atlantik und auf der anderen Seite die eher windarme karibische See sehen. Toiletten und Souvenirverkäufer sind ebenfalls vorhanden. Ach ja, Lawrence hat nicht nur Getränke an Bord, sein Bus verfügt auch über WLan.

Weiter ging es nach Shirley Hights – The Lookout zum dortigen Aussichtspunkt über die Bucht von Nelson´s Dockyard. Die Insel hat übrigens die Form eines Alligators.

Anschließend ging es hinunter nach Nelson´s Dockyard. Dort gab es eine kurze Führung von den örtlichen Führern.

Im Hintergrund schallte laute Musik herüber – die Tallisker Whiskey Atlantic Challenge ging zu Ende, einmal von den Kanaren bis Antigua im High-Tech Ruderboot (vom Einer bis zum Vierer). Der Rekort liegt bei 29 Tagen. Zwei Teams, darunter Wales, waren gerade angekommen.

Die Freizeit wurde knapp und statt des Museums gingen wir noch in die kleine Bäckerei dahinter, die uns Lawrence ans Herz gelegt hatte. Einen Coconut Pie (1,85 Dollar) und einen Pineapple Turn Over (2,25 Dollar) nahmen wir mit zum Bus.

Weiter ging die Fahrt durch den Regenwald vorbei an der dort gerade verwaisten Zip-Line und hinunter an die Küste entlang der Strände. Lawrence stoppte noch kurz und kaufte für uns frische einheimische Ananas.

Unsere vier Mitfahrer wurden am Valley Church Beach abgesetzt. Sie einigten sich auf eine Abholzeit von 16 Uhr. Wir ließen uns von Lawrence zurück nach St. John´s bringen. Kurz nach Verlassen des Strands ging ein heftiger karibische Schauer herunter.

Lawrence setzte uns am Eingang zum Hafen ab. Eine recht schöne und informative Rundfahrt! Übrigens bei Bedarf hat Lawrence auch einen deutschsprachigen Guide. Allerdings müssen dann mindestens acht Personen die Tour buchen, da er den Guide extra bezahlen muss.

Wir machten noch ein paar Fotos von den Schiffen. Und das erste Mal überhaupt verließ ich einen Diamonds International komplett mit leeren Händen. Hier waren die Verkäufer derart desinteressiert, dass es mir nicht einmal gelang, deren Aufmerksamkeit auch nur ansatzweise zu erhaschen. Dann halt keinen Pineapple Charm. Den müsste ich ohnehin schon haben.

Wir probierten das Mittagessen im Yacht Club aus. Die Lasagne war wirklich äußerst lecker! Heute muss wohl italienischer Abend sein, denn die Kellner begannen bereits in rot,weiß und grün für den Abend zu decken. Im Tagesprogramm steht nur Smart Casual. Wer die Erlebniswelt Fantastica gebucht hat, bekommt übrigens das Foto vom Abendessen vom italienischen Abend kostenlos.

Für uns ging es erst einmal in die Kabine. Reiseberichte schreiben und Fotos sichern… was seit zwei Tagen etwas vernachlässigt wurde.

Ebenfalls vernachlässigt wurde der Kalorienabbau, also noch ins Fitness Center. Tja, die Geräte können tatsächlich nur mit einer PIN auf metrisches System umgestellt werden. Widerwillig stellte mir der Fitness Trainer ein Gerät um, aber nur die Meilen auf Kilometer. Sonst nichts. Nun denn, darauf kann ich auch verzichten.

Das übliche Prozedere, duschen, Haare waschen und für das Abendessen umziehen. Wir gingen hoch in den Yacht Club für den Pre Dinner Cocktail.

Während die Zenith sich verabschiedete, zeigte sich über St. John´s ein farbenprächtiger Regenbogen am Himmel:

Beim Mittagessen hatten wir schon gesehen, dass heute italienische Nacht ist. Das Menü bot wieder viel Auswahl und alles war sehr lecker. Nur eine kleine Kritik: Das Glas für das Tiramisu wird so eng, dass man mit dem Löffel gar nicht reinkommt.

Bei Fotoshop erfuhren wir, dass es für Black Voyager Mitglieder nun kein Foto mehr zur Auswahl gibt, sondern nur das Foto, das morgen beim Welcome Back Empfang gemacht wird. Faktisch reduziert sich dann dieses Foto auch auf eines pro Kabine. Das Foto mit dem Kapitän vom ersten eleganten Abend gibt es übrigens nur in der großen Variante samt üppiger Mappe und für 35 Dollar. Unser Kabinensteward hatte es uns auf die Kabine gebracht. Vor der Show noch ein kleiner Kaffee für mich und ein Eis für meinen Mann:

Die heutige Show hieß „My Life in Music“, eine Kollektion berühmter Soundtracks. Bunt, gut gesungen, Akrobatik, aber der rote Faden lies sich für mich nicht erkennen. Phantom of the Opera war eines der englischsprachigen Themen und das andere sollte laut meinem Mann aus Spiel mir das Lied vom Tod sein, aber eben nicht das Titellied. Die italienischen Teile waren mir gänzlich unbekannt.

Um 22:30 Uhr gab es noch die Show Clasicos Latinos (ohne Reservierung) und um 23:15 Uhr dann die BeerProv Comedy. Um 22:30 Uhr war in der Haven Lounge zur 70er Party eingeladen.

Wir waren allerdings – nach rund 20.000 Schritten – so müde, dass wir gegen 22 Uhr bereits ins Bett fielen. Heute kam noch ein Umschlag mit vielen Karten… Einladung zur Welcome Back Party, Einladung zur Black Voyagers Tanzstunde, ein Gutschein für das Foto von der Welcome Back Party und neu, je ein Gutschein für ein Glas Sekt oder Fruchtpunsch während der Reise (an jeder Bar, nicht in den Restaurants).

Morgen geht es weiter mit Tag 6 und dem ersten Seetag zurück nach Miami.

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Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der MSC Seaside auf Einladung von MSC. Einen Teil der Anreisekosten haben wir selbst bezahlt.