MS Europa vor Lipari

Genießerreise mit MS Europa

Tag 2 Nizza / Frankreich (Abfahrt 6:00 Uhr) – Monaco / Monaco (8:00 Uhr – 24:00 Uhr)

Auf den Spuren von Grace Kelly und der Formel 1 in Monaco.

Sonnenaufgang: 7:17 Uhr
Sonnenuntergang: 19:27 Uhr
Wettervorhersage: teils bewölkt, bis 21°C
Dress Code: sportlich-elegant
Entfernung Nizza – Monaco: 18 Seemeilen
Entfernung Monaco – Portofino: 87 Seemeilen

Ach ja, wie war das mit dem Ausschlafen – vor allem, wenn man um 6 Uhr die Abfahrt nicht verpassen möchte. Monaco liegt nur rund 18 Seemeilen entfernt – quasi in der übernächsten Bucht. Fahrzeit knapp zwei Stunden.

Fertig machen und raus, denn das Schiff drehte bereits gegen 7 Uhr in Richtung Monaco und um 7:17 Uhr war Sonnenaufgang – auf der anderen Schiffsseite. Spektakuläre Wolkenbilder mit der aufgehenden Sonne.

Auf der gegenüberliegenden Seite Monaco im Sonnenlicht. Was will man mehr! Pünktlich erreichten wir den Hafen von Monaco und legten am Quai Rainier III an.

Wir gingen ins Lido Café und suchten uns einen schönen Tisch mit Aussicht für das Frühstück.

Am Lido Pool gibt es übrigens eine Vitrine mit Obst und Gebäck, Tee, Kaffee aus der Nespresso-Maschine und einen Tisch mit Obst für Frühaufsteher. Dies ist aber bis zum späten Abend verfügbar.

Um 8 Uhr gab es heute Morgen Fit in die Reise: Mattengymnastik mit Fitness Trainer Sascha Heller. Die MS Europa hat einen separaten Raum für Fitness-Kurse auf Deck 7 am Heck unterhalb des Lido Café. Da Temperatur und Wetter stimmten, wurde der Kurs kurzerhand auf das Außendeck verlagert. Drei Damen hatten sich insgesamt eingefunden. Heute Nachmittag um 17 Uhr ist Pilates im Angebot. Doch ich fürchte, dass wir dafür nicht rechtzeitig zurück sein werden. Auch die Einweisung in die Fitness-Geräte um 16 Uhr oder die Führung: MS Europa für Erstfahrer um 16:30 Uhr werden wir verpassen. Um 18 Uhr stand noch ein Vortrag von Lektor Stephan Börries mit dem Thema „Von der Riviera nach Rom“ im Tagesprogramm.

Erst einmal ein paar Fotos des Tages von der MS Europa in Monaco:

Gegen 10 Uhr gingen wir von Bord und marschierten in Richtung Altstadt von Monaco (Monaco-Ville). Einfach immer den Wegweisern nach in Richtung Ozeanographisches Museum und Palast. Wir nahmen nicht den Aufzug, sondern taten etwas zum Kalorienabbau also Treppen.Über das Parkhaus hoch auf das Dach und am Berg dann links. Weitere Treppen bzw. Aufzüge folgen.

Ein Besuch des Gartens St. Martin und anschließend in die Kathedrale. Daneben liegt der Gerichtshof.

Weiter ging es zum Palast, vor dem leider gerade eine Großbaustelle samt dekorativem Bagger war. Aussicht genießen und über die Gassen wieder in Richtung Schiff. Ein kleiner Laden hatte schöne kunsthandwerkliche Sachen im Schaufenster. Da musste ich hinein. Es handelt sich um die Fürstin Gratia Stiftung (Fondation Princesse Grace). Der Erlös aus den verkauften Sachen geht in die Stiftung. Ich erwarb ein Leinensäckchen für Knoblauch, was auch in Französisch per Kreuzstich aufgestickt ist.

Schon auf dem Hinweg fiel mir ein Schild zu einem Theater in einem Fort auf. Hier oben gab es wieder Hinweisschilder. Also müssen wir doch über das Theater nach unten zum Hafen kommen. Gesagt getan. Gegen 12 Uhr waren wir wieder zurück an Bord.

Da das Mittagessen erst ab 12:30 Uhr begann, gingen wir noch ins Fitness Studio auf den Crosstrainer. Duschen, fertig machen und zum Mittagessen ins Lido Café. Französische Austern war hier das Motto. Gut, Austern sind nicht ganz so unser Ding. Aber neben frischen Austern gab es auch Austern „Rockefeller“ und „Barilla Bay“ (mit Parmaschinken und Mayonnaise überbacken). Das ist für mich essbar.

Eigentlich wollten wir ins Ozeanographische Museum, dann aber fand mein Mann bei Viator einen privaten Ausflug nach Eze mit Stadtrundfahrt Monaco für 59 Euro pro Person. So haben wir diesen vorab online gebucht. Um 14 Uhr war dafür Treffpunkt am Hafen. Die gebürtige Holländerin Karolina von Liven Up erwartete uns mit einem Van am Hafenausgang. Sie hatte die Info, dass es drei Gäste gebe. Es waren aber nur wir beide und so kamen wir in den Genuss einer Privattour, die wir mir ihr individuell abstimmen konnten. Eine kurze Rundfahrt über Monaco-Ville (ohne Stopp, da wir dort ja bereits am Vormittag waren) und dann hinunter nach Monte-Carlo, das nur ein Stadtteil von Monaco ist, zum Casino. Dort hatten wir 45 Minuten Zeit, gingen ins Casino (nur in die Vorhalle), das sehr sehenswert ist und zu einem Aussichtspunkt an einem Park unmittelbar unterhalb des Casinos. Weiter ging es mit der Stadtrundfahrt durch den modernen Stadtteil Fontvieille, wo auch Prinzessin Stephanie ihre Wohnung hat.

Weiter ging es in Richtung des mittelalterlichen Ortes Eze, der malerisch auf einem Berg liegt. Davor ist die Parfumfabrik Fragonard, die an diesem Standort zwar nur Kosmetika herstellt, aber dennoch eine Führung mit vielen interessanten Informationen zur Parfumherstellung anbietet, bevor es in den Bereich der Kosmetikproduktion geht. Hier wird noch überwiegend mit der Hand gearbeitet. Den Abschluss bildet natürlich der Verkaufsraum und auch wir verließen Fragonard nicht ohne etwas zu kaufen. Spannend war auch das Erkennen von Düften, das am Anfang der Führung angeboten wird.

Anschließend ging es hoch nach Eze, wo uns Karolina unmittelbar vor dem Eingang des historischen Orts absetzte. Wir folgten ihrem Rat und gingen erst zur Kirche und anschließend zum Jardin Exotique (6 Euro Eintritt), der den Gipfel des Ortes bildet mit Resten einer mittelalterlichen Festung. Eigentlich wären die Hauptattraktion ja die Sukkulenten und der mediterrane Garten, aber die Aussicht ist einfach noch besser. Bis in die Bucht von Villefranche sur Mer reicht der Blick, wo die Thomson Majesty vor Anker lag. Nach gut einer Stunde sollten wir uns auf den Rückweg machen. Aber Karolina fuhr mit uns noch hoch zu einem Nationalpark, der eine Aussicht von Oben auf Eze bot. An guten Tagen kann man bis St. Tropez sehen. Bei uns reichte der Blick bis zum Cap d`Antibes.

Zurück fuhr Karolina auf der Grande Corniche, der obersten der drei Verbindungsstraßen zwischen Nizza und Monaco, über La Turbie zurück nach Monaco. Den Abschluss bildete noch ein weiterer Fotostopp mit einem grandiosen Blick auf das gesamte Fürstentum Monaco. Ja, natürlich haben wir von Karolina auch viel zur Geschichte Monacos und der Region um Nizza erfahren bei dieser vierstündigen Tour. Vielen Dank an Karolina, die übrigens ein sehr gutes Deutsch spricht.

Auch für eine kurze Verschnaufpause auf dem Balkon reichte die Zeit.

Für das Abendessen hatten wir eine Reservierung im Restaurant Venezia mit Themenabend Umbrien. Ich glaube, wenn ich könnte, würde ich mich durch die Speisekarte einmal von oben bis unten durchessen. Alles klingt sehr lecker und ist auch außerordentlich gut! Der Risotto mit Trüffeln war sensationell! Der Rat der Kellner, keinen extra Parmesan zu nehmen und erst einmal zu probieren, war mehr als richtig. Sehr schön übrigens, dass der Restaurantleiter und der Weinkellner beide auch Italiener sind und der einzige Deutsche am Gardasee aufwuchs und daher gut Italienisch spricht, was das Erlebnis noch authentischer macht. Nun ja, eigentlich wollten wir ja noch auf einen Cocktail ins Gatsby´s, aber durch das Gespräch mit unseren Tischnachbarn verging die Zeit und wir gingen gleich weiter in die Europa Lounge.

Dort stellten sich um 21:45 Uhr die Künstler der Reise in der Willkommens-Show vor: die Eurocats (vier Sängerinnen), das Tanzpaar Mischa und Mika, der Clown Peter Shub, Elke Heidenreich und ihr Partner Marc-Aurel Floros sowie die austellende Künstlerin Stefanie Klymant, der Lektor Stephan Börries und der Pianist.

Noch ein paar Bilder von Monaco bei Nacht:

Und ein Panorama:

Monaco bei Nacht
Monaco bei Nacht

Der Tag war heute doch recht anstrengend und für Morgen war eine Wanderung geplant, also gingen wir nach der Show ins Bett.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf der MS Europa auf Einladung von Hapag-Lloyd Cruises.