Belvedere du Tahara´a

Aranui 5 – Tag 15 Papeete – Ein Tag in der Stadt und Beginn der Heimreise

Wir standen gegen 6:30 Uhr auf und gingen erst einmal ins Restaurant zum Frühstück. Unser Freund, der schwarz-weiße Kater, wartete schon auf ein paar Leckerbissen.

Während des Frühstücks beobachteten wir noch zwei „Seehunde“ mit ihrem Herrchen am Strand.

Und der Hotel-Parkplatz bietet ganz besondere Gefahren:

Geplant war für heute nicht mehr viel. Gestern hatten wir das Grab von König Pomare V. nicht gefunden. Also heute nochmal ein Versuch. Das Hinweisschild kann man natürlich nur sehen, wenn man in Richtung Papeete fährt und nicht wie wir stadtauswärts. Aber gefunden ist gefunden.

Wir fuhren noch ein Stück weiter zum Belvedere du Tahara´a. Der Parkplatz ist natürlich auf der Straßenseite stadteinwärts und daher stadtauswärtsfahrend nicht erreichbar. Also fuhren wir im Kreisverkehr einfach rechts den Hang neben der Gendarmarie hoch und parkten an der Straße. Denn wann die nächste Möglichkeit zum Umkehren kommt, lässt sich nie so genau sagen. Die Straße hat hier noch eine geteilte Fahrbahn und Umdrehen ist meist nur im nächsten Kreisverkehr möglich. Die Aussicht geht über die ganze Küste bis zum Flugplatz und nach Moorea.

So, nun haben wir alle Plätze, die wir gestern nicht gefunden hatten, abgefahren und wir fuhren wieder zurück nach Papeete. Wir parkten das Auto am kostenlosen Parkplatz am Hafen bei der Place Vaiete – so wie bereits gestern Abend. Zu Fuß ging es zunächst zum Rathaus, das 1999 eröffnet wurde. Es ist ein Nachbau im Kolonialstil, aber dennoch ganz nett. Leider war es heute am Samstag geschlossen. Unter der Woche können auch der Garten mit seinen Teichen besichtigt werden. Außerdem kann man in die erste Etage auf die Veranda gehen.

Ich entdeckte die Hinweisschilder zum Chinesischen Tempel. Davon hatte ich im Prospekt gelesen, doch die Ortsangabe war indifferent. Einfach die Rue Paul Gaugin, später Georges Clemenceau stadtauswärts laufen. Allerdings sind es von der Innenstadt doch gute 15 bis 20 Minuten. Im Tempel darf nicht fotografiert werden aber außerhalb. Ein kleiner Koi-Teich mit Brücke ist im Garten angelegt.

Wir liefen denselben Weg wieder zurück in die Stadt zur Kathedrale Notre Dame de Papeete. Interessant sind die bunten Fenster. Das ist die erste katholische Kirche hier, in der man eine Kerze anzünden kann. Vor der Kirche befindet sich übrigens der Kilometer 0. Im Prospekt des Tourismusbüros sind alle Ortsangaben entlang der Straße in PK (Kilometer Punkt) angegeben. Gelegentlich sieht man auch an Mauern oder Bäumen von Einheimischen angebrachte Kilometer-Punkte.

Von der Kathedrale aus ging es zum Marché Municipale von Papeete, dem Markt. Es war bereits nach 11 Uhr und außerdem Samstag, so dass nicht so wirklich viele Stände geöffnet hatten. Unten sind in einem Teil eher touristische Stände, im anderen Teil Obst, Gemüse und Fisch. Seitlich sind Imbissstände. Oben im ersten Stock sind noch zahlreiche Souvenir-Läden mit Kunsthandwerk von den Inseln. Wir kauften uns an einem Stand Kokoswasser – eigentlich wollten wir nur einen halben Liter, aber sie hatte nur noch Literflaschen für 250 FCP. An einem Imissstand kauften wir Poisson Cru au Coco für 500 FCP und Sashimi mit Poisson Cru für 900 FCP. Beides kam mit einer Schale Reis sowie Baguette-Stücken.

Mit unserem Mittagessen gingen wir hinunter zum Hafen und suchten uns ein ruhiges Plätzchen.

Gestern Abend hatten wir an der Place Vaiete bei den Food Trucks gefühlt das halbe Schiff getroffen. Mitreisende berichteten uns von einer Patisserie in der Nähe ihres Hotels. Ich hatte diese bereits gesehen, als wir zu unserem Hotel fuhren, die Patisserie Bogato in der Avenue Prince Hinoi (stadteinwärts). Also beschlossen wir, hier noch einen Nachtisch und Kaffee zu uns zu nehmen. Es wurde ein Café Noisette und ein Riesen-Macaron mit Schokolade und frischen Himbeeren gefüllt – zwei Kaffee und das Macaron für 1.350 PFC. Das Café hat übrigens auch kostenloses WLan.

Auf dem Plan und in der Beschreibung des Tourismusbüros stand noch etwas von einem Belvedere auf 600 m Höhe, von dem aus Wanderungen auf den Mont Aorai mit seinen 2.066 m Höhe starten. Wir fanden die Abzweigung von der Rue Georges Clemencau aus in Pirae zwar, aber irgendwann ging die Straße in einen Feldweg über und es kam ein offenes Tor. Von da aus wurde es … abenteuerlich und wir drehten um. Mit einem Allrad-Fahrzeug könnte man wohl weiterfahren. Was auf den Schildern an dem geöffneten Tor stand, lasen wir nicht mehr.

Wir probierten die andere Straße ins Tal von Fautua aus. Da stand schon in der Beschreibung, dass man eine Genehmigung der Gemeindeverwaltung braucht. Bis dahin war die Straße ausgebaut. Am Ende ist ein kleiner Platz mit Parkplatz und Picknick-Tischen. Die Einheimischen nutzen den Platz für ein erfrischendes Bad in dem kleinen Fluss. Beim Tor geht es dann ohne Genehmigung nicht mehr weiter. Im Ergebnis lohnt sich die Fahrt nicht wirklich. Aber man bekommt einen kleinen Einblick in die Wohnverhältnisse außerhalb der Stadt.

Gegen 14 Uhr waren wir zurück im Hotel. Wir sortierten noch unsere Fotos, schrieben unsere Texte weiter, packten unsere Koffer und das Handgepäck flugtauglich und entspannten vor dem Abflug noch etwas. Dann noch Duschen, Haare waschen. Das Zimmer konnten wir bis 18 Uhr nutzen. Hier noch einige Eindrücke vom Hotel. In der schönen Gartenanlage gibt es noch einen kleinen Pool mit Wasserfalls und Liegebereich. Der Whirlpool war allerdings wegen Bauarbeiten geschlossen.

Wir checkten aus und tranken erst einmal einen Cocktail im Barbereich des Restaurants. Um 18:30 Uhr öffnet das Restaurant, wo wir bereits am Morgen einen Tisch reserviert hatten. Samstags ist hier zudem polynesischer Abend mit Musik und Tanz. Wir bekamen einen der Zweiertische am Wasser und genossen ein letztes Abendessen auf Tahiti mit Meeresfrüchte-Frikassée und Fisch des Tages sowie einem Kokosnuss-Kuchen. Zusammen mit den Cocktails übrigens knapp unter 90 Euro – wie bereits erwähnt, Restaurants sind auf Tahiti nicht preiswert.

Außerdem gab es noch einen letzten Sonnenuntergang:

Nach dem Abendessen fuhren wir gegen 20 Uhr in Richtung Flughafen. Erst einmal den Mietwagen zurückgeben und daneben das WiFi-Gerät abgeben. Weiter geht es zum Check-in. Wir hatten zwar bereits den Online Check-in gemacht. Allerdings war es nicht möglich auch für den Anschluss von Paris nach München online einzuchecken – das geht bei Air France erst 30 Stunden vor Abflug, während wir irgendwo über den Wolken schweben. Mein Koffer sollte aber bis München durchgecheckt werden. Die Dame am Check-in konnte uns auch für den Anschluss nach München einchecken und dieses Mal sogar den Koffer meines Mannes durchchecken, obwohl er zwei Buchungsnummern hatte.

Dann folgte leider die unangenehme Überraschung. Wegen eines technischen Defekts verschiebt sich unser Abflug auf Morgen 1 Uhr nachts – 2 Stunden später als geplant. Wir hatten am Nachmittag schon bei Flightradar gesehen, dass die Maschine erst gut eine Stunde später ankommen sollte als geplant. Also hieß es warten. Das Terminal ist leider offen und nicht klimatisiert und die wärmere Reisekleidung für die kalten Temperaturen zu Hause war nicht sonderlich hilfreich. Noch nicht einmal auf dem Monitor am Gate tauchte der Flug auf. Über Mundpropaganda ohne Durchsage verbreitete sich, dass wir an der (einzigen) Bar mit dem Boardingpass ein nicht-alkoholisches Getränk bekommen. Also holte ich zwei Literflaschen Wasser.

Am Flughafen in Papeete gibt es 30 Minuten kostenloses WLan – leider nur einmal im Monat und das System akzeptierte nicht, dass ich im Oktober bei der Ankunft das WLan genutzt habe und nun bereits November war. Also die Wartezeit ohne Möglichkeit der Info an die Tochter verbracht.

Die Tage 16 und 17 verbringen wir buchstäblich im Flug.

Anmerkung: Cruisediary.de reiste mit Unterstützung durch Aranui Cruises und Tahiti Tourisme.