Strand an der Baie Laraie

Seychellen mit der S.Y. Sea Star

Tag 6 Curieuse – St. Pierre

Wir waren wieder mit Sonnenaufgang wach – sprich gegen 6:30 Uhr. Die Crew war bereits wieder heftig am Arbeiten. Die Deckcrew putzte das gesamte Schiff, während die Hostessen das Lunch vorbereiteten, das heute als BBQ Lunch am Strand der Insel Curieuse serviert wird. Durch die Putzarbeiten verspätete sich das Frühstück leicht.

Der Abfahrt um 10 Uhr nach Curieuse Island stand dies jedoch nicht entgegen.

Curieuse Panorama
Curieuse Panorama

Wir wurden am Strand (Anse St. Jose) beim Doctor´s House abgesetzt.

Curiseuse Island war eine Lepra Kolonie. Zunächst fuhr der Arzt von Praslin hinüber, später zog er auf die Insel. Am Strand ist ein Picknick-Platz mit Dusche und Toiletten. Die Dusche ist praktisch, um die Füße nach der nassen Anlandung vor dem Anziehen der Schuhe vom Sand zu befreien. Und direkt am Haus trafen wir bereits auf die erste Riesenschildkröte.

Ein gut erkennbarer und beschildeter Weg führt 1,7 km über die Insel zum Strand, an dem sich die Schildkröten-Station befindet. Für den Weg sind gut sitzende Schuhe empfehlenswert – also Turnschuhe oder Trekkingsandalen, keine Flip Flops. Der Weg führt zunächst durch ein Waldstück und dann über einen Hügel mit einer schönen Aussicht. Der Anstieg ist nicht ganz so anstrengend wie am gestrigen Tag.

Anschließend geht es zunächst vorbei am Old Turtle Pond mit schönem Blick über die Bucht:

Old Turtle Pond Panorama
Old Turtle Pond Panorama

Hier noch ein paar Impressionen:

Weiter geht es durch die Mangroven – überwiegend auf Holzstegen. In den zahlreichen Schneckenmucheln verstecken sich Einsiedlerkrebse und in den Löchern bunte Krebse. Erst sieht man nur die kleinen, doch bei den großen Löchern nehmen auch die Krebse ein größeres Maß an.

Der Weg endet am Strand an der Baie Laraie, wo auch die Schildkrötenfarm sich befindet. Auch hier gibt es einen Picknick-Platz mit Dusche und Toiletten, wo die Crew bereits am Grillen war.

Panorama Schildkrötenbereich
Panorama Schildkrötenbereich

Wir schlossen erst einmal nähere Bekanntschaft mit den Riesenschildkröten, die hier frei herumlaufen und sich auch gerne am Hals kraulen lassen.

In einem umzäunten Bereich sind die Jungtiere in mehreren Gehegen untergebracht.

Die behäbig wirkenden Schildkröten können recht flott werden (Video Franz Neumeier):

Und noch ein Schildkrötenvideo von mir:

Im Gebäude der Rezeption kann man Coco de Mer anschauen. Neben dem Vallee de Mai ist Curieuse der einzige Platz, wo diese Kokosnuss-Art wächst. Auch ein großer Krebs lag zwischen den Nüssen und bewegte sich plötzlich. Der Ranger sagte uns, wir könnten ihn ruhig hochheben und zeigte uns wie.

Anschließend sahen wir uns noch am Strand um:

Gegen 13 Uhr war schließlich das Mittagessen fertig. Nicht alle Passagiere entschlossen sich, den Wanderweg zu laufen. Sie wurden um 12 Uhr direkt am Strand an der Baie Laraie abgesetzt. Es gab gegrilltes Hühnchen, einen ganzen gegrillten Jobfish und gegrillte Würstchen. Dazu wurde Knoblauchbrot, Kartoffeln, Reis, Avocadosalat, Krautsalat und grüner Salat gereicht. Als Nachtisch gab es noch die restliche Ananas von gestern.

Crystal Esprit
Crystal Esprit

Wir entschlossen uns bereits um 14 Uhr wieder zum Schiff zurückzukehren. Die Crystal Esprit machte heute übrigens ebenfalls per Zodiac einen Ausflug nach Curieuse.

Der Rest der Passagiere blieb bis 15 Uhr auf der Insel. Wir nutzten die Zeit, um endlich einmal das Stand-up Paddling auszuprobieren. Vermutlich sah es nicht sehr elegant aus und zwei Mal musste ich mich aufs Board setzen, aber immerhin bin ich nicht reingefallen. Für das erste Mal eigentlich ganz gut. An der Haltung lässt sich noch arbeiten, aber das Paddel war zu lang und lies sich nicht verstellen.

Anschließend fuhren wir weiter nach St. Pierre – ein äußerst malerischer Steinhaufen mit Palmen, der sich Insel nennt.

Die ganze Baie Laraie zwischen Praslin, Curieuse und bis St. Pierre ist übrigens der Curieuse National Marine Park. Und das Schnorchelrevier bei St. Pierre hat sich ebenfalls gelohnt. Es ist schon ein tolles Gefühl mitten in einem großen Schwarm Zebrafische zu schwimmen. Auch einen Hai haben wir gesehen. Hier einige Fotos von Franz Neumeier:

Schnorcheln mitten in einem Fischschwarm (Video Franz Neumeier):

Als wir zurück kamen, war bereits wieder Kaffeestunde. Ich nahm mir noch tropfnass einen Kaffee und zwei Kekse zur Stärkung. Danach ging es unter die Dusche. Übrigens, an alle Damen, so etwas wie einen Bad Hair Day gibt es an Bord nicht! Oder soll ich sagen, jeder Tag ist ein Bad Hair Day. Bei täglich 30°C habe ich meinen mitgebrachten Fön gar nicht erst ausgepackt. Lufttrocknen mit ein bisschen Schaumfestiger ist angesagt. Jeder läuft bis spät am Abend barfuß oder in Flip Flops und in luftigen Klamotten von der Badehose/Bikini bis zum Cover up herum. Leger ist angesagt.

Gegen 17:30 Uhr fuhren wir wieder ab zum Ankerplatz für die Nacht in die Nähe des Hafens von Praslin. Hier ein paar Impressionen vom Sonnenuntergang:

Der Rest des Tages „Vacation as usual“: Der abenfliche Snack bestand aus Crackern,Nüssen, Rosinen und am meisten Anklang fand die frische Kokosnuss, die am Nachmittag von Curieuse mitgebracht wurde. Die grüne Kokosnuss ist noch voller Kokoswasser und außen sehr hart. Das Fruchtfleisch ist noch von einem „Schleim“ umgeben und eher weich. Die orange Kokosnuss ist außen fasrig und die Schale kann relativ leicht abgeschlagen werden. Darunter befindet sich dann eine kleine Nuss, so wie wir sie aus dem Supermarkt kennen. Der Anteil Kokoswasser ist deutlich geschrumpft und das Fruchtfleisch ist nun härter. Von Curieuse kamen orange Nüsse, welche Kapitän und Tauchlehrer an den Festmachkrampen für die Taue aufschlugen.

Das Abendessen bestand aus Huhn, Rindercurry mit Kokosmilch, Würstchensalat, Gurken-Apfel-Salat, Kraut-Paprika-Salat und Reis. Zum Abschluss gab es erneut eine Torte mit Gesang, dieses Mal aber Schokokuchen und Honeymoon – nur dass das bedachte Paar weder verheiratet ist, noch dies beabsichtigt ;-). Aber der Kuchen war lecker.

Zum Abschluss des Tages gab es wie immer das Briefing durch den Kapitän, der sich nochmals erkundigte, ob jeder den nötigen Transfer für die Abreise organisiert hat und Formulare verteilte, für diejenigen, welche die Bordrechnung per Kreditkarte begleichen wollen.

Anmerkung: Cruisediary.de reist auf den Seychellen mit Unterstützung von Silhouette Cruises, dem Seychelles Tourism Board und Seyvillas, deutscher Vermittler von Hotels und Bungalows auf den Seychellen