Strand an der Baie Laraie

Seychellen mit der S.Y. Sea Star

Tag 8 Victoria – La Digue

Um 5:30 Uhr wurde der Anker gelichtet und es ging in Richtung Inter-Island Quay von Victoria, den wir gegen 6:30 Uhr erreichten. Um diese Zeit ging unser deutscher Host auch von Kabine zu Kabine, um diejenigen zu wecken, die noch nicht wach waren. Die Infinity von Oceania hatte leider schon am frühen Morgen den Hafen verlassen. Am Inter-Island Quai lag dafür die Pegasos von Variety Cruises, die wir gestern schon im Ste. Anne Marine Park gesehen hatten.

Das Frühstück wurde heute im Salon aufgebaut, da am Heck schon die Ladetätigkeiten begannen. Um 7 Uhr gab es Frühstück. Anschließend packte ich noch den Rest in meinen Koffer und stellte beide Koffer auf den Gang, wo sie von der Crew abgeholt wurden. Einige der Gäste wollten noch Souvenirs vom Schiff wie Postkarten und Crew-Polo-Shirts kaufen, die jedoch nicht an Bord vorrätig waren. Die gewünschten Sachen holte der Kapitän nach der Ankunft aus dem Büro.

unsere Koffer gehen von Bord
unsere Koffer gehen von Bord

Gegen 8 Uhr wurden die Koffer mit dem Dinghi entladen. Anschließend folgten wir. Mit dem Dinghi ging es direkt an den Kai vor dem Fährbüro. Unser deutscher Host ging übrigens heute auch von Bord. Er hat ein Arbeitsvisum für sechs Monate, das kurz vor dem Ablaufen ist. Die restliche Zeit arbeitet er an Land im Hafen.

Bei Creole Travel Service tauschten wir unsere Online-Voucher in Boarding Pässe für die Cat Cocos Fähre über Praslin nach La Digue, wo wir noch drei Nächte verbringen werden. Nebenan im Büro von Cat Cocos konnten wir unsere Koffer abgeben. Das Boarding war erst um 11 Uhr, die Abfahrt der Fähre um 11:30 Uhr.

Wir hatten also noch gut zwei Stunden, um Victoria zu besichtigen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Hitze setzt doch ganz ordentlich zu und das Handgepäck ist auch nicht gerade für längere Spaziergänge geeignet. Zunächst ging es zum Clocktower.

Dann vorbei an der St. Paul´s Cathedral von Victoria zum Markt, dem Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market. Für unseren Aufenthalt auf La Digue, wo wir in einem Bungalow-Hotel untergebracht sind, wollten wir noch etwas Obst besorgen. Bananen, Mangos und eine Sternfrucht wurden gekauft. Die Sternfrucht verursachte leichte Verwirrung beim Verkäufer. Wir wollten nur eine. Die Früchte werden aber offensichtlich nur im „Paket“ verkauft. Schließlich bekamen wir nach einigen Diskussionen der beiden Verkäufer untereinander eine Sternfrucht für 5 Rupees. An einem anderen Stand erstanden wir Vanilleschoten und Vanille-Essenz als Mitbringsel. Das Päckchen mildes Curry, das wir uns ebenfalls ausgesucht hatten, gab es noch als kostenlose Zugabe.

Ich wollte noch zum indischen Tempel und so fragten wir in einem Minimarkt, wo wir eine Flasche Wasser kauften, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, nach dem Weg. Prima, der Tempel liegt gleich oberhalb des Markts. Nur waren wir schon wieder in Richtung Hafen unterwegs. Also nochmals zurück. Wir hatten ja noch Zeit.

Hafeneingang Inter-Island Quai
Hafeneingang Inter-Island Quai

Etwa 20 Minuten vor 11 Uhr erreichten wir wieder den Hafen. Dort ging es inzwischen ziemlich zu. Überall im Schatten standen Menschen und warteten auf die Fähre. Es hatte sich sogar bereits eine kleine Anstellschlange gebildet – in der prallen Sonne. Wir zogen es vor im Schatten zu warten, bis das Boarden begann. Bei der Abfahrt sahen wir, dass die Crystal Esprit wieder im Frachthafen von Victoria lag. Wir hatten Economy im klimatisierten Unterdeck gebucht. Die Fähre Coco de Mer hat auch noch eine Business Class sowie zwei Open Air Decks. Die klimatisierte Economy war doch deutlich angenehmer. An Bord gibt es auch eine Bar für Getränke und Snacks. Zunächst ging es nach Praslin, das wir um 12:40 Uhr erreichten.

In Praslin mussten wir Umsteigen in die Isle of La Digue. Das Gepäck wurde von der Crew umgeladen. Einen entsprechenden Aufkleber erhielten wir bereits beim Abgeben des Gepäcks in Victoria. Um 13:15 Uhr ging es weiter und eine Viertelstunde später erreichten wir La Passe auf La Digue. Da wir ja schon vor knapp einer Woche hier waren, wussten wir, wo sich unser Hotel Fleur de Lys befindet, und dass wir dies auch ganz gut zu Fuß erreichen können – trotz Hitze und Gepäck.

Das Hotel Fleur de Lys ist eine Anlage mit acht Bungalows mit Schlafzimmer, Wohnküche und Bad sowie Veranda. Die Wohnküche ist ausgestattet mit Kühlschrank, Mikrowelle, Toaster, French Press, Wasserkocher und Herdplatten (kein Ofen). Geschirr und Töpfe sind ebenfalls vorhanden. Im Schlafzimmer gibt es in unserem Bungalow eine Klimaanlage. Ansonsten laufen Deckenventilatoren. Im Schrank des Schlafzimmers befindet sich zudem ein kleiner Safe. Das Bad hat eine große Dusche, WC und Bidet. Seife ist vorhanden. Duschtücher und Handtücher werden ebenfalls gestellt. Alle Räume sind zur Ankunft liebevoll mit Hibiskus-Blüten dekoriert. Wir werden hier nicht groß kochen, nur das Frühstück machen wir uns selbst. Es wird auch für 12 Euro zwischen 8 und 9 Uhr ein Frühstück angeboten, das zum Bungalow gebracht wird. Fahrräder gibt es für 100 Rupee pro Tag zu mieten, was wir aber erst morgen machen werden. Die Straße hinunter zur Hauptstraße führt direkt zum Strand Anse Reunion.

Leuchtturm von la Digue
Leuchtturm von la Digue

Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, gingen wir nochmals hinaus. Wir hatten beim letzten Mal einen größeren STC Supermarkt gesehen. Natürlich liefen wir erst einmal in die falsche Richtung, nämlich in Richtung Hafen. Aber auf dem Weg fanden wir einen kleinen Laden mit Softeis – Mango und Vanille. Wir blieben bei Mango. 15 Rupee pro Eis. Also noch in die andere Richtung gelaufen und den Supermarkt gefunden. Wasser, Milch und Takamaka Rum – Letzterer ist allerdings für zu Hause. Der Dark Rum kostet um die 20 Euro die große Flasche. Ausgebaut in Bourbon-Fässern ist er sehr mild und hat ein intensives Vanille-Aroma. Der etwas teurere Extra Dark muss sich hinter karibischem Rum nicht verstecken und ist dabei deutlich günstiger. Dark und Extra Dark sind pur am Besten. Der weiße Rum ist mehr für Cocktails geeignet. In halben Flaschen gibt es außerdem einen aromatisierten weißen Cocos Rum. Die Trois Frères Destillery auf Mahé kann auch besichtigt werden. Sie liegt noch etwas südlicher als der Flughafen.

Katze
Katze

Zurück am Bungalow erwartete uns unser neuer Freund. Eine kleine recht struppige und magere Katze. Die erste Katze überhaupt, die ich auf den Seychellen gesehen habe. Hunde liegen hier überall am Strand. Nun gut, normalerweise mache ich das nicht, aber die Kleine hat so gehechelt, dass der Aschenbecher zum Katzennapf umfunktioniert wurde und sie Wasser mit einem Schuss Milch bekam.

An der Rezeption holten wir uns noch Restaurant-Tipps für das Abendessen. Das Restaurant und Caféteria Belle Vue mit schöner Aussicht zum Sonnenuntergang hatte leider nichts mehr frei und ist morgen geschlossen, aber mal sehen, vielleicht wird das übermorgen etwas. 500 Rupee pro Person für ein Buffet inkl. Abholung durch ein Taxi.

Wir wollten noch etwas an den Strand Anse Reunion und im Wasser laufen. Auf dem Rückweg machte mein Kreislauf schlapp. Die Hitze war nun doch etwas zu viel.

Also gingen wir zum Abendessen in das nächstgelegene Restaurant Chez Marston, was sich als gute Wahl herausstellte. Wir hatten Chicken Curry und Meeresfrüchte Curry sowie einen Nougat Coco als Dessert. Ich hatte noch eine Pina Colada und zwar nur Rum, Cocosmilch und Ananassaft, keine Sahne wie bei uns oft so üblich. Auch hier leistete uns eine schnurrende Fellnase Gesellschaft, jedoch waren die Curries doch ein bisschen zu spicy für eine Katze.

Wir waren beide so fertig, dass wir tatsächlich schon um 8 Uhr ins Bett gingen.

Anmerkung: Cruisediary.de reist auf den Seychellen mit Unterstützung von Silhouette Cruises, dem Seychelles Tourism Board und Seyvillas, deutscher Vermittler von Hotels und Bungalows auf den Seychellen