Mit der Oasis of the Seas über den Atlantik

Tag 3 Seetag

Frühstück
Frühstück

Für unsere Verhältnisse waren wir erst spät auf… Gegen 8:30 Uhr waren wir im Solarium beim Frühstück. Vorher noch ein Abstecher ins Windjammer, weil ich dort gestern den Weizengras-Drink und die Smoothies gesehen hatte. Der Weizengrasdrink ist Rote Beete mit Weizengras. Den Smoothie hab ich ausgelassen, da es wieder Banane war. Das gab es schon auf der Majesty of the Seas. Im Solarium nahm ich das Mango-Erdbeer-Bircher-Müsli mit viel Obst und Beeren und einen Erdbeer-Joghurt-Trifle.

Um 9:30 Uhr war auf dem Boardwalk zum Crown & Anchor Treffen eingeladen (alle Stufen ab Gold). Es gab Sekt, Mimosas, Bloody Marys und Screwdrivers sowie einen Fruchtpunsch als nichtalkoholische Alternative. Der Cast des Aqua Theater gab eine Showeinlage. Anschließend wurden Vielfahrer geehrt – Super Mario ist an Bord. Erst kürzlich erreichte er die 5.000 Punkte-Grenze. Kapitän und Hoteldirektor fuhren mit Klapprädern ein und stellten die Offiziere vor. Knapp 3.700 Crown & Anchor Mitglieder auf dieser Fahrt, ein neuer Rekord. Über 1.500 Diamond, Diamond Plus und Pinnacle Mitglieder, 54 Pinnacle Mitglieder. Ebenfalls Rekord. 2.157 Frauen und Männer der Crew kümmern sich um uns Passagiere. Übrigens fanden zwei Events statt, denn alle Crown & Anchor Mitglieder hätte man nicht in einem Event unterbringen können.

Der komplette Boardwalk war am Vormittag gesperrt. Dennoch war die Kletterwand geöffnet und wir nutzten dies gleich aus. Gut, ich bin schon eine Ewigkeit nicht mehr geklettert und habe nur die untere Glocke erreicht. Aber der Wille zählt!

Anschließend machten wir noch eine kleine Runde. Im Theater gab es einen Vortrag „Forensic – Famous Court Cases“ von einem Gastlektor. Wir schauten kurz hinein. Es ging um Marilyn Monroe, deren Lebensgeschichte ich allerdings schon recht gut kenne, da ich ihre Biographie gelesen hatte. Und die Todesumstände sind ja bis heute nicht gänzlich geklärt. Die ersten Tage war dieser Gastlektor immer mit diesem Titel im Programm gestanden. Dass jeden Tag ein anderer Fall vorgestellt wurde, konnte dem Programm erst später entnommen werden, als auch die Namen der prominenten Opfer aufgeführt wurden. Außerdem gab es regelmäßig eine Veranstaltung namens „Enrichment: Costume / Set Design & Behind the Scenes of Broadway Shows“ hinter der sich ebenfalls ein Gastlektor verbarg, was ich erst nach der Fahrt über eine Mitreisende erfuhr.

Faltschachtel beim Papier Origami
Faltschachtel beim Papier Origami

Unsere Tochter war um 10:30 Uhr beim kostenlosen Workshop „Paper Origami“. Sie kam mit einer kunstvoll gefalteten Papierschachtel zurück.

Ehrlich gesagt, das Angebot ist so umfangreich, dass man gar nicht alles mitmachen kann! Wer befürchtet, es könne einem auf einer Transatlantik langweilig werden, nein, keine Sorge!! Es empfiehlt sich sehr, einen Leuchtstift mitzunehmen und das Programm gut durchzulesen. Es gibt viele Programmpunkte, die zur selben Zeit stattfinden und den einen oder anderen Punkt übersieht man sehr leicht.

Zum Mittagessen zogen wir heute einen Salat bzw. ein Roastbeef Sandwich im Park Café dem Windjammer vor. Das Park Café hat neben der Salatbar und dem Roastbeef-Sandwich mittags auch diverse vorbereitete und abgepackte Salate sowie Sandwiches und Wraps im Angebot. Außerdem gibt es Obstbecher (Melone und Ananas) aber auch süße Teilchen und Cookies sowie frisches Obst. Leider schafft man es nicht, auch nur ansatzweise alles zu probieren. Viele Passagiere nehmen sich hier auch einen abgepackten Salat oder ein Sandwich mit auf die Kabine und essen auf dem Balkon. Natürlich gibt es hier auch eine Getränkestation mit Eiswasser, Eistee, Flavored Water und Kaffee und Tee. Hier ein kleiner Überblick:

Anschließend drehten wir noch eine kleine Runde über den Minigolf-Platz und fuhren mit dem Karussell, das völlig verwaist war. Es sollen unter 100 Kinder an Bord sein. Aber keines war hier.

 

Ein Blick auf das Meer von unserem Balkon aus, ließ uns heute daran zweifeln, ob wir uns wirklich auf einer Transatlantik-Reise befinden. Ich habe noch nie so spiegelglattes Wasser gesehen!

Um 14 Uhr kollidierten erneut einige Programmpunkte. Eigentlich wäre ich gerne zum Crown & Anchor Trivia gegangen, das wir schon auf der Majesty verpasst hatten, weil ich wissen wollte, um was es da nun genau geht. Aber ich hatte ja zum täglichen Handarbeitstreff eingeladen. Also ging ich hoch in die Viking Crown Lounge. Dort fand gleichzeitig ein kostenloser Aquarell-Workshop statt, den mein Mann und meine Tochter besuchen wollten. Der Kurs wurde ebenfalls von einem Gastlektor angeboten und gehört nicht zum normalen Unterhaltungsprogramm. Die Ergebnisse des ersten Tages waren gar nicht so schlecht!

Auf der anderen Seite der Viking Crown Lounge sah ich eine Dame an einem Quilt arbeiten. Ich ging rüber und stellte mich vor. Sie hatte meinen Zettel am Bulletin Board gelesen. Einige Minuten später kamen noch zwei weitere Damen aus dem Cruisecritic Roll Call dazu. Sehr interessante Gespräche. Die eine Dame spinnt und webt seit über 30 Jahren. Sie hatte eine selbstgesponnene Wolle mit dabei, mit der sie Quadrate strickte, die sie später in der Waschmaschine filzt. Die andere Dame häkelte an einer Abendhandtasche. Ich stickte.

Anschließend ging es für mich noch zum täglichen Kampf gegen die Kalorien auf dem Cross Trainer im Fitness Center.

Um 17 Uhr hatten wir heute die Eisshow „Frozen in Time“ gebucht. Unsere Tochter kam nur kurz in der Kabine vorbei und teilte mit, dass sie mit den Teens dorthin ginge, und weg war sie. Bei „Frozen in Time“ geht es um Märchen von Hans Christian Andersen. Es begann mit „Der Schneekönigin“, dann kam „Die roten Schuhe“ und „Das hässliche Entlein“. Als Gastkünstler war – wie schon auf der Einführungsfahrt 2009 – ein Sandmaler mit dabei, der auf ganz faszinierende Art die Geschichte des kleinen Zinnsoldaten in seiner Sandbox zeichnete. Weiter ging es mit „Die kleine Meerjungfrau“ und „Des Kaisers neue Kleider“. Alles sehr schön getanzt und mit wunderschönen Kostümen. Rechts und links sind unten jeweils zwei Plätze für Kinder reserviert. Wer seine Kids dort sitzen lässt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sie bei der Show kurz mitmachen werden (und dies auch wollen). Wie genau verrate ich nicht, aber keine Sorge, es ist völlig ungefährlich und sie müssen nur sitzen. Ein Junge war allerdings wenig begeistert heute und hielt sich ängstlich die Hände vor die Augen. Ein paar Eindrücke von der Show:

Über den ganzen Tag standen auf dem Schiff verteilt Charaktere aus Dreamworks Filmen für Fotos zur Verfügung. Es werden auch Fotos mit dem eigenen Handy oder der eigenen Kamera gemacht. Unsere Tochter hatte sich für den heutigen Tag alle Zeiten aufgeschrieben und sozusagen Fotos gesammelt.

Nächster Programmpunkt: Abendessen! Das Menü Shiitake war heute dran. Wir waren vorher noch auf dem Weg vom Studio B zum Hauptrestaurant am Boleros vorbeigegangen und hatten uns ein Glas Wein auf unsere Cocktail-Hour Gutscheine mitgenommen. Im Restaurant gelten die Gutscheine nicht, aber wenn man ein Glas mitbringt, sagt auch niemand etwas. Keine Sorge, unser überraschter Weinkellner bekam am Ende der Fahrt noch ein Trinkgeld.

Zum Ende des Essens sagte unser indischer Headwaiter, dass wir gerade auf der Höhe der Bermudas seien und wegen eines medizinischen Notfalls kurz anhalten würden. Wir gingen erst einmal hinaus auf Deck 5, das teilweise abgesperrt war. Vom Balkon aus, war die Sicht besser. Der Passagier war auf einer Trage in eines der Rettungsboote gebracht worden zusammen mit seiner Frau und dem Gepäck. Das Rettungsboot wurde zu Wasser gelassen und der Passagier dann auf das Rescue-Boot hinübergetragen. Unter dem Beifall der anderen Passagiere verließ uns das Rescue-Boot in Richtung St. George´s Bermuda. Wir hoffen, dass es dem betroffenen Passagier bald besser geht! Am nächsten Tag erfuhren wir, dass der Stopp einige Stunden gedauert hatte, weil einer der Schiffsärzte den Patienten bis ins Krankenhaus begleitete und das Schiff auf seine Rückkehr warten musste.

Wir hatten noch etwas Zeit bis zur Comedy Show. Als „Overflow“ für den Diamond Club wurde für die Cocktail-Hour sowohl das Blaze als auch das Jazz on 4 genutzt. Beide Lokalitäten, in denen es auch Kleinigkeiten zu Essen gab, waren aber mehr als voll. So gingen wir wieder ins leere Boleros und gönnten uns dort noch einen Drink.

Weiter ging es zur Adult Comedy im Comedy Club um 21 Uhr. Host Simeon kannten wir bereits von den früheren Fahrten mit der Oasis of the Seas. Es folgte Stand-up Comedy vom Feinsten!! Wir haben selten so viel gelacht! Phil Tag und AJ Jamal waren heute die beiden Comedians. Einfach nur herrlich! Zumal auch im Publikum einige mit dabei waren, die aktiv mitwirkten und auch Retour gaben.

Unsere Headliner Show von morgen war eigentlich auf heute 20:30 Uhr verschoben worden, was ja mit der Comedy Show kollidierte. Im Tagesprogramm sah ich, dass Gary Williams leider nur heute auftreten würde. Die zweite Show um 22:30 Uhr passte allerdings noch nach der Comedy Show. Und so gingen wir einfach ohne Reservierung rüber zum Theater, wo bereits eine halbe Stunde vor Showbeginn keine Reservierungen mehr gescannt wurden. Das Theater war auch halb leer. Die Show war allerdings grandios! Gary Williams singt vor allem Frank Sinatra, Dean Martin und andere. Allerdings kopiert er nicht einfach, sondern bringt seinen eigenen Touch in die Lieder. Den Abschluss bildete natürlich „New York, New York“ – absolut hervorragend und in keinster Weise „schmalzig“, wie es so oft der Fall ist.

Cruise Director Drew Devine kündigte nach der Show an, dass ab morgen täglich um 11:59 Uhr mittags die Uhr jeweils für eine Stunde vorgestellt wird – für die nächsten sechs Tage.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste auf eigene Kosten - private Urlaubsreise.

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4 Gedanken zu „Mit der Oasis of the Seas über den Atlantik“

  1. Wir waren auf der Folge-Tour auf der Oasis of the Seas, das Schiff ist einfach der Hammer und wir haben das Tagebuch über eure Überfahrt mit Begeisterung verfolgt

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    • Matthias,

      ich korrigiere, es war der Flughafen-Zuschlag und der erhöhte Kilometer-Tarif am Samstag. Stimmte aber mit dem Taxameter überein.

      Gruß
      Carmen

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  2. Gänsehaut pur beim durchlesen dieses Reisetagebuchs. Wir waren auch auf dieser Reise und es war einfach traumhaft. Langeweile gibt es auf diesem Schiff nicht. Ich hoffe mein kleiner Gecko aus dem Solariumdeck hat die Kälte in Rotterdam im Trockendock überlebt und kann nun wieder in die Wärme schippern.
    Gute Heimreise Oasis of the seas und bis bald mal wieder… in der Karibik.
    Vorher geht’s aber im Mai von Singapur nach Dubai.

    Schiff Ahoi und danke für diesen schönen Reisebericht.

    Alles Liebe, Beatrice from Switzerland

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