Celebrity Eclipse in Curacao

Süd-Karibik mit der Celebrity Eclipse

Tag 9 Bridgetown / Barbados (8:00 – 16:00 Uhr)

Barbados mit seinem Hafen in Bridgetown ist bekannt für seine Tauch- und Schnorchelgebiete und die dortigen Schildkröten. Unser Tag stand aber im Zeichen von Schokolade und Rum.

Sonnenaufgang: 6:24 Uhr
Sonnenuntergang: 17:50 Uhr
Wettervorhersage: 24 – 28°C, 60% Regenwahrscheinlichkeit
Dress Code: Smart Casual
Distanz bis St. John´s/Antigua: 312,1 Seemeilen
Frühstück im Tuscan Grille
Frühstück im Tuscan Grille

Der heutige Tag war nicht so intensiv verplant und wir standen für unsere Verhältnisse eher spät auf. Gegen halb Acht liefen wir in den Hafen von Bridgetown/Barbados ein. Die Celebrity Summit und die Braemar lagen bereits im Hafen. Wir erhielten den „Premium“ Liegeplatz, der am nächsten zum Terminal ist, so dass der angekündigte kostenlose Shuttle nicht erforderlich war. Zur Summit fuhren regelmäßig bunte Shuttlebusse ab dem Terminalgebäude. Letzteres beherbergt zahlreiche Geschäfte inklusive der „üblichen Verdächtigen“. Im Terminal gibt es zudem kostenloses WLan. Vor dem Terminal warten bereits Taxen und auch Mietwagenfirmen sind vertreten. Im Terminal gibt es am Ausgang zudem eine Post.

Wir marschierten zu Fuß los. Auf den Tipp von Freunden hin haben wir eine Tour in der Agapey Schokoladen-Manufaktur gebucht (18 Dollar, vorab per PayPal bezahlt). Die Tour sollte um 9:30 Uhr beginnen und eigentlich 1,5 Stunden dauern. Vorab gab es eine ausführliche Mail mit Karten und einer Fotodokumentation. War aber wirklich nicht schwer zu finden. Die Hauptherausforderung ist der Linksverkehr und die Tatsache, dass es nicht durchgehend einen Bürgersteig gibt. Agapey ist keine 10 Minuten vom Hafenausgang entfernt. Es stellte sich heraus, dass wir die Einzigen waren, welche die Tour heute gebucht hatten. Der Inhaber und Gründer Derrick Hastick lies uns zunächst verschiedene Zuckersorten und Kakaobohnen probieren. Anschließend verkosteten wir seine Schokoladen. Er ist übrigens gebürtiger Kanadier mit Wurzeln in Grenada und hat einen Abschluss in Chemie und Bio-Chemie sowie in Wirtschaft. Danach erklärte er uns ausführlich die Herstellung der Schokolade und führte seine Maschinen vor. Es handelt sich eigentlich nur um einen einzigen Raum, aber die Herstellung wirklich guter Schokolade ist sehr interessant. Wir unterhielten uns deutlich länger, als die Tour eigentlich hätte dauern sollen. Sein Schwerpunkt liegt auf hochwertiger Schokolade mit Bezug zur Karibik. So gibt es sortenreine Schokoladen (nur Kakao, Kakaobutter und Rohrohrzucker), aber auch eine gewürzte Schokolade mit Zimt, Muskat und Ingwer. Unser nächstes Ziel war die Mount Gay Rumfabrik. Derek verwendet auch deren Rum zur Herstellung einer seiner Schokoladen (gefüllte Schokolade mit Rum und Kokos). Da mal wieder ein kräftiger Regenschauer im Anrollen war und er ohnehin zur Bank fahren musste, brachte uns Derrick mit dem Auto zur Mount Gay Rumfabrik. Ach ja, wir kauften übrigens von jeder Sorte eine Tafel und auch eine für Havesh (übrigens 5 Dollar pro Tafel), nachdem wir uns am Abend vorher mit ihm darüber unterhalten hatten.

Die Mount Gay Rumfabrik (Eintritt 10 Dollar) ist eigentlich an dieser Stelle nur das Besucherzentrum und eine Abfüllanlage Die Produktion findet auf der Mount Gay Farm im St. Lucy´s Parish statt. Ursprünglich wurde Zuckerrohr nur zur Erzeugung des Zuckers angebaut. Die bei der Zuckergewinnung entstehende Molasse wurde weggeworfen. Schließlich entdeckte man, dass sich die Molasse fermentieren und zu Rum brennen lässt. So entstand 1703 auf Barbados die erste Rumfabrik überhaupt. Der Eigentümer der Zuckerrohrfarm hieß übrigens Sober („Nüchtern“). Er holte sich einen Briten namens Gay zur Herstellung des Rums nach Barbados, nach dem schließlich die Fabrik benannt wurde. Unser Guide Dario (Führungen finden stündlich jeweils zur halben Stunde statt) erklärte uns im Museum und anhand eines Films die Rumproduktion. Empfangen wurden wir mit einem Becher Rumpunsch. Nach dem Film wurden drei Sorten Rum verkostet. Anschließend ging es weiter in die Bar und das Restaurant, wo noch eine weitere Sorte Rum oder der ebenfalls dort produzierte Likör Poncho Kuba (eine Art Eierlikör mit Rum) probiert werden konnten. Auch die dort angebotenen (kostenpflichtigen) Cocktails klangen sehr verlockend, nur war der Alkoholpegel nach der Verkostung schon so hoch, dass nicht mehr drin war. Im anschließenden Giftshop konnten der Rum und natürlich diverse Souvenirs erstanden werden. Der Rum ist vergleichsweise günstig. Wir erstanden eine Flasche XO mit 375 ml für 10 Dollar. Danach liefen wir wieder zurück zum Schiff, nicht ohne einen kleinen regenbedingten Zwischenhalt an einer Bushaltestelle.

Im Terminal holte ich mir noch den Charm von Barbados und der obligatorische Magnet für unsere Tochter wurde erstanden.

Cappuccino im Café al Bacio
Cappuccino im Café al Bacio

Eigentlich hatten wir noch überlegt am Nachmittag in Richtung Bridgetown Zentrum zu laufen, was ca. 10 Minuten die Uferpromenade entfernt liegt. Allerdings zogen immer wieder heftige Schauer über die Insel und so zogen wir uns nach dem Mittagessen im Oceanview Café zunächst ins Il Bacio auf einen Cappuccino und anschließend in die Sky Observation Lounge zum Arbeiten zurück.

Heute blieb auch noch Zeit für das Fitnessstudio. Um 17:15 Uhr waren wir zur Senior Officer´s Cocktail Party (Captain´s Club) in die Sky Observation Lounge eingeladen. Entsprechend gab es für den heutigen Tag übrigens keine Gutscheine für Cocktails.

Anschließend ging es zum Abendessen in den Moonlight Sonata Dining Room.

Jim Barber
Jim Barber

Um 21 Uhr war der Bauchredner Jim Barber im Theater als Headline Entertainer angekündigt – ein Bauchredner. Jim Barber war richtig gut. Ich habe noch nie einen Bauchredner singen hören! Perry Grant, der bei den Passagieren beliebte Pianist und Entertainer, der derzeit im Cellar Masters jeden Abend ab 21:30 Uhr spielt, hatte um 22:30 Uhr im Theater seine eigene Soloshow. Perry Grant oder auch das Abba Mania Sing A-Long waren uns dann doch zu spät und so waren wir wieder einmal früh im Bett.

Anmerkung: Die Reise erfolgte mit Unterstützung von Just Away. Einen Teil der Kosten haben wir selbst getragen.