SH Diana – Tag 10 Der Spiny Forest bei Toliara

An Tag 10 an Bord der SH Diana steht der letzte Landgang auf Madagaskar an. Von Toliara aus besuchen wir das Reniala Spiny Forest Reserve.

Sonnenaufgang: 5:14 Uhr
Sonnenuntergang: 18:25 Uhr
Wettervorhersage: 34 Grad, sonnig

Um 6:30 Uhr standen wir auf und machten uns für das Frühstück fertig.

Wir kamen gerade in Toliara an. Zum ersten Mal lagen wir am Pier. Dort wurden wir nicht nur von zahlreichen Marktständen und einer Tanzgruppe erwartet, sondern auch von zahlreichen kleinen Booten umringt, die uns aber eher Dinge verkaufen wollten, welche der Zoll aus Gründen des Artenschutzes gleich beschlagnahmt hätte.

Im Tagesprogramm stand, dass die inkludierte Tour um 8:45 Uhr starten sollte und 9 Uhr die „4×4 Reniala Spiny Forest Discovery“ Tour (139 Dollar) starten sollen. Die inkludierte Tour „Visit of Arboretum Antsokay“ wurde dann bereits um 8:20 Uhr aufgerufen und wir sollten uns in 15 Minuten bereit halten. Also packten wir unsere Sachen fertig und gingen schon einmal hinaus, um die Tänzerinnen fotografieren zu können. Übrigens schienen wir die einzigen Passagiere zu sein, die auch einen Geldschein in das Körbchen warfen.

Vom Schiff aus hatten wir schon zahlreiche Menschen im Wasser gesehen. Erst später erfuhren wir, dass es sich um Fischer handelt, die ihre Netze einziehen.

Mit Boris, unserem Guide, ging es in einem Jeep rund 45 Minuten zum Reniala Foret de Baobabs oder Reniala Spiny Forest Reserve. In Toliara gibt es auf 350.000 Einwohner 21.000 zugelassene Fahrradrikschas. Dazu kommen noch einige Apes. Entsprechend war der Verkehr. Auch Zebu-Karren sind hier zu hauf unterwegs. Nach der Brücke über den derzeit trockenen Fluss machten wir ganz kurz einen Halt an einem Dorf, in dem zerlegbare Schilfhütten gebaut werden. 35 bis 40 Dollar kosten diese Hütten ohne Dach und Tür. Beides muss extra gekauft werden. Nur ein paar Fotos vom Auto aus.

In Reniala angekommen, wurden vier Jeeps zu einer Gruppe zusammengelegt und vom örtlichen Führer Orlando begleitet. Das Reniala Spiny Forest Reserve ist eine nichtstaatliche, französisch-madegassische Organisation, die 1997 die Idee hatte, das Gebiet nahe Itafy zum Schutzgebiet zu machen.  2001 eröffnete das Reservat als botanischer Garten, ornithologischer Wald und Baobabwald. Es gibt ein kleines Besucherzentrum mit Café und Toiletten sowie einen kleinen Markt lokaler Händler.

2011 folgte das Lemur Rescue Center, in welchem als Haustiere gehaltene Kattas wieder auswildert. Seit 2018 leben ausgewilderte Kattas in dem Reservat. Die kleinen grauen Mausmakis sind leider nachtaktiv und tagsüber nicht zu sehen. Leider lassen sich die Kattas im Rescue Center kaum fotografieren.

Dafür sahen wir unzählige Echsen mit drei Augen (Madagaskar Sandleguan), einen Blattschwanzgecko, einen großen Madagaskar-Baumleguan, viele weitere Echsen, eine Baumschlange und diverse Vögel.

Spiny Forest kommt von den Kompass-Kakteen, die nach Süden zeigen. In diesem Park gibt es verschiedene Baobab Arten und auch zahlreiche andere interessante Pflanzen. Leider hatten wir nur eine Stunde Zeit und gingen quasi im Laufschritt in der Mittagshitze bei rund 34 Grad durch den Wald. Zeit für den kleinen Markt, der uns noch gestern beim Briefing ans Herz gelegt wurde, blieb nicht mehr.

Es ging weiter in ein Hotel am Strand, das Dunes Maty, wo es Mangosaft und lokale Snacks gab. Dort hatten wir eine gute halbe Stunde. Die im Programm noch angekündigte Folklore Show wurde bereits im Briefing nicht mehr erwähnt. Dafür kam uns noch ein Madagaskar Bienenfresser vor die Linse. Guide Boris war für die Rückfahrt im anderen Bus. Unser Fahrer machte aber immer wieder Stopps, wenn er merkte, dass wir Fotos machen wollten. Gegen 12:40 Uhr waren wir wieder am Hafen. Gut, 10 Minuten zu spät, aber auch Kapitän Kai war auf dem Ausflug mit dabei. Durch diesen engen Zeitplan machten auch die Stände am Hafen kein Geschäft mehr.

Wir gingen noch zum Mittagessen.

Kurz nach 13 Uhr ging es dann los in Richtung Maputo mit einem Feuerlöschboot als kurze Begleitung.

Um 14 Uhr stellte das Expeditionsteam zwei Ausflüge in Maputo vor, die allerdings für unseren Flug um 14:50 Uhr aus unserer Sicht nicht geeignet waren. Die „Taste of Maputo“ Tour würde um 10 Uhr beginnen und um 12:30 Uhr am Flughafen enden. Die andere Tour wäre noch länger. Anschließend wurden um 14:30 Uhr Ausflüge für die nächste Reise vorgestellt.

Eigentlich war für 14 Uhr ein Vortrag „Challenges of Identifying Cetaceans“ angekündigt, der auf 15 Uhr verschoben wurde. Das Vortragsprogramm ging um 16 Uhr weiter mit „Welcome to the Indian Ocean“.

Ich zog es vor, nochmals Kalorien auf dem Crosstrainer im Gym abzubauen.

Wir trafen uns um 17 Uhr mit der Schweizerin Carine zum Podcast Interview zum Bürger-Wissenschaftsprogramm an Bord der Schiffe von Swan Hellenic. Danach war schon der Sonnenuntergang angesagt – wenn wir vorher gewusst hätten, dass dies der letzte der Reise sein wird…

Um 18:30 Uhr war das Recap und das Briefing in der Observation Lounge. Inzwischen hatten wir die Abreiseinformationen samt der Kofferanhänger erhalten.

Es folgte das Abendessen im Swan Restaurant. Zwar gilt Swan Hellenic als britische Reederei, der CEO, Andrea Zito, ist aber Italiener und seine Frau Brasilianerin. Der Firmensitz ist in Monaco. Daher finden sich beim Essen auch immer wieder klassische italienische Gerichte.

Der Abend endete entgegen des Tagesprogramms mit einem Film um 21:30 Uhr in der Observation Lounge.

Weiter geht es mit Tag 11 an Bord der SH Diana und einem Seetag nach Maputo.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf Einladung von Swan Hellenic

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien ...

... und folgen Sie uns auch auf Facebook, Twitter und/oder Instagram!

X

Hinweise zur redaktionellen Unabhängigkeit und zu Werbung

Cruisediary.de reiste auf Einladung von Swan Hellenic In unserer unabhängigen Berichterstattung lassen wir uns dadurch nicht beeinflussen.

Wir legen grossen Wert auf unabhängige und neutrale Berichterstattung. Wenn uns etwas nicht gefällt, werden wir das schreiben, und auch, wenn uns etwas gefällt - egal, ob wir auf eigene Kosten oder auf Einladung gereist sind. Das sind wir unseren Lesern schuldig. Und selbst die Reedereien haben nichts davon, wenn wir Dinge beschönigen. Denn spätestens auf dem Schiff selbst würde die Diskrepanz zwischen zu wohlwollendem Bericht und der Realität ohnehin auffallen.

Damit aber erst gar nicht der Verdacht der Heimlichtuerei oder Mauschelei aufkommt und damit unsere Leser erst gar nicht auf die Idee kommen, wir würden geflissentlich verschweigen, dass wir oft auf Einladung der Reedereien unterwegs sind, kennzeichnen wir unsere Beiträge entsprechend.

Schreibe einen Kommentar