Strand an der Baie Laraie

Seychellen mit der S.Y. Sea Star

Tag 4 Grande Soeur – Coco Island Marine Park

Der heutige Schlaf war etwas unruhig. Nicht das mich das Schaukeln gestört hätte, aber das Knarzen der Kabine. Mein Mann stand schon um 6:30 Uhr auf, weil er um 7 Uhr mit John zu einer Tauch-Schnupperstunde starten wollte. Als ich um 7:30 Uhr in die Lounge ging, sah ich sie gerade noch mit dem Dinghi abfahren. Voller Begeisterung kam er kurz vor dem Frühstück wieder zurück.

Während des Frühstücks fuhren wir bereits die gut 45 Minuten hinüber zur Grande Soeur. Ein paar Eindrücke von der Fahrt:

Gegen 9:30 Uhr wurden diejenigen, welche vom Dinghi aus Schnorcheln wollten,vor dem Riff abgesetzt. Die anderen wurden mit einem lokalen Boot zum Strand gebracht. Grande Soeur ist eine private Insel, die aber Besuchern offen steht. Am Strand vor dem Ankerplatz ist ein sehr schönes Schorchelriff mit vielen Fischen. Auf der anderen Seite ist ein großer Strand mit recht intensiver Brandung.

Wir schnorchelten erst einmal und genossen die Fischwelt. Plötzlich tauchte zwischen mir und einer anderen Passagierin eine Schildkröte auf und beäugte uns interessiert. Ich musste zurückweichen, um sie nicht zu berühren. Dann streckte sie den Kopf aus dem Wasser, holte Luft und machte sich auf in tiefere Regionen. Herzlichen Dank an Mitpassagierin Monika für die beiden Fotos:

Als wir genug hatten, schwommen wir direkt zurück zum Boot. Keine Angst, das war unser sportlicher Part. Das Dinghi wartete in der Nähe und hätte jeden zum Boot zurückgebracht. Wir gaben Bescheid, dass wir hinschwimmen. Hier noch einige Eindrücke von meinem Mann, Franz Neumeier:

Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, ging es mit einem örtlichen Boot an den Strand. Wir machten uns erst einmal auf zu dem Strand mit der Brandung.

Panorama Grande Soeur
Panorama Grande Soeur

Tolle Wellen! Und nun hat der Strand eine Lufthansa Werbegeschenk-Sonnenbrille mehr und ich eine weniger. Eine mächtige Welle rollte herein. Ich drehte mich noch um und schloss nur meine Augen, um meine Kontaktlinsen zu retten. Meine Sonnenbrille war aber futsch.

Das Innere der Insel gleicht eher einem Dschungel und selbst ein kleines Gehege mit Riesenschildkröten gibt es.

Zurück am anderen Strand beobachten wir noch das Fischefangen mit einer Reuse. Einige große Fische schwammen unmittelbar am flachen Ufer und ragten dabei immer wieder zu einem Teil aus dem Wasser.

Gegen 12 Uhr ließen wir uns wieder zur S.Y. Sea Star zurückbringen. Bis 13 Uhr hatten wir offiziell Zeit. Aber mir tat die Hitze gerade nicht besonders gut und ich war vom Schnorcheln erschöpft.

Panorama Grande Soeur
Panorama Grande Soeur
Mittagsbuffet
Mittagsbuffet

Während des Mittagessens ging es in Richtung Coco Island weiter zum Coco Island Marine Park. Der Kapitän hatte uns zu 80 % eine Schildkrötensichtung versprochen. Es soll sich auch eines der besten Schnorchel- und Tauchreviere der Gegend handeln. Eine gute halbe Stunde Fahrt und wir hatten unser Ziel erreicht.

Wir entschlossen uns vom Dinghi aus zu Schnorcheln, eine andere Gruppe lies sich an dem kleinen Strand absetzen. Coco Island ist ein kleines Inselchen überwiegend mit Kokosnuss-Palmen bewachsen. Es gibt zahlreiche Vögel und eine große Gruppe an Flughunden, die in zwei Bäumen oben am „Gipfel“ der Insel hängen. Es lohnt sich also der Aufstieg über die Felsen. Die Riffe entlang der Felsenküste sind sehr fischreich. Ich habe auch eine Gruppe Kalamare entdeckt. Der Manta zeigte sich leider erst, als wir wieder im Dinghi saßen. Und die Schildkröten ließen sich gar nicht blicken. Müssen wohl die 20 % gewesen sein. Wir wurden vom Dinghi am Strand abgeholt, was etwas abenteuerlich war, denn die beiden Deckhands konnten das Boot kaum in der Brandung halten. Und die Korallenstücke, welche die Brandung ans Ufer schwemmte, können ganz schön schmerzen an den Beinen. Zunächst einige Fotos vom Schnorcheln (Franz Neumeier):

Hier noch Bilder von Coco Island (Franz Neumeier):

Und ein kurzes Video von den Kletterkünsten der Seychellen Flughunde (Franz Neumeier):

Trotz UV-Schutz Schwimmshirt und Badeshorts haben sich die Sonnenbrandbereiche ausgedehnt. Am Morgen hatte ich keine Shorts an und das zeigt sich nun auf den Oberschenkeln. Die kurzen Ärmel des Schiwmmshirts helfen auch nur dort, aber nicht unterhalb. Keine Sorge, alle nicht bedeckten Stellen meines Körpers waren sorgfältig mit Sonnencreme LSF 50 eingecremt, aber das hält nun einmal bei über einer Stunde Schnorcheln auch nicht ewig. Zweite Erkenntnis des Tages: Sand kann überall sein! Im Badeanzug, unter dem Schwimmshirt, an allen Körperteilen, einfach überall. Und es ist gar nicht so einfach, diesen feinen pudrigen Korallensand auch wieder los zu werden.

Um 1630 Uhr gab es nicht nur Kaffee und Kuchen (heute eine Art Auszogne aus Bananen – Schmalzgebackenes). Wir fuhren auch weiter nach Curieuse, wo wir heute Nacht ankern werden. Gut eine Stunde später waren wir bereits vor Ort. Kurz vor der Ankunft wurden zum zweiten Mal heute Delfine gesichtet. Gut, dieses Mal habe ich sie wenigstens gesehen, wenngleich es erneut für ein Foto zu spät war. Wir hätten jetzt noch einmal vom Boot aus Schwimmern können, aber nach zwei extensiven Schnorchel-Runden reichte es heute.

Abendsnack
Abendsnack

Als Snack vor dem Abendessen gab es heute etwas mit Gemüse und Dip.

Ein schöner Sonnenuntergang leitete den Abend ein, während auf der anderen Seite des Schiffs ein glühend roter Mond aufging.

Zum Abendessen gab es heute unter anderem Hühnchencurry und Fisch. Die Bananen an der Staude waren inzwischen schön gelb geworden und der Koch zauberte daraus als Nachtisch noch gebackene Bananen mit Karamellsauce.

Nach dem abendlichen Briefing durch den Kapitän ging es ins Bett. Ach ja, heute wurden übrigens die Handtücher in den Kabinen gewechselt.

Anmerkung: Cruisediary.de reist auf den Seychellen mit Unterstützung von Silhouette Cruises, dem Seychelles Tourism Board und Seyvillas, deutscher Vermittler von Hotels und Bungalows auf den Seychellen