Mit der Oasis of the Seas über den Atlantik

Tag 1 Fort Lauderdale / USA – Abfahrt 17:00 Uhr

Nach einem gemütlichen Frühstück verließen wir gegen 9 Uhr unser Hotel in Hollywood und fuhren in Richtung Fort Lauderdale. Ziel war aber zunächst nicht der Flughafen für die Mietwagenrückgabe, sondern die SE 17th Street und dort ein kleiner Parkplatz unter der Brücke, den wir gestern entdeckt hatten. Von dort aus lassen sich die Schiffe im Hafen Port Everglades (Karte) recht gut fotografieren – zumindest diejenigen, welche nicht seitlich im Inland Waterway liegen wie heute die Vision of the Seas. Bei der Brücke lag heute die Caribbean Princess. Die Oasis of the Seas lag an ihrem Stammplatz am Terminal 18 und am Kopfende des Hafenbeckens lag die Carnival Freedom.

Übrigens, wer sich noch vor der Abfahrt mit Wasser oder Wein oder anderen Dingen eindecken möchte, dem seien der Publix Supermarkt in den The Habor Shops empfohlen. Dort findet sich auch eine Filiale von Total Wine, bei welcher man Wein online zur Abholung vor der Kreuzfahrt bestellen darf. Bei Royal Caribbean International dürfen inzwischen zwei Flaschen Wein oder Sekt pro Kabine (bei zwei Personen) mit an Bord genommen werden.

Weiter ging es anschließend zum Flughafen, dem Fort Lauderdale-Hollywood International Airport. Der Mietwagen musste bis 10 Uhr zurückgegeben werden. Gut 10 Minuten vor 10 Uhr trafen wir ein. Koffer ausladen. Mietwagen einscannen lassen, Beleg entgegennehmen. Weiter geht es ins Gebäude zu den Mietwagenschaltern und dort mit dem Aufzug auf Ebene 3. An der Haltestelle 1 stand bereits der kostenlose Shuttlebus von Alamo und National zum Hafen bereit. Dort muss nochmals der Beleg gezeigt werden als Nachweis, dass man auch tatsächlich bei Alamo gemietet hatte. Mit uns war der Bus ohnehin voll und schon ging es los. Der Fahrer fuhr ziemlich langsam, aber die Fahrt dauerte dennoch nur 15 min.

Gepäck ausladen und dem Porter übergeben und schon kann es losgehen. Im Terminal 18 wird zunächst nach Decks getrennt. Deck 9 war rechts. Danach geht es zur Sicherheitskontrolle. Wir hatten auf der Fahrt mit der Majesty of the Seas eine Flasche Rum in Nassau erstanden, die wir im Handgepäck hatten. Diese wurde allerdings weder bei der Sicherheitskontrolle beanstandet noch gab es irgendeine Möglichkeit diese abzugeben. Nun denn, wir trinken sie ohnehin nicht an Bord.

Erst bei den Check-In Schaltern gibt es dann für jedes Deck nochmals gesonderte Schalter für Crown & Anchor Mitglieder ab Platinum. Deck 9 war ganz vorne und wir kamen umgehend dran. Gesundheitsformular ausfüllen, Kreditkarte einlesen, Fotos machen, Pässe einlesen und SeaPass Karten bekommen. Leider stand da natürlich doch noch Emerald Member drauf. Wir sollten uns an Bord an die Rezeption wenden.

Mittig zwischen den Schaltern geht es in den Bereich zwischen den beiden Schalterreihen, wo die Fotografen bereits auf Opfer für die Einschiffungsfotos warten. Diese umgingen wir geschickt und fuhren mit der Rolltreppe auf die obere Ebene. Dort gibt es verschiedene Wartebereiche – je nach Crown & Anchor Status. Wir konnten die Dame bei Diamond überreden, dass wir den Status gewechselt haben und daher dort warten durften. Ordentlich wird Reihe für Reihe aufgefüllt und die Plätze penibel zugewiesen.

Bereits hier im Wartebereich gibt es übrigens einen Tisch der Adventure Ocean Betreuuer, wo die Kinder mit den nötigen Sicherheitsarmbändern ausgestattet werden können. Außerdem gibt es einen kleinen Kinderspielplatz.

Ein nicht näher genanntes technisches Problem verzögerte das Boarding und wir überbrückten die Wartezeit mit Fotos und Facebook. Das Terminal 18 bietet kostenloses WLan an. Um kurz nach 11 Uhr ging es schließlich los. Zunächst durften Suiten, Pinnacle und Diamond Plus boarden, dann ging es weiter mit Diamond und den anderen Crown & Anchor Stufen.

[clear]

tierischer Mitreisender
tierischer Mitreisender

Schon im Terminalgebäude trafen wir übrigens erstmals auf diesen Mitreisenden, der sich übrigens immer ganz hervorragend benahm.

Gegen 11:20 Uhr waren wir an Bord und gingen zunächst an die Rezeption, wo wir neue SeaPass Cards mit Diamond Status bekamen. Dies ist ja inzwischen wichtig, da es keine Gutscheinhefte mehr gibt, sondern die Gutscheine statusabhängig auf die Karte sozusagen aufgeladen sind. Nur die Karte unserer Tochter konnte nicht geändert werden. Das ging im Anschluss ein Deck höher beim Loyality Ambassador, die uns auch das Infoblatt für die Diamond-Gutscheine und das Kärtchen mit der Liste der Alkoholika für die Cocktail-Stunde von 17 bis 20:30 Uhr gab. Pro Abend gibt es drei Gutscheine – nicht das wir das alles trinken könnten.

Salat vom Park Cafe
Salat vom Park Cafe

Inzwischen hatten wir unseren Freund telefonisch in seiner Kabine erreicht, der bereits die zwei Nächte-Fahrt vorher an Bord war und uns anbot, unser Handgepäck in seiner Kabine unterzustellen. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg ins Park Café für einen Salat für die Damen bzw. ein Roastbeef Sandwich für meinen Mann. Inzwischen waren die Kabinen freigegeben (ab 13 Uhr). Also Handgepäck wieder eingesammelt und auf unsere Kabine gebracht. Gut, vorher mussten wir natürlich erst einmal Fotos von der Kabine machen.

Demo-Bamboo-Massage
Demo-Bamboo-Massage

Wir machten uns weiter auf die übliche Fotorunde am ersten Tag. Spa und Kinderbereiche sind nur am ersten Tag für jedermann zugänglich und damit fotografierbar. Ich ließ mich wieder kurz „demo“ massieren mit heißen Steinen und Bambus. Am Spa Raffle um 17:30 Uhr nahmen wir dieses Mal aber nicht teil.

Einer Eingebung folgend schaltete ich irgendwann im Laufe des Nachmittags den Fernseher in der Kabine ein und fand prompt eine Reihe von Nachrichten vor. Neben Werbung waren diverse Nachrichten über Änderungen von Showzeiten darunter. Wir hatten alle Shows schon vorab online reserviert. Ohne Hinweis wurde bereits vorab Hairspray vom ersten Tag auf einen Nachmittag verlegt. Also mussten wir erneut vorab alles umplanen und mit unserem Freund koordinieren. Und nun war wieder alles durcheinander. Ich hatte bereits gesehen, dass die uns für heute Abend stornierte Show Hairspray doch stattfand. Am Fernseher konnte ich nicht umbuchen, denn schon bei der ersten Show, die ich wieder zurückbuchen wollte, hieß es, ich sei dort schon eingebucht. Also gingen wir hinunter ins Studio B, wo die Schlange erfreulich kurz war. Tja, wir waren nicht die Einzigen, deren Pläne wieder durcheinander geworfen wurden. Das Neusortieren ging dann aber erstaunlich schnell und wir konnten das für unseren Freund gleich mit erledigen, da unsere Buchungen verknüpft waren. Und so kamen wir unter anderem zurück zu unserer alten Buchung mit Hairspray heute Abend um 20:45 Uhr. Übrigens, dieses Chaos sollte für den Rest der Reise anhalten. Der Cruise Calender im Fernseher enthielt einen kunterbunten Mix von alten und neuen Buchungen. Selbst die Restaurants waren teilweise doppelt aufgeführt. Außerdem wollte das Computersystem unbedingt die Florida-Zeit behalten, was dann beispielsweise zur Anzeige eines Abendessens um 1 Uhr Nachmittags führte.

Ein paar Eindrücke vom Hafen Port Everglades und Fort Lauderdale von unserem Rundgang:

Kurz nach 16 Uhr waren auch die Koffer auf der Kabine eingetroffen. Wir packten schnell aus. Für drei Personen wird der Platz allerdings dann schon etwas knapp. Unser Kabinensteward Noe stellte sich vor und fragte, ob wir noch Wünsche hätten. Wir baten – wie üblich – um das englische Tagesprogramm und noch ein paar Kleiderbügel. Letztere brachte Noe umgehend.

Ansprache bei der Rettungsübung
Ansprache bei der Rettungsübung

Weiter ging es um 16:30 Uhr mit dem Muster Drill. Der Nachteil einer Kabine im hinteren Bereich ist, dass sich die Muster Station im Aqua Theater befindet. Denn dort kann es doch ziemlich heiß werden. Der Vorteil dieser Muster Station ist allerdings, dass man sich hinsetzen kann. Wer die Muster Station auf der Royal Promenade hat, darf stehen. Der Drill war deutlich kürzer als auf der letzten Fahrt mit der Oasis of the Seas. Zunächst wurde eine kurze Begrüßungsansprache des Kapitäns auf den Monitoren gezeigt. Das Video zur Rettungsübung wurde lediglich in Englisch mit englischen Untertiteln ausgestrahlt und hinsichtlich der anderen Sprachen auf die Kabinenfernseher verwiesen.

Inzwischen waren die Caribbean Princess und die Carnival Freedom bereits ausgelaufen. Die Vision of the Seas lief gerade aus. Da unsere Kabine auf der rechten Seite liegt, „mieteten“ wir uns auf dem Balkon unseres Freundes auf der linken Seite für die Ausfahrt um 17 Uhr ein. Etwas unpraktisch war, dass für 17 Uhr auch das erste Meeting der Teens angesetzt war. Unsere Tochter zog es dann doch vor, die Ausfahrt anzusehen, denn diese ist in Fort Lauderdale eigentlich immer sehr schön. In den Hochhäusern gibt es einige Bewohner, welche die Schiffe bei der Ausfahrt mit Airhorns, Glocken oder riesigen Winkehänden grüßen. Auch die Schiffe verabschieden sich standesgemäß mit dem Schiffshorn.

Bilder von der Abfahrt:

Und hier noch ein Zeitraffer-Video meines Mannes von der Ausfahrt aus Fort Lauderdale:





 

Menü Mojo im Hauptrestaurant
Menü Mojo im Hauptrestaurant

Anschließend hieß es schon, sich für das Abendessen fertig zu machen. Wir hatten für alle vier um 18 Uhr bei Giovanni´s Table reserviert. Im Hauptrestraurant gab es übrigens das Menü Mojo, das wir ja letzte Woche bereits auf der Majesty of the Seas hatten. Praktischerweise liegen die Menüs am Eingang des Diamond Clubs aus. Wir sagten unserem Kellner Bescheid, dass wir um 20:45 Uhr zur Show müssen. Um 19:30 Uhr waren wir mit dem Abendessen fertig, das übrigens sehr lecker war und den Aufpreis von 25 Dollar durchaus lohnt. Mittags kostet Giovanni´s Table übrigens 15 Dollar. Wir bekamen heute auch ein Angebot für 10 Dollar für Morgen-Mittag.

[clear]

Unser Abendessen im Giovanni´s Table im Central Park (sorry, wegen der schlechten Lichtverhältnisse sind nicht alle Fotos scharf):

Auf dem Weg ins Theater nahmen wir uns an der Trellis Bar im Central Park noch ein Glas Wein mit. Cocktailstunde also auch noch geschafft. Viele hatten nicht mitbekommen, dass Hairspray bereits heute aufgeführt wurde.  Das Theater war daher nur gut zur Hälfte besetzt, die Show aber grandios! Eigentlich schade, dass Hairspray durch Cats abgelöst wird. Allerdings hat Royal Caribbean International inzwischen bekannt gegeben, dass Hairspray künftig auf der Freedom of the Seas laufen wird. Fotos sind übrigens nicht gestattet.

Auf eine gute erste Nacht auf der Oasis of the Seas!

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf eigene Kosten - private Urlaubsreise.

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien ...

... und folgen Sie uns auch auf Facebook, Twitter und/oder Instagram!

X

Hinweise zur redaktionellen Unabhängigkeit und zu Werbung

Cruisediary.de reiste auf eigene Kosten - private Urlaubsreise. In unserer unabhängigen Berichterstattung lassen wir uns dadurch nicht beeinflussen.

Wir legen grossen Wert auf unabhängige und neutrale Berichterstattung. Wenn uns etwas nicht gefällt, werden wir das schreiben, und auch, wenn uns etwas gefällt - egal, ob wir auf eigene Kosten oder auf Einladung gereist sind. Das sind wir unseren Lesern schuldig. Und selbst die Reedereien haben nichts davon, wenn wir Dinge beschönigen. Denn spätestens auf dem Schiff selbst würde die Diskrepanz zwischen zu wohlwollendem Bericht und der Realität ohnehin auffallen.

Damit aber erst gar nicht der Verdacht der Heimlichtuerei oder Mauschelei aufkommt und damit unsere Leser erst gar nicht auf die Idee kommen, wir würden geflissentlich verschweigen, dass wir oft auf Einladung der Reedereien unterwegs sind, kennzeichnen wir unsere Beiträge entsprechend.

4 Gedanken zu „Mit der Oasis of the Seas über den Atlantik“

  1. Wir waren auf der Folge-Tour auf der Oasis of the Seas, das Schiff ist einfach der Hammer und wir haben das Tagebuch über eure Überfahrt mit Begeisterung verfolgt

    Antworten
    • Matthias,

      ich korrigiere, es war der Flughafen-Zuschlag und der erhöhte Kilometer-Tarif am Samstag. Stimmte aber mit dem Taxameter überein.

      Gruß
      Carmen

      Antworten
  2. Gänsehaut pur beim durchlesen dieses Reisetagebuchs. Wir waren auch auf dieser Reise und es war einfach traumhaft. Langeweile gibt es auf diesem Schiff nicht. Ich hoffe mein kleiner Gecko aus dem Solariumdeck hat die Kälte in Rotterdam im Trockendock überlebt und kann nun wieder in die Wärme schippern.
    Gute Heimreise Oasis of the seas und bis bald mal wieder… in der Karibik.
    Vorher geht’s aber im Mai von Singapur nach Dubai.

    Schiff Ahoi und danke für diesen schönen Reisebericht.

    Alles Liebe, Beatrice from Switzerland

    Antworten

Schreibe einen Kommentar