MS Seaventure – Tag 7 Akureyri – ein Wal und ein Wasserfall

Um den gestrigen Tag aufzuholen, gibt es heute an Tag 7 einen „Best of“ Ausflug ab Akureyri zum historischen Pfarrhof Grenjaðarstaður, Whale Watching in Húsavik und schließlich zum Wasserfall Goðafoss.

Abfahrt nach Ísafjörður: 19:30 Uhr
Tagescocktail: Paradise

Wir standen gegen halb 7 auf und machten uns fertig. Draußen war das Wasser spiegelglatt und die Stadt lag im Morgenlicht.

Frühstück gab es heute ab 7:30 Uhr. Ich probierte das Special – Lachs mit Cream Cheese, Kapern und Zwiebeln und dazu eine Schreibe Toast.

Da der Ausflug erst um 10 Uhr beginnen sollte, gingen wir nochmals hinaus und in die Stadt für ein paar Fotos und einen kleinen Rundgang.

Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die roten Ampeln in Akureyri legen.

Ab 9:15 Uhr konnten wir in der Seabreeze Lounge Lunchpakete für den Ausflug abholen. Sehr gut gemacht, denn es gibt keine fertigen Pakete, sondern ein kleines Buffet. Dort sagt man, was man haben möchte. Diverse Schokoriegel, eine Auswahl an Obst, drei verschiedene Sandwiches, Cookies und Muffins. Dazu Wasser. Alles übrigens in Papier verpackt und auch die Box ist aus Karton.

Mit 2 Bussen ging es schließlich um 10 Uhr los. Wir fuhren auf die Ringstraße. Da das Licht schön über der Stadt stand, machten wir gleich beim Hochfahren einen Stopp am Aussichtspunkt über Akureyri.

Über die alte Ringstraße und den Pass statt durch den mautpflichtigen neuen Tunnel ging es weiter in Richtung Grenjaðarstaður – einem klassichen isländischen Torfhof in Grassodenbauweise samt einer Kirche. Die ältesten Teile des Pfarrhofes stammen aus dem Jahr 1865. Fünf spitzgieblige Gebäude sind von außen zu sehen. Innen gibt es ein Gewirr an Räumen, bei denen der verteilte Plan durchaus hilfreich ist. Die Räume sind liebevoll mit historischem Mobiliar und Werkzeugen ausgestattet und zeigen anschaulich das Leben auf einem isländischen Bauerhof. Seit 1958 wird der Hof als Museum betrieben. Im angrenzenden Besucherzentrum gibt ein kleines Café samt Souvenirladen mit handgemachten Souvenirs sowie Toiletten.

Die Ursprünge der kleinen Kirche reichen sogar bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die aktuelle Kirche stammt aus dem Jahr 1865 und wurde 1965 erweitert. Die Kirchenglocken im Torhaus sind aus den Jahren 1663 und 1740.

Weiter ging es nach Húsavik. Dort gibt es außer Restaurants, dem Wal-Museum und einer Kirche sowie Fischverarbeitungsfabriken keine wirklichen Highlights. Der Ort ist bekannt für seine Whale Watching Touren, da sich in der Bucht vor Húsavik eigentlich immer Wale aufhalten. Wir hatten gut eine Stunde Zeit bis zu unserer Tour um 13:15 Uhr auf dem umgebauten Fischkutter Sylvia. Genug Zeit, um unser Lunchpaket zu verspeisen. Wer wollte, konnte übrigens noch einen wasser- und winddichten Ganzkörperanzug über seine Kleidung anziehen. Uns reichte die Expeditionsjacke.

Die Whale Watching Tour dauert drei Stunden, wobei wir schon gut eine Stunde rausfuhren – vorbei an einer kleinen Insel mit über 100.000 Puffins, die aber leider um diese Jahreszeit bereits am Abziehen waren. Gelegentlich sahen wir einen Puffin fliegen. Und an den Felsen heran fuhren wir ja nicht.

Die Silver Shadow lag übrigens hier auf Reede.

Endlich erreichten wir die Stelle, an der der einzige Buckelwal des Tages sich dann aber doch attraktiv den Kameras zeigte. Die Fotos entstanden übrigens alle mit dem Handy. Und im Anschluss ging es wieder gut eine Stunde zurück nach Húsavik. Die alten Fischerboote sind nichts für schwache Mägen. Es schaukelt schon ordentlich. Bei dem Whale Watching Hot Spot hätte ich eigentlich mehr als nur einen einzigen Buckelwal erwartet. Durchgefroren ging es wieder in den Bus.

Dieser brachte uns zum letzten Stopp des Tages, dem Wasserfall Goðafoss – der Wasserfall der Götter, der übrigens vulkanischen Ursprungs ist und in seiner Form an die Niagara Fälle erinnert. Wir hatten gut 45 Minuten Zeit, die wir strammen Schritts auch genutzt haben, um auf beiden Seiten zum Wasserfall vor zu laufen. Dafür ließen wir das Besucherzentrum links liegen. Hier hätten wir gerne etwas mehr Zeit gehabt.

Der heute als Ausflug vorgesehene See Mývatn wurde leider auf der Tour nicht angefahren. Auch die weiteren Attraktionen auf dem eigentlichen Diamond Circle, den wir gestern hätten machen sollen, wie den Dettifoss oder den hufeisenförmigen Canyon Ásbyrgi, ließen wir aus. Man hätte den Ausflug „Diamond Circle“ ohne Weiteres auch heute von Akureyri aus machen können. So wurde fast die Häfte der Ausflugszeit in Húsavik für den wenig ergiebigen Whale Watching Ausflug vertan.

Mit etwas Verspätung erreichten wir kurz vor 19 Uhr wieder Akureyri. Wir zogen uns schnell um, denn das Abendessen wartete schon auf uns. Während des Abendessens gegen 19:30 Uhr verließen wir den Hafen von Akureyri. Die wichtigste Nachricht am Abend war natürlich, dass der Austausch des Zylinders erfolgreich war und wir nun wieder wie geplant und mit zwei Maschinen weitefahren können.

Durch den Eyjafjörður ging es wieder zurück auf hohe See. Nach dem Abendessen kam uns noch die Le Champlain von Ponant entgegen, allerdings mit etwas viel Abstand.

Wir gingen noch in die Lounge auf einen Cocktail und die Musik von Paulo aus Porto. Gegen 22 Uhr ging es für uns ins Bett.

Weiter geht es mit Tag 8 an Bord der MS Seaventure in Ísafjörður.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der MS Seaventure auf Einladung von VIVA Cruises

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