wir halten für unseren Zug

Tag 3 Von Anchorage zum Denali National Park

Der Tag begann wieder sehr früh. Nicht nur, dass die Koffer um 6 Uhr vor der Tür stehen sollten, auch der Jetlag lies uns ohnehin nicht länger als 5:30 Uhr schlafen. Also fertig machen und die Koffer packen. Um 6:04 Uhr rumorte es bereits im Gang und tatsächlich wurden die Koffer bereits abgeholt. Wir frühstückten erst einmal unser Müsli mit Banane. Draußen sah es wenig einladend aus. Es hatte wohl die gesamte Nacht geregnet.

Kurz vor 8:15 Uhr waren wir unten in der Seitenlobby. Gruppe F konnte bereits den Bus besteigen und dann war auch bereits unsere Gruppe G an der Reihe. In gut 5 Minuten ging es hinunter zum Bahnhof, wo unser Sonderzug Alaska Railroad, der McKinley Explorer, bereits auf uns wartete. Wir waren im ersten von fünf Waggons (alle von Holland America Line), die jeweils Namen von Flüssen aus Alaska tragen. Der unsere hieß Teklanika.

Die Sitzplätze befinden sich alle auf der oberen Ebene mit dem Glasdom-Dach. Diese Ebene verfügt auch über eine Bar. Unten sind die Toiletten und das Restaurant. Wir hatten bereits gestern mit dem Welcome Paket eine Speisekarte erhalten, die jedoch keinerlei Preise enthielt. Angeboten wurde ein Frühstück und später das Mittagessen. Die Preise sowohl für das Essen als auch für die Getränke sind für Alaska übrigens moderat. Da wir gestern aber bereits Sandwiches gekauft hatten, verzichteten wir auf ein Essen im Zug. Während der Fahrt können jederzeit die offenen Plattformen betreten werden. Auch kann man durch den kompletten Zug hindurchgehen (allerdings immer treppauf / treppab über die obere Ebene). Bezahlt wird an Bord übrigens ausschließlich mit Kreditkarte. Erst am Ende der Fahrt wird alles abgerechnet.

Kurz nach 9 Uhr ging die Reise nach Denali los. Nur das Wetter wollte immer noch nicht so richtig. Jeder Waggon verfügt übrigens über einen eigenen Reiseführer, der während der Fahrt die Sehenswürdigkeiten erläutert und auch Souvenirs verkauft. Trotz des schlechten Wetters war gleich zu Beginn etwas Wildlife zu sehen, eine Elchmutter mit Kalb. Insgesamt waren es auf der Strecke dann sechs Elche, die ich zwar alle entdeckt habe, aber natürlich keinen fotografieren konnte. Daneben gab es Schwäne und Fischadler (zwei Nester mit Jungvögeln) zu sehen. Bären ließen sich leider nicht blicken.

Kurz vor Talkeetna wollten wir bis zum Zugende durchgehen, als wir plötzlich mit „Hallo Franz“ begrüßt wurden. Trifft man doch tatsächlich zwei Kreuzfahrer, die mit uns damals auf der Celebrity Summit die legendäre Hurricane Earl Fahrt gemacht hatten. Ich muss gestehen, ich hätte die beiden nicht mehr erkannt. In Talkeetna gab es eine Pause von ca. 20 Minuten, um Fahrgäste aus- und andere einsteigen zu lassen, die in der McKinley Princess Lodge untergebracht sind.

Die Fahrt lebt natürlich von der Landschaft, die aber erst im zweiten Teil nach Talkeetna wirklich spektakulär wird. Und hier wurde dann auch das Wetter immer besser – und damit die Fotos auch wieder schöner.

Besonders beeindruckend ist die Brücke über den Hurricane Gulch, auf welcher der Zug fast anhält und die beidseits quasi ungesichert ist.

Es geht weiter aufwärts bis zum Summit Lake.

Gegen 16:30 Uhr erreichten wir das Denali Park Depot.

Kurz davor hatte Sue die Welcome Umschläge für das McKinley Chalet Resort verteilt. Darin befanden sich neben den Zimmerkarten auch wieder die Anweisungen für den nächsten Tag und die Tundra Wilderness Tour sowie gleich die Kofferanhänger für die Fahrt zum Schiff. Wir hatten Bus 9 und sollten eigentlich in der Canyon Lodge untergebracht werden. Vor dem Einsteigen in den Bus kam Sue nochmals auf uns zu und gab uns einen neuen Umschlag. Haus W ist das neue Ziel und da dort der Bus eigentlich nicht hinfuhr, wurden wir dort separat abgesetzt (gut, der Bus musste ohnehin dort vorbeifahren). Die Koffer werden übrigens direkt auf das Zimmer gebracht. Das Zimmer 206 entpuppte sich als eine Art Suite mit zwei Schlafzimmern und einem Bad in der Mitte – sehr zur Freude unserer Tochter, die nun ihr eigenes Zimmer samt Fernseher hat.

Wir marschierten erst einmal nach oben zur Straße und gingen die Läden und insbesondere die „Supermärkte“ ab. Es lohnt sich bis zum letzten Supermarkt, der ´N´ Go Grocery, zu gehen. Dort gab es die „günstigsten“ Preise – nicht dass es in Alaska etwas gäbe, was günstig ist. Auch die Auswahl war größer. Hier wird beispielsweise ein Lunchpaket aus einem Sandwich, einem Stück Obst (Banane, Apfel oder Orange) sowie einer Auswahl aus drei Snacks plus eine Flasche Wasser in einer kleinen Kühltasche für 13 Dollar angeboten. Das Lunchpaket im Hotel kostet 15 Dollar. Nachdem wir uns mit Wasser, Sandwiches für den nächsten Tag, Milch und Obst versorgt hatten, packte uns der Hunger. Die Speisekarte des Denali Park Salmon Bake klang ganz vielversprechend. Und das war es dann auch. Für Alaska waren die Preise zudem halbwegs vernünftig.

Anschließend sahen wir uns noch am Denali Square in der Anlage um.

Danach ging es in Richtung Zimmer.

Anmerkung: Cruisediary.de hat diese Reise selbst finanziert. Holland America Line unterstützt uns mit einem Kabinen-Upgrade und Internet an Bord.