Blick auf die Bucht von Hakahau

Aranui 5 – Tag 5 Ua Pou – Wanderung zum Kreuz und wilde Tänze

Kurz nach 6 Uhr waren wir wieder wach. Wir lagen heute Nacht in der Bucht von Taiohae vor Anker und verließen unseren Ankerplatz erst gegen 5 Uhr morgens für die rund zweistündige Fahrt zur Nachbarinsel Ua Pou.

Gegen 7:30 Uhr erreichten wir etwas verspätet den Pier in Hakahau auf Ua Pou mit seinen 12 Basaltspitzen, die bis zu 1.141 m hoch sind. Leider gibt es morgens in der Regel Wolken und auch heute zeigten sich die Basaltspitzen nicht. Ua Pou heißt übrigens „zwei Spitzen“ nach den beiden höchsten Basalttürmen. Diese erinnern zudem an Kirchtürme, weshalb Ua Pou auch Kathedraleninsel genannt wird.

Zum Frühstück war eigentlich eine musikalische Unterhaltung durch Musiker vom Ort eingeplant. Durch das verspätete Anlegen waren die Musiker leider nur ganz kurz an Bord.

Nach dem Frühstück (heute von 6:30 Uhr bis 8:30 Uhr) ging es um 8 Uhr los zu der ca. 4 km langen Wanderung zum Kreuz. Treffpunkt war außerhalb des Schiffs am Anfang des Strands. Ca. 40 Minuten waren für die Wanderung eingeplant. Aber erst einmal lenkt uns die Entladetätigkeit etwas ab.

Erste Eindrücke vom Strand in Hakahau:

Die Bucht von Hakahau im Panorama:

Panorama der Bucht von Hakahau
Panorama der Bucht von Hakahau

Der erste Teil des Wegs ist noch betoniert – etwa das erste Viertel. Der Rest des Wegs ist Feldweg. Also auch hier feste Schuhe anziehen. Auf dem Weg und natürlich auch vom Kreuz aus bietet sich eine herrliche Aussicht über die Bucht von Hakahau und die Nachbarbuchten.

Panorama vom Berg aus:

Berg-Panorama
Berg-Panorama

Der Weg führt durch einen Mimosenwald, der aber keinen Schatten bietet. Wer die Tour machen möchte, sollte sie am ersten Tag in Ua Pou machen, denn beim zweiten Anlauf ist das Schiff erst am Nachmittag im Hafen und bei Mittagshitze ist der Weg weniger empfehlenswert. Hier noch ein bisschen Flora am Wegesrand einschließlich Fauna:

Im Ort hatten wir anschließend etwas Freizeit – oder Zeit noch mehr Fotos vom Schiff zu machen. Es gibt ein Postamt mit Bankautomaten.

Neben der Mairie (Gemeindeamt) ist das Kulturzentrum. Dort ist ein Kunsthandwerkermarkt zu finden, aber auch eine kleine Buchhandlung, die Internet zur Verfügung stellt. Den Code erhält man bei einem Einkauf in Höhe von mindestens 500 FCP. Außerdem gibt es eine öffentliche Toilette. Die Musiker, die uns zum Frühstück unterhalten sollten, waren inzwischen hierher umgezogen. Und zwischendurch sprang Moana, einer unserer Guides ein. Er stammt aus Hakahau und spielte früher auch bei der Tanzgruppe mit, die wir später sehen werden. Wir schlenderten durch die Verkaufsstände und erstanden eine Kette mit einem Kreuz aus den für hier typischen Blumenstein. Im Gestein sind Kristalleinschlüsse, die wie Blumen aussehen.

Um 10:30 Uhr lud die örtliche Gesellschaft der Farmer zur Verkostung lokaler Früchte und mehr ein. Leckerste Mango, Ananas, Papaya, Karambole (Sternfrucht), Bananen in verschiedenen Formen und mehr wurde angeboten – stilecht auf einem Blatt (o.k., die Sachen waren alle vorher in Frischhaltefolie verpackt). Einer der Guides engagierte uns gleich mal als Fotomodelle – gut nur die Hand ist zu sehen -, um für künftige Fahrten Fotos für die Briefings zu haben.

Weiter ging es um 11:30 Uhr im dahinterliegenden Pae Pae „Te ava tuu“ mit einem kleinem Empfang mit einheimischen Tänzen. Die Tanzgruppe gilt als die Beste auf den Marquesas. Präsentiert wurden der Schweinetanz und der Vogeltanz und noch Einiges mehr. Nicht nur Guide Moana ist hier bei den Musikern mit aktiv, nein der junge Mann mit den Knochen um den Hals ist unser Hochseefischer an Bord.

Hier ein Tanz nur der Damen mit Gesang und musikalischer Begleitung:

Tanzgruppe in Hakahau

Und zum Abschluss konnte man sich natürlich auch mit den Tänzern fotografieren lassen – warum muss eigentlich immer ich mit auf das Foto?

Inzwischen war Manfred Drechsler, der Schoko-Mann, mit seiner Frau Tèrese eingetroffen – ein Deutscher, der vor über dreißig Jahren auf die Insel kam und Kakaobohnen anbaut, aus denen er Schokolade herstellt. Eine Tafel kostet 500 FCP. Die Schokolade kann gerne im Restaurant im Kühlschrank bis zum Ende der Reise gelagert werden. Kostproben gab es natürlich auch.

Anschließend ging es zum Mittagessen im Restaurant Chez He´ato an der Bucht. Heute gab es ein Buffet zum Mittagessen. Eine willkommene Abwechslung nach dem üppigen Mittags-Mahl gestern. Auf dem Buffet wurde natürlich wieder Poisson Cru angeboten, ein Kürbispudding in Kokosmilch, Bananen-Beignets, Schweinefleisch, Rindfleisch mit Gemüse, ein Oktopussalat, ein Shrimp-Kartoffel-Salat, Gemüse, und verschiedene landestypische Beilagen wie die lila Kartoffeln, Manjok, Brotfrucht (Uru), mehrere Arten von Kochbananen und mehr. Zum Abschluss gab es Kaffee, Espresso, Tee und Obst – Mango und Grapefruit. Wasser ist inkludiert, andere Getränke können an der Bar erworben werden. Das Restaurant ist eigentlich nur eine Halle und beim zweiten Aufenthalt in Ua Pou wurde es wohl von der gegenüberliegenden Schule zum Tischtennis genutzt.

Wer wollte, konnte noch etwas Schwimmen – allerdings geht es zum Strand halb den Berg hoch in Richtung zum Kreuz und dann hinunter in die nächste Bucht. Im englischen Briefing wurde jedoch ausdrücklich vor Nonos gewarnt. Man solle besser nicht dort schwimmen gehen. Viele Passagiere badeten daher direkt in der Bucht beim Schiff. Wir machten noch ein paar Fotos und gingen zurück zum Schiff.

Ich probierte erst einmal den Pool aus und schloss mich dann meinem Mann in der Lounge an zum Arbeiten.  Der nächste Teil des Tanztraining Ori Tahiti für die polynesische Nacht fand bereits um 14:30 Uhr im Konferenzraum statt. Um 15 Uhr hielt unsere Lektorin Sidsel Millestrom auf Englisch einen Vortrag mit dem Titel „Early Navigation, Migration and Colonisation“ in der Lounge. Sidsel ist Archeologin und stammt aus Norwegen. Sie lebt seit Langem in Kalifornien.

Alle an Bord war um 15:30 Uhr. Ein halbe Stunde später um 16 Uhr verließ die Aranui 5 Hakahau in Richtung der Insel Hiva Oa. Inzwischen trainierten die Kanuten in der Bucht. Die berühmten Zacken wollten sich immer noch nicht zeigen.

Heute kam Didier Benatar an Bord und hielt um 16 Uhr auf Französisch einen Vortrag zum Thema „Kolonisation, Epidemien und Entvölkerung“. Dafür reicht mein Französisch leider nicht aus, Didier soll aber auch auf Englisch noch einen Vortrag halten. Weiter ging es mit der Happy Hour von 17 bis 18 Uhr. Wir entschieden uns für den Cocktail des Tages, einen Tenoha mit Vodka, Triple Sec, Ananas, Erdbeeren, Zitronen und Kokoswasser. Hmm, irgendwie fehlte der Alkohol. Aber unser Palmenblatt-Obstkorb steht nun dekorativ gefüllt an der Veranda Bar.

Dazu gab es wieder einen grandiosen Sonnenuntergang.

Anschließend stand schon das Briefing für Atuona und Koku´u in der Sky Bar an. Morgen war eine kleine Wanderung vom Schiff zum Friedhof in Atuona im Programm. Etwa 1,5 Stunden waren dafür angesetzt. Wir trugen uns in die Liste an der Rezeption ein.

Das Abendessen wurde heute wieder um 19:30 Uhr im Restaurant serviert.

Um 21:15 Uhr wurden noch zwei Dokumentarfilme gezeigt „Jacques Brel“ auf Französisch und „Nomads of the wind“ auf Englisch. Da lagen wir bereits im Bett.

Tag 6 führt uns nach Atuona auf Hiva Oa und zum Strand Koku´u auf Tahuata.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste mit Unterstützung durch Aranui Cruises und Tahiti Tourisme.