Celebrity Silhouette in Tallinn

Metropolen der Ostsee mit der Celebrity Silhouette

Tag 9 – Stockholm / Schweden (9 Uhr – 16 Uhr)

Der frühe Vogel fängt den Wurm bei der Einfahrt nach Stockholm durch die Schären.

Sonnenaufgang: 3:48 Uhr
Sonnenuntergang: 21:57 Uhr
Wettervorhersage: 13 – 23°C
Dress Code: Evening Chic
Entfernung bis Kopenhagen: 681 Seemeilen

Ja, ich war tatsächlich kurz nach 4 Uhr wach und machte mich fertig. Draußen ging bereits die Sonne auf.

Da es doch etwas früh war, ging ich zunächst ins Oceanview Café, um mich dort mit einem Kaffee einzudecken. Die Getränkestationen sind rund um die Uhr geöffnet. Inzwischen hatte ich ein leichtes Halskratzen, so dass auch noch ein Kamillentee mitkam. So ausgestattet ging ich hinaus auf die Heckterrasse des Oceanview Café. Dort war es herrlich sonnig und zudem windstill. Ideal um die Stimmung bei der Fahrt durch die Schären zu genießen:

Auch den ersten der historischen schwedischen Dampfer erblickte ich vor sich hindampfend im Morgengrauen, die Blidösund aus dem Jahr 1911. In Stockholm gibt es noch zahlreiche Dampfschiffe, die ich zwar recht intensiv fotografiert habe, was aber hier dann doch nicht extensiv zeige.

Das Frühstück wurde bereits nach und nach aufgebaut. Da all meine Zutaten für mein morgendliches Müsli bereits verfügbar waren und das Fotografieren hungrig machte, nahm ich mir um 5:30 Uhr ein Müsli mit raus auf die Terrasse und beobachtete weiter die insgesamt 5 stündige Fahrt durch die Schären bis Stockholm.

Zum Abschluss noch ein kurzes Video:

Heute war wieder Wellness Director Jovan aus Serbien mit der morgendlichen Gymnastik an der Reihe. Um 7:30 Uhr „On the Ball Core & Conditioning“ und gleich um 8 Uhr weiter mit „Stretch for a Healthy Spine“. Inzwischen war Stockholm in Sicht (deutscher Stadtführer als pdf). Also machten wir uns für den Landgang fertig. Vor uns fuhr die Viking Star nach Stadsgaden ein und drehte zunächst. Wir drehten ebenfalls und legten an. Kurz nach 9 Uhr war das Schiff freigegeben.

Panorama beim Anlegen:

Panorama Stockholm
Panorama Stockholm

Die Stockholmer sind sehr gut organisiert. Am Ausgang des Hafens bekommt man sofort einen Stadtplan in die Hand gedrückt. An einem Kiosk gleich dahinter können die Fahrkarten für die Hop On Hop Off Boote und Busse (zwei Anbieter, City Sightseeing und Red) erworben werden – übrigens nur mit Kreditkarte, kein Bargeld. An unserem Schalter tat eine Deutsche namens Claudia Dienst, die ich wohl etwas verwirrt habe, weil ich sie auf Deutsch ansprach und sie dann teilweise auf Englisch antwortete. Wir wollten das Boot nehmen. City Sightseeing kostet 160 Kronen, Red 180 Kronen. Also entschiedenen wir uns für den günstigeren Anbieter. Die Boote fahren dieselben Stopps an und kommen auch in derselben Frequenz. Dann gibt es noch die Linien: Die blaue Linie auf der Straße führt auf dem Fußweg in die Stadt, was allerdings 2,6 km sind. Die rote Linie führt zur Anlegestelle der Hop On Hop Off Boote.

Hier war es leicht chaotisch, da sich eine lange Schlange bildete. Das erste Boot der City Sightseeing fuhr halb leer von dannen. Es war nicht erkennbar, dass die Schlange nur für den Kauf von Tickets war. Nun standen aber auch viele in der Schlange, die bereits ein Ticket gekauft hatten. Erst als ich beim zweiten Boot schließlich nachfragte, hieß es, natürlich können wir gleich an Bord. Ein amerikanischer Mitreisender mit lauter Stimme gab dies dann an den Rest der Schlange weiter.

Wir fuhren mit dem Boot vorbei an der Altstadt Gamla Stan bis zur Haltestelle 2 (Nybroplan). Dort liefen wir vorbei am königlichen Theater im Jugendstil die Nybrogatan hoch bis zur Östermalm Salushall, der Markthalle. Die historische Markthalle wird derzeit umgebaut und renoviert. Daneben steht jedoch eine moderne Ersatzhalle. Sehr nett, mit kleinen Cafés und Restaurants sowie vielen Ständen. An einem der Stände erstanden wir drei Kanelbulle (Zimtrollen), die später unser Mittagessen sein sollten.

Es ging wieder zurück zum Nybroplan und dort rechts in die Hamngatan bis zum Kaufhaus Nordiska Kompaniet, ebenfalls ein wunderschönes Jugendstil-Gebäude – das KaDeWe oder der Oberpollinger Stockholms.

Zurück liefen wir über den Kungsträdgarden, wo wir unsere Zimtrollen aßen, über die Strömbron zum Königspalalst in Gamla Stan vorbei am Parlamentsgebäude.

Der Wachwechsel am Königspalast findet um 12 Uhr mittags statt. Man sollte aber wirklich rechtzeitig da sein, denn nur wenn man einen Platz in der Mitte des Hofes findet, dann sieht man auch etwas. Das Ganze dauert auch rund eine Stunde. Zwischendurch gibt es immer wieder Musik sowie Ansagen auf Schwedisch und Englisch.

Anschließend liefen wir durch die Gassen der Altstadt, vorbei an der Schwedischen Akademie, waren in der deutschen Kirche (Tyska Kyrkan), kauften Souvenirs, fanden eine Wirtschaft namens Franziskaner und stiegen an der Haltestelle 8 am südlichen Ende der Gamla Stan wieder auf eines der Hop On Hop Off Boote.

Damit machten wir dann die Runde bis zurück zum Schiff (Haltestelle 6), wo wir gegen 14:30 Uhr ankamen. Die Boote waren bereits gut gefüllt und teilweise mussten Fahrgäste auf das nächste Boot warten. Also rechtzeitig zum Schiff zurück fahren, denn alle an Bord war 15:30 Uhr mit Abfahrt um 16 Uhr.

Birka und ich - nach dem Crosstrainer
Birka und ich – nach dem Crosstrainer

Ich ging erst einmal ins Fitness Center auf den Crosstrainer. Nach meinem Training kam gerade die Birka rein, die ich fotografieren wollte. Wellness Director Jovan kam ebenfalls hinaus auf das Spa Deck und bestand darauf, von mir ein Foto mit meinem Handy zu machen.

Ausfahrt bei Regenwetter
Ausfahrt bei Regenwetter

Anschließend zog ich mich um und entspannte noch eine Runde in einem der Whirlpools im Solarium. Danach hieß es fertig machen für die zweite Evening Chic Night und vorab die Cocktailstunde. Leider regnete es bei der Ausfahrt fast die ganze Zeit, so dass ich auf weitere Fotos verzichtete.

Heute schmeckten die Hors d´Oeuvres und der Cocktail besonders gut, aber wir hatten auch nur die Zimtrollen zu Mittag. Anschließend ging es zum Abendessen. Erneut kamen der Chef und der Maitre d´ vorbei, um sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung sei bei Essen und Service. Als Überraschungsdessert bekamen wir heute zusätzlich das Grand Marnier Souffée auf den Tisch gestellt. Gut, dass ich lediglich ein Mango-Sorbet bestellt hatte. Das Soufflée war meins!

Auf dem Rückweg zur Kabine sahen wir, dass an der Martini Bar wieder Eisskulpturen aufgestellt waren. Beim ersten Mal liefen die Martini-Zutaten lediglich eine Rinne hinunter ins Glas. Dieses Mal wurde alles oben eingeschüttet und lief die gesamte Skulptur hinunter ins Glas. Gut, wir waren die ersten und es funktionierte noch nicht so perfekt. 4,50 Dollar kostet übrigens der Martini.

Dummerweise war natürlich im richtigen Moment mein Akku leer und die Ersatzakkus ebenfalls (leider hatte die Kabinenstewardess mein Ladegerät ausgesteckt, so dass ich keinen geladenen Akku bei der Rückkehr vom Landausflug hatte). Also hoch zur Kabine und den inzwischen geladenen Akku geholt und nochmal bei einem anderen Gast gefilmt.

Plötzlich wurde es an der Bar laut. Dort waren bereits Gläser zu einer Pyramide aufgestellt. Kamera wieder in Position gebracht und den Video-Auslöser gedrückt. 17 Gläser wollten in Regenbogen-Farben gefüllt werden.

Die Martinis wurden anschließend unter den Gästen verteilt.

Tja, das Special in der Sky Oberservation Lounge, wo es heute wieder die Sternzeichen-Cocktails zum halben Preis (5 Dollar statt 10 Dollar) gab, werde ich wohl nie schaffen.

Weiter ging es um 21 Uhr ins Theater zum größten Violinisten der Welt, Gregory Scott. Er ist ein hervorragender Violinist, allerdings bezieht sich die Größe auf seine Körpergröße von über 2 m. Keine Sorge, keine klassische Musik, sondern querbeet vom Tango, südamerikanischen Rhythmen über James Bond Titelsongs bis zur Filmmusik aus Schindlers Liste und Songs von Whitney Huston war alles mit dabei. Am Nachmittag sah ich bereits, dass Gregory mir auf Twitter folgte. Also bin ich nach der Show kurz vorbei und sagte Hallo.

Der Tag verabschiedete sich schließlich so schön, wie er begann:

Da der Tag ja irgendwie doch etwas früh begonnen hatte, ging ich ins Bett, zumal sich eine Erkältung anbahnte.

Anmerkung: Cruisediary.de wurde auf dieser privaten Urlaubsreise von Celebrity Cruises durch ein Internet-Paket unterstützt