Cocktails im Chart Room

Queen Mary 2 – Tag 3 Vom Winde verweht und Homer

Nebel, Wind und Wellen – das Motto des heutigen Tages!

Sonnenaufgang: 4:52 Uhr
Sonnenuntergang: 19:58 Uhr
Dress Code: Smart Attire
Time Change: 1 Stunde zurück

Noch hat sich der Körper nicht wirklich auf die ständige Zeitverschiebung eingestellt und so war ich mitten in der Nacht eine Weile hellwach. Anschließend schlief ich aber wieder ein und wir wachten tatsächlich erst deutlich nach 6 Uhr auf. Den Sonnenaufgang um 4:52 Uhr hatten wir definitiv verpasst, aber da wäre auch nichts zu sehen gewesen, denn Nebel umhüllte das Schiff.

Eigentlich wollte ich ja zum morgendlichen Stretching im Queens Room um 7 Uhr gehen, aber das schaffte ich dann doch nicht. Wir drehten noch eine Foto-Runde und endlich entdeckte ich Homer Simpson auf dem USA-Paneel auf Deck 2. Wo genau er zu finden ist, verrate ich allerdings nicht. Jeder darf selbst suchen!

Wir gingen um 8 Uhr heute ins Britannia Restaurant zum Frühstück. Erst einen Obstsalat mit Joghurt und anschließend noch ein Omelett mit Lachs, Tomate, Pilzen und Käse. Die Küche ist flexibel, denn Räucherlachs steht eigentlich nicht bei den Zutaten für ein Omelett.

Das ist übrigens das Angebot in der Carinthia Lounge zum Frühstück:

Und hier das laktose- und glutenfreie Buffet im Kings Court zum Frühstück:

Um 9 Uhr gab es die Tickets für das Planetarium, da heute drei Shows hatte (13:30, 14 und 14:30 Uhr). Es gibt jeweils nur 130 Tickets. Als wir gegen 8:45 Uhr ankamen (Anstehen bitte von der rechten Seite) hatte sich schon eine längere Schlange gebildet. Als wir dran waren, gab es aber noch für alle Uhrzeiten Tickets und so entschieden wir uns für die erste Show. Wir werden im Lauf der Reise lernen, mindestens eine halbe Stunde vorher in der Schlange zu stehen – very British eben!

Eigentlich wollten wir beim Bridge um 9:30 Uhr vorbeisehen, waren aber schon etwas zu spät und es war schon alles voll. So gingen wir weiter in den Commodore´s Club und arbeiteten den gestrigen Tag auf.

Um 10 Uhr fand eine einstündige Übung für die Crew an, so dass die Promenade auf Deck 7 geschlossen war. Da inzwischen aber Wind und auch Seegang zugenommen hatten, war dies verschmerzbar. Diese Fotos entstanden nach der Übung.

Wie windig es war, zeigt mein Top-Selfie der Woche:

Heute wurden verschiedene Vorträge angeboten und es liefen mehrere Aktionen des English National Ballet, der Workshop Ballet Fit (Anmeldung gestern), Zuschauen bei der Ballet-Stunde der Tänzer oder das Dress Rehearsal von 13 bis 16 Uhr (striktes Fotoverbot!). Bei allem sahen wir kurz vorbei.

Für uns ging es aber um 13:30 Uhr ins Illuminations zur Planetarium-Show „Dark Universe“. Fotografieren erübrigt sich und war ohnehin nicht erlaubt.

Außerdem bei der Aquarell-Klasse und beim Zumba um 14 Uhr im Queen´s Room. Also vorbeischauen, nicht mitmachen. Das Programm ist so umfangreich, dass man es tatsächlich genau lesen und sich die für jeden selbst interessanten Programmpunkte mit einem Leuchtstift markieren sollte.

Zum Mittagessen probierten wir die Carinthia Lounge aus. Dort gibt es ein kleines Buffet, wo abhängig von der Tageszeit kleine Gerichte auf Tellern angeboten werden. Wir entschieden uns für die skandinavische Fischplatte mit Lachs, Matjes, Krabben und mehr. Dazu teilten wir uns ein Flatbread mit karamellisierten Zwiebeln. Zum Mittagessen spielte heute das Streichertrio.

Das hätte es im Britannia Restaurant zum Mittagessen gegeben:

Ich ging bereits um 14:30 Uhr wieder in die Carinthia Lounge zum Sticken. Zwei der Damen von gestern gesellten sich um 15 Uhr dazu. Wir machten uns um 14:30 Uhr auf zum Kalorienabbau auf dem Cross Trainer. Anschließend nutzen wir unseren Spa Pass.

Das Wetter hatte sich inzwischen nicht zum Besseren entwickelt.

Duschen, Haare fönen und fertig machen für den Abend war der nächste Programmpunkt. Bis zum nächsten Termin blieb noch etwas Zeit und so genossen wir einen der Signature Cocktails im Chart Room. Ich schwankte zwischen meinem Sternzeichen-Cocktail und dem Snake Bearer. Rum oder Bourbon. Der Maker´s Mark machte das Rennen. Sehr lecker und relativ wenig Alkohol – mit frischen Brombeeren, Vanillelikör, Limettensaft und Sodawasser.

Um 19 Uhr war in der Bibliothek ein Gespräch mit einem der zwei Bibliothekare vereinbart. Die beiden wechseln sich übrigens wochenweise ab – Bibliothek oder ConneXions Internet Center. Die Bibliothek der Queen Mary 2 fasst 10.000 Bücher, darunter eine umfangreiche Kollektion maritimer Werke. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf den aktuellen Bestsellern, die etwa vierteljährlich aktualisiert werden. Rund 450 Bücher werden jährlich erneuert bzw. ausgetauscht. Für die Weltreisen gibt es zudem eine umfangreiche Auswahl an Reiseführern. Außerdem gibt es bei jeder Reise einen Buchclub. 20 Expemplare eines Buchs stehen dafür zur Verfügung. Die Teilnehmer lesen das Buch während der Reise und gegen Ende findet eine Diskussion über das Buch statt.

Unsere Gruppe zog weiter in den Commodore Club für einen Cocktail (wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir wohl den Chart Room ausgelassen). Dort spielte ein recht guter Pianist klassische amerikanische Songs. Ich blieb beim Maker´s Mark und bestellte einen Vieux Carré während der Rest der Gruppe die Cunard Gins mit einem Gin Tonic probierte. Im Glas war Eis und sehr viel Gin, das Tonic Water kam in der Flasche extra.

Anschließend ging es um 20:30 Uhr zum Abendessen ins Britannia Restaurant.

Und von dort weiter in das Royal Court Theatre. Dort sangen heute die Gastkünstler Troubadour um 22:30 Uhr die zweite Show. Vier junge Sänger aus Großbritannien mit Songs aus den 1950ern und 1960ern – darunter die Beach Boys und Frankie Valli und die Four Seasons. Meine Musik und tolle Show – und ich hatte mich die letzten Tage schon gewundert, wer diese vier Jungs sind, die mir ständig über den Weg liefen.

Danach fielen wir ins Bett. Natürlich gab es wieder ein Betthupferl.

Erneut wurde die Zeit in der Nacht um eine Stunde zurückgestellt.

Weiter geht es mit Tag 4 und dem dritten Tag auf See.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der Queen Mary 2 auf Einladung von Cunard. Die Anreise wurde selbst bezahlt.