Strand an der Baie Laraie

Seychellen mit der S.Y. Sea Star

Tag 2 Praslin – Vallée de Mai

Guten Morgen, Sea Star!
Guten Morgen, Sea Star!

Geschlafen haben wir prima, aber irgendwie sind die 6 Uhr aus meinem inneren Wecker nicht rauszubringen, obwohl es gefühlt nach deutscher Zeit ja erst 3 Uhr ist. Gut, nochmal umgedreht und weitergedöst. Irgendwann ging auch das nicht mehr. Das durch die kleinen Bullaugen einfallende Licht zeigte eindeutig, dass die Sonne schon aufgegangen war. Die Morgentoilette fiel spärlich aus und beschränkte sich weitestgehend auf das Auftragen von Sonnenmilch, denn nach dem Frühstück um 8:30 Uhr war ohnehin erst einmal Wassersport in allen erdenklichen Formen angesagt.

Um die Jungs und Mädels von der Mannschaft, die eifrig am Putzen und Aufräumen waren, nicht zu stören, ließen wir uns erst einmal in der hinteren Lounge bei der Bar nieder und arbeiteten den ersten Tag „auf“ – Reisebericht schreiben, Fotos sichten.

Frühstücks-Buffet
Frühstücks-Buffet

Das Frühstück ist eher britisch mit Omlett, Porridge, Würstchen, Toast, Honig, Marmelade, aber auch sehr viel frischem Obst. Auch so etwas Ähnliches wie Wurst und Käse (heute „geschreddert“) war zu finden. Wir hatten uns ja vorsorgt und unser eigenes Müsli mitgebracht. Ich bin eher der „salzige“ Typ zum Frühstück und mag keine Marmelade oder Honig. Die Wurst und der Käse sind für den deutschen Gaumen allerdings nur bedingt genießbar, so dass das Mitnehmen des Müslis für uns die richtige Lösung war. Müsli und viel frisches Obst!

Die Reste des Frühstücks landeten übrigens teilweise im Wasser und lockten zahlreiche große Fische an inklusive einiger kleiner, falscher „Haie“. Sie sehen nur aus wie Haie, sind aber eher Putzerfische.

Nach dem Frühstück startete John mit dem einzigen Taucher in der Gruppe auf einen Tauchgang bei Round Island. Er hatte übrigens acht Tauchgänge für 240 Euro vorab gebucht. Uns brachte das Dinghi an einen kleinen Strand zum Schnorcheln.

Strand bei Praslin
Strand bei Praslin

Letzteres war zwar nicht so ergiebig, aber die Gesteinsformationen um so schöner und voll mit kleinen Krabben.Muscheln dürfen auf den Seychellen übrigens nicht gesammelt werden.

Auch die Fauna war sehr interessant.

Franz Neumeier war etwas erfolgreicher bei der „Krabbenjagd“:

Noch ein paar Bilder vom Schnorcheln:

Und ein „Schwenk“ über den Strand:

Um 11:30 Uhr holte uns das Dinghi wieder ab. Schnell duschen und Haare waschen. Trocknen ist bei der Temperatur von 30°C nicht nötig – meinen mitgebrachten Fön habe ich den gesamten Urlaub nicht ausgepackt.

Das Mittagessen war heute etwas früher bereits um 12 Uhr, da wir um 13 Uhr fertig für den Landgang in Praslin sein sollten.

Am Hafen von Praslin (Jetty) wartete bereits der Bus von Mason´s Travel auf uns mit unserer Führerin. Im Hafengebäude gibt es ein Café und auch eine Wechselstube, die aber leider am Sonntag nicht geöffnet hatte.

Zuerst ging es zum UNESCO Weltnaturerbe Vallée de Mai mit der einzigartigen Kokospalme Coco de Mer, deren Nüsse bis zu 18 Kilogramm schwer werden und sieben Jahre bis zur Reife benötigen. Sechs einzigartige Palmenarten gibt es im Vallée de Mai. Wir hatten Glück und sahen mehrere Geckos (Green Day Gecko und Giant Bronze Gecko) und einen der schwarzen Papageien (Seychelles Black Parrot / kleiner Vasapapagei), die nur auf Praslin vorkommen. Auch eine der blauen Tauben (Seychelles Blue Pigeon / Blaue Seychellen Fruchttaube oder Paradies-Fruchttaube) begegnete uns. Abschließend noch in den Souvenir-Shop und einen Magneten für unsere Tochter erstanden. Für den dschungelartigen Park wurde übrigens Mückenschutz empfohlen. Es darf im Park nicht geraucht werden. Außerdem darf weder etwas aus dem Park mitgenommen noch dortgelassen werden.

Zum Abschluss noch ein paar bewegte Bilder aus dem Vallée de Mai (Franz Neumeier):

Die Führung dauerte etwas länger als geplant und so fiel der anschließende Stopp an der Cote d´Or mit einer halben Stunde etwas kürzer aus.

Panorama Cote d´Or
Panorama Cote d´Or

Als wir am Strand Fotos machten, kam ein etwas seltsam fliegender „Vogel“ auf uns zu. Plötzlich erkannte ich, dass es sich gar nicht um einen Vogel handelte, sondern um eine riesige Fledermaus. Fledermaus ist ebenfalls relativ, denn das Tier sieht zwar aus wie eine Fledermaus. Tatsächlich ist es aber genetisch eher mit den Primaten verwandt und verfügt auch nicht über die Echolot-Technik der Fledermäuse. Das einzige auf den Seychellen einheimische Säugetier heißt Seychellen Flughund oder Flying Fox / Fliegender Fuchs. Nur für ein Foto war ich schon zu spät dran. Die Flughunde gelten übrigens als Delikatesse auf den Seychellen. Der Rest der Gruppe ging in das italienische Café Da Luca auf einen Lavazza Espresso (eine Seltenheit auf den Seychellen, denn primär gibt es hier nur löslichen Kaffee) oder zum Shoppen in einen der Souvenir-Läden. Auch ein Supermarkt hatte geöffnet. Nur die Wechselstube war auch hier geschlossen. Sie hätte Sonntags bis 14 Uhr offen gehabt.

Kurz vor 17 Uhr ging es wieder mit dem Dinghi in zwei Gruppen wieder zurück an Bord, wo auch bereits Kaffee, Tee und Kuchen auf uns wartete. Auf der Überfahrt sahen wir erneut einen der Seychellen Flughunde. Es ging auch gleich weiter mit dem Essen. Als Appetizer gab es kleine Pizzaecken und Nüsse.

Während einige der Passagiere, darunter auch mein Mann nochmals schwimmen gingen, blieb ich an Bord. Unter dem Boot waren zahlreiche der falschen Haie zu sehen, die wir bereits am Morgen nach dem Frühstück gesehen hatten. Ich konzentrierte mich mehr auf den Sonnenuntergang.

Gegen 19:30 Uhr wurde das Abendessen angerichtet. Heute gab es Hühnchen und Fisch sowie dazu Salate, Gemüse und ein Kartoffelgratin. Alles durchaus sehr schmackhaft und gut gewürzt. Als Nachtisch gab es einen Karamellflan.

Inzwischen war ein fast voller Mond aufgegangen:

Nach dem Essen gab es das Briefing durch den Kapitän. La Digue werden wir auf eigene Faust erkunden. Wir erhielten eine Karte sowie ausführliche Erklärungen zu den Sehenswürigkeiten und natürlich vor allem den Stränden. Wir werden gegen 10 Uhr abgesetzt und um 16:30 Uhr wieder abgeholt. Wir bekommen die Telefonnummer von Bord, falls wir früher wieder zurück wollen. Die Nummer hat aber auch der Fahrradverleih. Außerdem bekommen wir ein Lunchpaket.

Anmerkung: Cruisediary.de reist auf den Seychellen mit Unterstützung von Silhouette Cruises, dem Seychelles Tourism Board und Seyvillas, deutscher Vermittler von Hotels und Bungalows auf den Seychellen