Strand an der Baie Laraie

Seychellen mit der S.Y. Sea Star

Tag 1 Dubai – Victoria – Round Island

Emirates EK 705
Emirates EK 705

Ja, wir sind immer noch in Dubai, denn der Anschlussflug EK705 geht erst um 2:30 Uhr. Auf der Toilette etwas frisch gemacht, hieß es gut zwei Stunden warten und nicht einschlafen. Eine Stunde kostenloses Internet im Flughafen von Dubai verkürzt die Wartezeit etwas.

drei Schiffe im Hafen von Dubai
drei Schiffe im Hafen von Dubai

Der Abflug von EK705 war pünktlich und mit einem tollen Panorama über die Stadt. Drei Kreuzfahrtschiffe lagen im Hafen. Nur etwas zu dunkel für meinen Fotoapparat.

Der Service bestand aus einem heißen Frühstück, das leider bereits zwischen 3:30 Uhr und 4:00 Uhr serviert wurde. Es gab Omlette und Rührei. Da ich kein Fan von Eierspeisen und Würstchen bin, war ich froh, eine Fruchtplatte vorab bestellt zu haben, auch wenn Hauptgericht und Nachspeise recht identisch waren.

Eine gute Stunde Schlaf war noch drinnen, dann ging um 6:30 Uhr bereits die Sonne auf und wir überflogen gerade den Äquator.

Die Landung ist kaum weniger spektakulär, insbesondere wenn man die Cockpit-Kamera auf dem Monitor eingeschaltet hat. Irgendwann taucht aus dem Meer eine Landebahn auf. Und dann das Hoffen, dass der Pilot auch rechtzeitig bremsen kann, denn am Ende der Landebahn ist wieder Meer.

Vor dem Aussteigen kommt noch der Zoll an Bord und kontrolliert die Maschine. Es darf vor der Freigabe nicht aufgestanden werden, was nicht alle Passagiere einsehen wollten. Der Flughafen von Victoria besteht mehr oder minder aus einer großen Halle. Ausgestiegen wird direkt auf das Vorfeld. Dann geht es gleich zur Passkontrolle. Es gibt übrigens eine Stunde kostenloses WLan. Wir hatten einen der 2er Plätze ganz hinten im Flugzeug, was sich nun rächte, denn wir waren mehr oder minder auch ganz am Ende der Schlange vor der Passkontrolle. An Bord erhielten wir bereits ein Einreiseformular, das ausgefüllt abgegeben wird. Dank der langen Schlange an der Passkontrolle mussten wir wenigstens nicht auf die Koffer warten, die vermutlich bereits zum hundersten Mal im Kreis fuhren. Noch das Zollformular abgegeben und fertig.

Im Ankunftsbereich wurden wir bereits von unserem Fahrer vom Seychelles Tourism Board erwartet, der uns zum Inter-Island Quai brachte. Es sah ja irgendwie so aus, als wäre da das Nirgendwo, aber hinter den Bäumen und Palmen spitzten die Masten der Sea Star, Sea Pearl und Sea Shell von Silhouette Cruises hervor. Lediglich die Sea Bird fehlte. Das Büro von Silhouette Cruises befindet sich nicht direkt am Fähranleger des Inter-Island Quai sondern um die Ecke im Hafenbecken. Vom Fähranleger gibt es aber vorbei an der Bar einen Fußweg. Unser Fahrer brachte uns allerdings direkt zum Büro. Zum Emfang bekamen wir gleich eine Flasche Wasser – es hat schon am frühen Morgen 29°C. Das Gepäck wurde abgestellt und unsere Namen abgehakt. Die vorherigen Gäste waren bereits von Bord und die Crew war eifrig mit dem Laden neuen Proviants beschäftigt, der vollständig mittels des Beiboots an Bord gebracht werden muss.

Frühstück: Mangosaft, Kaffee und Käsetoast
Frühstück: Mangosaft, Kaffee und Käsetoast

Da es gerade Mal 8:30 Uhr war, gingen wir in die Bar um die Ecke und stärkten uns mit einem Toast und Mangosaft (Käsetoast mit Tee/Kaffee und Saft jeweils 70 Rupee – 280 Rupee gesamt, in Euro gezahlt 25 Euro). Anschließend machte sich mein Mann auf in die Stadt, um eine SIM-Karte für Telefon und Internet zu erstehen. Die Telefon-SIM von Airtel konnte er noch kaufen (gibt es an jedem Kiosk). Für Internet wollte er eigentlich einen Surfstick erwerben, den es aber nur direkt im Laden des Telefonanbieters gab, vor dem sich eine lange Warteschlange gebildet hatte. Das abzuwarten blieb keine Zeit mehr. Vielleicht klappt es am Montag auf La Digue. Gleich in der Nähe des Büros gibt es übrigens einen großen Neubau mit Restaurants und Läden. Dort wird demnächst ein Laden von Cable & Wireless eröffnen – für uns leider zu spät.

Um 10:30 Uhr war das Boarden angesagt und nach und nach trafen die übrigen Passagiere ein. Die Sea Star und die Sea Pearl fuhren heute los. Man kann lediglich „modernes Schiff“ (= Sea Star oder Sea Bird) oder „historisches Schiff“ (= Sea Pearl oder Sea Shell) buchen. Auch eine Kabinennummer erhält man nicht bei Buchung. Schiff und Kabine wird erst vor Ort mitgeteilt. Zunächst wurden die Passagiere der Sea Pearl mit dem Dinghi übergesetzt dann die der Sea Star. In der Lounge füllten wir die Gästeinfo aus und bekamen dann von dem deutschen Host unsere Kabine gezeigt und erklärt. Sechs deutsche Paare zu zwei französische Damen sind an Bord, also insgesamt 14 Passagiere. Nach dem Bezug der Kabine gab es eine Einweisung durch den Kapitän inklusive der Sicherheitshinweise sowie durch den Tauchlehrer. Gegen 13 Uhr verließ die Sea Pearl den Hafen und kurze Zeit später wir.

Crystal Esprit
Crystal Esprit

Beim Auslaufen entdeckten wir noch die vor Kurzem hier in Victoria getaufte Crystal Esprit im Hafen liegend.

Das Mittagessen wurde heute um 13:30 Uhr auf dem Achterdeck angerichtet – Buffetstyle: Spinat- und Krautsalat, gemischtes Gemüse und Spaghetti mit Bolognesesauce. Als Nachtisch frische einheimische Bananen von der Staude. Kaffee (löslicher) und Tee mit Keksen gab es in der Lounge zur Selbstbedienung. Die Bananenstaude wird Laufe der Kreuzfahrt zum „Zeitmesser“ – heute noch voll und grün und am letzten Tag gelb und fast leer. Zwei unserer Mitreisenden hatten übrigens die Condor-Maschine ab Frankfurt gebucht. Sie hatten Glück, dass sie das Schiff noch erreichten. Die eigentliche Maschine hatte einen Defekt und konnte nicht fliegen. Bei der Ersatzmaschine fehlte ein Computerteil, das zunächst aus einer weiteren Maschine erst aus- und in die Ersatzmaschine umgebaut werden musste.

Die Wellen sind, obwohl die See eigentlich ruhig ist, nicht zu verachten und erste leichte Ausfälle unter den Passagieren waren bereits zu verzeichnen. Übrigens war auch eines der Segel gesetzt. Später kam noch ein zweites hinzu. Die Sea Pearl, die ebenfalls Segel gesetzt hatte, überholten wird langsam. Am Achterdeck befestigte die Crew zwei Angelleinen. Mal sehen, was der Catch of the Day für das abendliche BBQ ist. Unser Koch hat aber auch schon einen Fisch aus der Tiefkühltruhe geholt. Einige Impressionen von den gut drei Stunden Segelfahrt bis Praslin:

Und hier noch ein paar „bewegte“ Bilder:

Auf der Fahrt nach Praslin tauchte plötzlich eine Schule Delfine unmittelbar neben dem Schiff auf. Aber so schnell sie kamen, so schnell waren sie wieder weg und meine Kamera nicht einsatzbereit. Uns wurde aber versprochen, dass es noch mehr Gelegenheiten geben wird. Gegen 16 Uhr erreichten wir die zweitgrößte Insel der Seychellen Praslin, wo wir in der Bucht Baie Ste. Anne vor Round Island vor Anker gingen. Die Sea Pearl traf einige Zeit später ein.

Die Zeit „nutzten“ wir noch zum Afternoon Tea, Tee, Kaffee und Kuchen am Achterdeck. Auf den Seychellen wird übrigens Tee angebaut. Neben dem Island Tea ist hier ein Vanilla Tea eine lokale Spezialität, die sich auch gut als Mitbringsel eignet.

Der Tauchlehrer lud zur ersten Schnorchelrunde entlang Round Island ein. Nachdem wir den Kampf gegen unsere Tageskontaktlinsen gewonnen hatten (ich trage die Linsen nur für solche sportlichen Aktivitäten), ging es mit dem Dinghi nach Round Island. Lediglich fünf Gäste nahmen teil. Ein schöner erster Einblick in die Meereswelt der Seychellen mit vielen bunten Fischen und zwei Seegurken. Alle Schnorchel-Fotos wurden von Franz Neumeier gemacht, da wir nur eine Kamera für Unterwasseraufnahmen (Panasonic Lumix DMC-FT5) haben.

Zurück an Bord waren unser Koch und die Deckhands schon eifrig am Grillen. Als kleiner Snack wurden Würstchen im Speckmantel mit frischer Ananas sowie gegrillte Kokosnussstreifen serviert.

Gegen 20:30 Uhr war das Abendessen fertig, das unsere Hostessen wieder am Achterdeck aufbauten. Ein äußerst leckerer kreolisch gewürzter Fisch, gegrillte Würstchen und Hähnchenteile und dazu allerlei Salate, Reis und kleine rote Süßkartoffeln. Den Abschluss bildete ein Obstsalat mit frischer Papaya und Maracuja.

Vorstellung der Crew
Vorstellung der Crew

Der Kapitän gab nach dem Essen noch das Briefing für den nächsten Tag und stelle anschließend die 10 köpfige Besatzung vor bestehend aus zwei Damen und acht Herren, darunter ein junger Deutscher, der als Host(ess) an Bord arbeitet.

Hier noch einige Impressionen vom Sonnenuntergang und dem Mond:

Da der Tag für uns sehr lang war, gingen wir dann doch umgehend ins Bett – gut es war inzwischen bereits 21:30 Uhr geworden.

Anmerkung: Cruisediary.de reist auf den Seychellen mit Unterstützung von Silhouette Cruises, dem Seychelles Tourism Board und Seyvillas, deutscher Vermittler von Hotels und Bungalows auf den Seychellen