Oasis of the Seas in Malaga

Mit der Oasis of the Seas über den Atlantik

Tag 11 Malaga / Spanien – 8:00 – 20:00 Uhr

noch ein Frühstück im Solarium
noch ein Frühstück im Solarium

Wir standen noch vor 7 Uhr auf und gingen ins Solarium zum Frühstück. Gerade fuhren wir in den Hafen von Malaga (Infowebsite für Kreuzfahrer) ein – gleichzeitig mit dem Sonnenaufgang.

Oceania Marina
Oceania Marina

Hinter uns kam die Marina von Oceania in den Hafen.

Für bessere Fotos eilten wir vom Frühstück sofort auf das Sonnendeck auf Deck 14 vorne. Es erwartete uns ein wunderschöner Sonnenaufgang. Ich hatte schon in den letzten Tagen mehrmals einen in Schwarz gekleideten Herrn gesehen, auf dessen T-Shirts sich immer ein „Jesus“-Aufdruck befand. Gestern sah ich ihn in einem entsprechenden Sweater und der Bibel unter dem Arm. Ach, das ist der Pfarrer Diaz, der jeden Morgen eine katholische Messe anbietet. Heute Morgen stand er mit seinem gedrehten Tierhorn an Deck und begrüßte den beginnenden Tag mit seinem Horn und einem Dank an den Herrn für den neuen Tag.

Die Sonne geht auf über Malaga:

Der erste Überblick über Malaga von Deck 14 aus:

Ein Mitglied des Roll Calls auf Cruisecritic hatte mit Pancho Tours eine Free Walking Tour organisiert. Die Tourguides verlangen keinen festen Preis, sondern arbeiten für Trinkgelder. Das ist das Konzept der Free Walking Tours, die einstmals in Berlin starteten. Die Tourguides sind der Auffassung, dass sie auf diese Weise motivierter sind. Um 9 Uhr trafen wir uns auf der Royal Promenade.

Infotafeln am Hafenausgang
Infotafeln am Hafenausgang

Erstaunlicherweise findet hier in Malaga keinerlei Einreise- oder Passkontrolle statt, obwohl dies unser erster Hafen in Europa ist. Der gesamte Hafenbereich wurde vor ca. 5 Jahren fertiggestellt. Im Terminal gibt es diverse Shops und einen Infostand des Tourismusbüros, wo man mit Stadtplänen und Broschüren versorgt wird. Die Tourismus-Website von Malaga bietet übrigens auch einen kostenlosen Audioguide (auf Deutsch) zum Download an sowie eine App mit diversen Self-Guided Walking Tours. Den Audioguide hatte ich mir schon vor gut einem Jahr heruntergeladen und immer wieder einmal eine Folge angehört. Auch im Ort finden sich überall Hinweisschilder und Stadtpläne. Es ist alles sehr touristenfreundlich aufbereitet. Im Terminal gibt es kostenloses WLan. Das Passwort erhält man bei der Ria Bank. Ich habe es nicht ausprobiert, sah aber beim Zurückkommen zahlreiche Passagiere und Crewmitglieder im Terminal sitzen mit den entsprechenden Geräten vom Laptop über das iPad bis zum Smartphone.

Wegweiser im Ort
Wegweiser im Ort

Um 9:30 Uhr sollten wir uns mit einem Vertreter von Pancho Tours treffen. Wir verließen allerdings das Terminal über den Ausgang für Individual Guests, denn der andere lautete ja „Tours“ und eine gebuchte Tour hatten wir nicht. Die Stadt bietet übrigens für 5 Euro einen Shuttlebus zur Innenstadt an. Der Fußweg dürfte aber nur 15 min betragen. Gleich rechts vom Hafen beginnt zudem der Strand.

Tren Panoràmico
Tren Panoràmico

Nach einem Telefonat fanden Gruppe und Führer zusammen. Auf uns wartete der Panoramic Train, der für 3 Euro (Tagesticket) ebenfalls zur Innenstadt fährt. Als Gruppe zahlten wir nur 2,50 Euro pro Person. An der Uferpromenade wurden wir schließlich in drei Gruppen eingeteilt. Einige erweiterten die Walking Tour noch um eine kostenpflichtige Tapas Tour. Der Rest, der nur die Walking Tour machen wollte, wurde nochmals geteilt. Wir schlossen uns Luis aus Malaga an, der übrigens auch Deutsch spricht (die Tour selbst war auf Englisch). Luis zeigte uns seine Stadt und brachte uns in knapp drei Stunden auch die Geschichte Malagas sowie Spaniens näher und das mit vielen interessanten und amüsanten Geschichten und nicht übermäßig vielen Jahreszahlen. Luis berichtete uns, dass der Erstanlauf der Oasis schon seit Wochen das Stadtgespräch sei. Das sollten wir später noch erleben.  Am Cervantes-Theater endete die Führung mit zahlreichen Tipps für Lokale und weitere Sehenswürdigkeiten. Jeder gab gerne ein Trinkgeld von 10 Euro pro Person.

Zunächst ging es vom Yachthafen in den Park von Malaga und vorbei an den ABC-Häusern (A = Ayuntamiento / Rathaus, B = Banco de Espana / Bank, C = Correos / Post, heute Rektorat der Universität von Malaga):

Danach ging es bergauf in Richtung Alcazaba:

Weiter ging es zur Plaza de la Aduana. Dort befindet sich der Haupteingang der Alcazaba und des römischen Theaters. Letzteres kann kostenlos besichtigt werden und dient auch als Veranstaltungsort. Wir hatten eine Viertelstunde Freizeit für das Theater oder zum Souvenir-Shoppen:

Weiter ging es zum Museo de Malaga im Palacio de la Aduana und von dort zur Rückseite der Kathedrale. Über kleine Gassen führte der Weg zur Plaza de la Constitucion und der durch Segel überdachten Haupteinkaufsstraße, der Calle Marques de Larios. Von dort ging es zur Plaza de la Merced, an deren Ecke das Geburtshaus von Pablo Picasso steht. Wenige Meter weiter ist das Teatro Cervantes, wo unsere Führung endete.

Luis hatte uns den Atarazanas Zentralmarkt empfohlen und da wir solche Markthallen lieben, machten wir uns auf den Weg durch die Altstadt dorthin. Zwischendurch kauften wir uns noch ein Eis zur Erfrischung. Unsere Tochter und unser Freund wollten zurück zum Schiff.

Fahrplan Bus 35
Fahrplan Bus 35

Wir wollten eigentlich noch mit dem Bus Linie 35 hoch zum Castillo de Gibralfaro fahren (1,30 Euro plus ca. 3,50 Euro Eintritt), denn von dort aus kann man noch gute Fotos vom Schiff machen. Leider war der Bus gerade vor 10 Minuten (14:10 Uhr) gefahren und der nächste sollte erst um 16:50 Uhr fahren. Das war dann doch zu spät für uns. Und die gut halbe Stunde bergauf bei 34 Grad zu laufen, wäre auch etwas zu viel gewesen. So machten wir uns ebenfalls auf den Weg in Richtung Schiff.

Übrigens gibt es im Hafen direkt eine Auto- und Fahrradvermietung (Prima Rent a Car & Bike). An der Uferpromenade gibt es ebenfalls Fahrräder und Motorroller. Auch Segway-Touren werden angeboten (ab 10 Euro für 20-30 min im Hafenbereich). Sollte jemand Schuhe benötigen, Deichmann wäre in den Shops an der Promenade vertreten.

Von der Straße zum Terminal können ebenfalls gute Fotos vom Schiff gemacht werden. Diese Straße war inzwischen gut „gefüllt“ mit Schaulustigen, Passagieren und Crew.

Wieder an Bord brauchte ich zunächst einmal etwas zu Trinken und nahm mir noch eines der kleinen Croissant-Sandwiches im Café Promenade. Dann ging ich zum Fitness Center.

Snacks zum Cocktail
Snacks zum Cocktail

Um 17:30 Uhr trafen wir uns wieder mit unserem Freund am Blaze und endeten im Jazz on 4 für unseren Pre-Dinner-Cocktail.

Das heutige Menü trug den Namen Sage.

Um 20 Uhr stand die Abfahrt von Malaga an. Wir kamen mit dem Sonnenaufgang und fuhren mit dem Sonnenuntergang. Nicht nur, dass ein Ü-Wagens eines spanischen Fernsehsenders am Ufer stand, nein, die Attraktion des Tages hatte Tausende Schaulustiger auf die Straße zum Terminal und an die Uferpromenade gelockt. Die Autos kamen kaum noch durch. Zwei Feuerlöschboote begleiteten unsere Ausfahrt. Da wir im Hafenbecken nicht drehen konnten, fuhren wir rückwärts aus dem Hafen hinaus. Das alles im Abendlicht bei einem tollen Sonnenuntergang hinter den Bergen. Deck 14 vorne war gut gefüllt. Wer von der Crew Zeit hatte, war vorne auf dem Helipad. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel mit Gänsehaut-Charakter! Als die Feuerlöschboote schließlich abdrehten, applaudierten alle Passagiere auf Deck 14.

The Overtures
The Overtures

Die Show begann heute um 21 Uhr im Opal Theater. „The Overtures“, eine 60er Jahre Tribute- Band, standen auf dem Programm. Ich mag und kenne die Lieder der 60er Jahre. Formuieren wir es höflich, die Beatles haben sie gut drauf. Aber Bob Dylan würde sich – wenn er nicht noch leben würde – im Grab umdrehen, hätte er die Version von „Blowin´ in the Wind“ gehört. Den Everly Brothers und den Beach Boys erging es kaum besser.

Der Tag war dann doch anstrengend und ich hatte bereits während der Show, Mühe, meine Augen offen zu halten – trotz der Lautstärke. Eigentlich wäre ich noch gerne um 22:30 Uhr in die Viking Crown Lounge gegangen, um Tracy und Edna aus Hairspray mit Broadway Hits zu lauschen. So aber gingen wir nur noch zur Fotogalerie und suchten uns für unsere Gutscheine zwei der von uns gemachten Fotos aus.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf eigene Kosten - private Urlaubsreise.