Celebrity Eclipse in Curacao

Süd-Karibik mit der Celebrity Eclipse

Tag 0 Anreise / Miami

AB6022 München - Düsseldorf
AB6022 München – Düsseldorf

3:30 Uhr ist nicht unbedingt meine Zeit um aufzustehen, aber bei einem Abflug um 6:25 Uhr bleibt nichts anderes übrig. Also geduscht und angezogen, Koffer geschlossen, Handgepäck kontrolliert und ab in Richtung S-Bahn. Hmm, eigentlich sollte unser üblicher Parkplatz in der Tiefgarage frei sein, war er aber nicht. Gut, dass wir noch etwas zu früh dran waren. Also Parkplatz auf der Straße suchen und mit den Koffern zur S-Bahn laufen, die pünktlich um 4:35 Uhr eintraf. Am Flughafen in der Bäckerei noch schnell eine Kleinigkeit für das Frühstück erstanden und weiter zum Terminal 1 Abflugbereich A. Air Berlin ist jetzt nicht unsere „gewohnte“ Airline und so hatten wir für den Zubringerflug zwar online eingecheckt, wussten aber nicht, dass für die USA-Flüge der Online-Check-in nicht 30 Stunden, sondern erst 24 Stunden vorher möglich ist. Macht auch nichts, wir hatten uns die Topbonus Service Card für 119 Euro gekauft und damit schon vorab kostenlos Sitzplätze reservieren können. Der Hauptvorteil ist jedoch, dass wir damit neben einem regulären Koffer mit 23 kg noch zwei Koffer mit 32 kg mitnehmen konnten. O.k., gewichtsmäßig kamen wir bei Weitem nicht ran, aber drei Koffer brauchten wir dann doch. Den Check-in für den Flug nach Miami konnten wir am Flughafen ohne Probleme machen. Also weiter durch die Sicherheitskontrolle und Warten am Abfluggate. Das Warten ging im Flugzeug dann noch weiter. Eine Kontroll-Leuchte zeigte im Cockpit an, dass eine kleine Klappe geöffnet sein sollte. So musste erst einmal ein Techniker kommen und prüfen, ob alles ordnungsgemäß verschlossen ist.

AB7000 Düsseldorf - Miami
AB7000 Düsseldorf – Miami

Mit Flug AB6022 ging es in einem Airbus A320 zunächst in Richtung Düsseldorf. Zum Service wurde eine warme Laugenstange oder eine warme Rosinensemmel zur Auswahl angeboten. Ein kleiner Nachtisch zum ersten Kaffee des Tages. Mit rund 20 Minuten Verspätung kamen wir in Düsseldorf an. Der Flughafen ist wahnsinnig schlecht ausgeschildert. Vermutlich sind wir nur von München verwöhnt. Zunächst machte es den Eindruck, als würden wir zum Ausgang geleitet, während nebenan die Schilder zu Anschlussflügen wiesen, nur nach „nebenan“ ging es aufgrund der geschlossenen Glaswand nicht. Erst nach der Wand erkennt man, dass beide Passagierströme – aus unterschiedlichen Maschinen – wieder zusammenkommen. Dann geht es weiter mit Schildern zu den Terminals A und B nur C ist nicht zu finden. Auch das taucht schließlich urplötzlich auf. Über eine separate, verglaste Brücke geht es vom Terminal A/B zu C, das unmittelbar nach der dortigen Sicherheitskontrolle erreicht wird. Leider ist es dort extrem eng. Plötzlich bildet sich eine Schlange, ohne dass zu erkennen ist, für was eigentlich. Erst um die Ecke erkennt man den Grund der Schlange, die Passkontrolle. Glück gehabt, die Schlange sind alles Nicht-EU-Staatsangehörige, für die sage und schreibe zwei Schalter geöffnet waren. Für EU-Staatsangehörige waren mehr Schalter geöffnet und zudem war die automatische Passkontrolle möglich (nur mit Reisepass mit Chip und nur für Personen ab 18 Jahren). Also probierten wir das aus. Geht schnell und einfach. Dann endlich konnten wir uns durch den Duty Free Shop bis zum Abfluggate C45 vorarbeiten. Noch schnell Tochter und Oma angerufen. Dann ging es auch schon weiter.

Nürnberger Elisen-Lebkuchen
Nürnberger Elisen-Lebkuchen

Ein Airbus A330 bedient den Flug AB7000 nach Miami. Etwas umständlich ist die dem eigentlichen Boarding unmittelbar vorgeschaltete, weitere Passkontrolle. Wer mit ESTA einreist, muss einen Nachweis für den Rückflug vorlegen. Liebe AB, ihr solltet eigentlich wissen, welche Passagiere bei euch einen Rückflug gebucht haben und lässt sich das nicht vorab beim Check-in kontrollieren ?! Das Boarden zog sich etwas hin und wir flogen bereits mit einer geringen Verspätung ab. Als kleinen Snack zum ersten Getränk wurden Schokoladen-Elisenlebkuchen von Häberlein-Metzger gereicht. Vor dem Mittagessen erklärte der Pilot noch die geplante Flugroute. Wegen starker Gegenwinde fliegen wir extrem weit südlich. Über Paris ging es nach Brest und dann weiter Richtung der Azoren und über die Bahamas nach Miami. Durch die längere Flugstrecke werden wir auch mit einer Verspätung von mindestens einer halben Stunde erst ankommen.

ainment mit USB-Anschluss
ainment mit USB-Anschluss

Die Maschine ist inzwischen mit einem Inseat-Entertainment ausgestattet. Schön ist der Kopfhörer-Anschluss im Monitor plus ein USB-Anschluss. Da können gleich Handy und Tablet mit aufgeladen werden. Nicht so überragend ist die Filmauswahl. Dafür wird eine umfangreiche Musikauswahl geboten sowie Spiele. Der Bildschirm reagiert ausgesprochen gut. Da kann sich die LH noch etwas abschauen. Allerdings lief noch das Entertainment-Programm vom Dezember, was etwas Verwirrung hervorrief, weil das Bordmagazin natürlich das Januar-Programm erläuterte.

Flugroute
Flugroute

Zum Mittagessen gab es die übliche Auswahl von Pasta oder Chicken. Ein Sondermenü kann übrigens ausschließlich telefonisch vorbestellt werden bis 48 Stunden vor dem Abflug. Außerdem gibt es online kostenpflichtige Gourmet-Menüs von der Sansibar. Das Chicken entpuppte sich als Hühnchenstücke in einer tomatigen Sauce mit Karotten und einem Brokkoli-Kartoffelbrei. Dazu gab es Cracker, ein Stück Käse mit Salatblättern und eine Art Erdbeer-Streusel-Muffin sowie einen Becher Wasser. Der normale Getränkeservice kam natürlich auch noch vorbei. Später gab es noch eine 0,5 l Flasche Wasser.

Bahamas und Wolken
Bahamas und Wolken

Etwa zwei Stunden vor Miami kamen die ersten Inseln der Bahamas in Sicht. Leider lag Nassau auf der linken Seite, unser Platz war aber rechts. Wir hatten ja auf die normale Nordroute gehofft und damit einen Anflug über Fort Lauderdale.

Schiffe im Hafen von Miami
Schiffe im Hafen von Miami

Das zweite Essen war ein kaltes Menü mit Nudelsalat und zwei Hühnchenteilen. Welcher Bayer allerdings Schmelzkäse zur Brotzeit essen würde, erschloss sich mir nicht („Bayerischer Brotzeitkäse“ in Schmelzkäse-Form). Der Schokobrownie war hingegen in Ordnung. Beim Landeanflug auf Miami war der Platz auf der rechten Seite dann doch wieder von Vorteil, denn wir flogen südlich des Hafens auf die Stadt zu mit einem schönen Blick auf die heute dort liegenden Schiffe (Carnival Breeze, Carnival Glory, Celebrity Reflection, MSC Divina, Norwegian Getaway). Mit rund 45 Minuten Verspätung landeten wir auf dem Flughafen Miami. Überraschenderweise war an der Immigration keinerlei Schlange. Die Automaten gab es in diesem Terminal nur für US-Bürger, die sich dafür nicht mehr an den normalen Schaltern anstellen konnten. Im Sommer waren wir an einem anderen Terminal angekommen. Auch das Gepäck kam ohne Wartezeit.

Am Ausgang war Jorge mit dem Schild von Eurotours schnell gefunden. Die Gruppe von Eurotours umfasste 42 Personen (vorwiegend aus Österreich, aber auch Deutschland und der Schweiz). Bis allerdings dann der Bus kam, dauerte es, denn dieser kann nicht am Flughafen direkt warten. Jorge sprach gut Deutsch. Im Bus erhielten wir einen Umschlag mit allgemeinen Informationen zum Boarden morgen sowie zur Ausschiffung. Außerdem wurde für den Vormittag ein kostenpflichtiger Ausflug zum Gatorpark mit Airboattour für 59 Dollar angeboten, der um 8:30 Uhr vom Hotel starten sollte. Das Interesse daran war allerdings gering bzw. ging etwas im Check-In Chaos im Hotel unter. Der Ausflug fand schließlich nicht statt. Der weitere Ausflug auf der Liste war von vorneherein gestrichen: eine Stadtrundfahrt – diese hätte mehr der Mitreisenden interessiert.

Holiday Inn Airport Miami
Holiday Inn Airport Miami

Anschließend ging es endlich ins Hotel, das Holiday Inn Airport Miami, das eigentlich direkt an der Nordostecke des Flughafens liegt. Wir bekamen ein Zimmer mit Kingsize-Bett im fünften Stock mit Blick auf den Pool und den Miami River. WLan und Frühstück sind beim Paket für die Gruppe enthalten. Wir drehten noch eine Runde ums Hotel. Die Gegend bietet allerdings nicht viel, einen Burger King, einen Pollo Tropicale, eine Bank (mit zwei Geldautomaten – Wells Fargo, Gebühr 5 Dollar) und ein Office Depot. In letzterem besorgten wir einige Kleinigkeiten, denn ich brauchte einen Ordner und Prospekthüllen im US-Format für meine Kreuzstichmuster. Es ist nicht gerade eine Gegend, in der man viel zu Fuß laufen kann oder möchte. Mit einem Auto wäre man hier deutlich besser bedient. In Richtung Osten – also Stadtzentrum – ging zu Fuß ohnehin nichts – keine Gehsteige bei einer autobahnähnlichen Straße.

Zum Hotel: Das Holiday Inn Airport hat ein Restaurant (El Mirador) und eine Lounge im 9. Stock mit Blick auf die Skyline von Miami bzw. den Airport. In der Lobby gibt es ein 24 Stunden Café, mehrere Computer mit Internet und kostenloses Zitronenwasser. Außerdem sind ein Fitnesscenter und einen Außenpool sowie Münzwaschmaschinen und Trockner. Die Automaten auf jeder Etage enthalten Flaschen mit Coca Cola Produkten für 2 Dollar. WLan ist grundsätzlich kostenpflichtig (außer für Mitglieder des Bonusprogramms von Holiday Inn / IHG). Das Hotel verfügt über einen kostenlosen Shuttle zum/vom Flughafen und auch zum Hafen in Miami.

Unser Zimmer 511 war sehr geräumig und mit einem King Size Bett ausgestattet. Im offenen Schrankbereich gibt es ein Bügelbrett und ein Bügeleisen. Auf einer Anrichte mit drei großen Schubladen steht ein großer Flachbild-Fernseher. Die Anrichte geht über in einen Schreibtischbereich, auf dem auch eine Kaffeemaschine steht. Außerdem gibt es in einem Schränkchen eine Mikrowelle und einen Kühlschrank. Im Bad ist eine große Dusche mit Verglasung zu finden. Es gibt Kosmetiktücher und Kokosnuss-Verbene Kosmetikprodukte (Schampoo, Conditioner, Bodylotion). Ein Fön ist ebenfalls vorhanden. Die Klimaanlage ist vergleichsweise laut und bläst stark. Für die Lage des Hotels zwischen vielbefahrenen Straßen und dem Flughafen, war das Zimmer aber vergleichsweise ruhig (bei ausgeschalteter Klimaanlage).

Appetizer im El Mirador
Appetizer im El Mirador

Wir entschlossen uns mangels Alternativen, im Hotelrestaurant El Mirardor im 9. Stock mit schönem Blick auf die Skyline von Miami zu Abend zu essen (Angus Burger Sandwich mit Fries für 11 Dollar, Baby Back Ribs für 18 Dollar). Anschließend gönnten wir uns einen Cocktail (im Schnitt alle um die 8,50 Dollar). Die Preise sind für ein Hotelrestaurant ganz akzeptabel. Das Essen war durchaus recht gut. Da mein Mann eine Mitgliedskarte für das Bonusprogramm von Holiday Inn besitzt, bekamen wir noch einen kostenlosen Appetizer. Sorry, ich war wohl so hungrig und müde, dass ich nach dem Appetizer keine Fotos mehr gemacht habe. Das Essen war aber durchaus empfehlenswert.

Inzwischen waren wir seit rund 23 Stunden auf den Beinen, so dass der Wunsch nach einem Bett und Schlaf deutlich überwog.

Anmerkung: Die Reise erfolgte mit Unterstützung von Just Away. Einen Teil der Kosten haben wir selbst getragen.